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05/06/2009 14:03

Mehr Sicherheit bei der Pflege von Altenheimbewohnern: Frankfurter Psychiater erhält Geriatriepreis

Ricarda Wessinghage Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.

    Ein neuartiges Präventionskonzept des Klinikums der J.W. Goethe-Universität soll alte Menschen vor falscher Behandlung mit Psychopharmaka schützen.

    Nach wie vor werden Bewohner von Altenpflegeheimen Opfer falscher Psychopharmakaverabreichung. Dies kann zu Apathie, Sturzgefahr und allgemein erhöhter Sterblichkeit bei alten Menschen führen. Mit seinem neu entwickelten Konzept konnte Prof. Dr. Johannes Pantel, kommissarischer Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie die Rate unangemessener Verordnungen in einem Modellprojekt nachweislich senken.
    Das Präventionskonzept beinhaltet u. a. Schulungs- und Qualifikationsmaßnahmen für das Heimpflegepersonal. Es soll darüber hinaus dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen Heimen und betreuenden Ärzten zu verbessern, wodurch die Behandlung von pflegebedürftigen Altenheimbewohnern mit unpassenden Medikamenten verhindert werden soll. "Eine sehr häufige Gefahr liegt in der Verabreichung von Psychopharmaka ohne medizinische Notwendigkeit, wie beispielsweise zur Beruhigung der Pflegepatienten", betont Prof. Pantel.
    Die Präventionsmaßnahmen hat der Geriatriespezialist in Kooperation mit Prof. Ingwer Ebsen, Institut für Europäische Gesundheitspolitik und Sozialrecht der Goethe-Universität Frankfurt, entwickelt.

    Prof. Pantels Konzept kann bereits erste Erfolge verbuchen: Gemeinsam mit seiner Arbeitsgruppe erhält der Altersforscher am 6. Mai 2009 auf dem 10. internationalen Geriatriekongress in Wien den renommierten Ignatius-Nascher Preis. Die Auszeichnung ist mit 3.600 Euro dotiert und ehrt besondere wissenschaftliche Arbeiten und innovative Projekte aus dem Bereich der Geriatrie.

    Der Preis wird seit 1999 vom Ludwig Bolzmann Institut für Interdisziplinäre Rehabilitation in der Geriatrie verliehen.

    Frankfurt am Main, 6. Mai 2009

    Für weitere Informationen:

    Prof. Dr. med. Johannes Pantel
    Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
    Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
    Fon: (0 69) 63 01 - 7094
    Fax: (0 69) 63 01 - 5189
    E-Mail: johannes.pantel@kgu..de
    Internet: www.kgu.de

    Ricarda Wessinghage
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
    F on: (0 69) 63 01 - 77 64
    Fax: (0 69) 63 01 - 8 32 22
    E-Mail: ricarda.wessinghage@kgu.de
    Internet: www.kgu.de


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    Criteria of this press release:
    Medicine
    transregional, national
    Contests / awards
    German


     

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