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Wissenschaft
Sie sind Spezialisten, wenn es darum geht, Strömungsvorgänge hinter undurchsichtigen Wänden sichtbar zu machen: Die Wissenschaftler am Institut für Sicherheitsforschung des Forschungszentrums Dresden-Rossendorf (FZD) entwickeln Sensoren, mit denen Mehrphasen-Strömungen visualisiert werden können, die in vielen Bereichen der Industrie die Effizienz und Sicherheit von technischen Prozessen und Verfahren bestimmen. Mit dem am FZD entwickelten Gittersensor und dem weltweit schnellsten Elektronenstrahl-Tomographen können sie solche Strömungen bis ins kleinste Detail sichtbar machen. Vom 11. bis 15. Mai präsentieren sich die FZD-Wissenschaftler auf der ACHEMA 2009 in Frankfurt/ Main.
Die Wissenschaftler beteiligen sich am Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" der mitteldeutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen (Halle 4.2, Stand D8-E14). Die ACHEMA 2009 findet als 29. Internationaler Ausstellungskongress für Chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie statt.
Das Institut für Sicherheitsforschung stellt auf der ACHEMA u. a. Entwicklungen und Anwendungen von Mehrphasen-Strömungssensoren vor und informiert über Forschung, Entwicklung und Dienstleistungen auf dem Gebiet der chemischen Verfahrenstechnik.
Mehrphasen-Strömungen sind strömende Gemische aus mehreren Komponenten mit unterschiedlichem Aggregatzustand, z. B. Gemische aus Wasser und Dampf oder Flüssigkeits-Feststoff-Strömungen. Solche komplexen Strömungen findet man in Chemie- und Bioreaktoren, in Anlagen der Erdölverarbeitung, in Förder- und Transportsystemen für Flüssigkeiten und Schüttgut, in Hydraulik-Systemen und Kraftwerken. Das Verständnis der komplexen Strömungsphysik ist dabei für die Entwicklung und Optimierung verfahrenstechnischer Anlagen von außerordentlicher Bedeutung.
Mit ihren theoretischen und experimentellen Arbeiten zur Thermofluiddynamik leisten FZD-Forscher einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Mehrphasen-Strömungen. Ein wichtiges Arbeitsgebiet ist dabei die Entwicklung von Spezialmesstechnik zur Visualisierung von Mehrphasen-Strömungen unter rauen Prozessbedingungen. Dies stellt eine große Herausforderung aus Sicht der Sensorik und Messtechnik dar. Mit den am FZD entwickelten Nadelsonden und Gittersensoren sowie der ultraschnellen Elektronenstrahl-Tomographie sollen zukünftig neue Anwendungsfelder in der chemischen Industrie erschlossen werden.
Weitere Informationen:
Dr. Holger Kryk
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
Institut für Sicherheitsforschung
Tel.: 0351 260 - 2248
Email: h.kryk@fzd.de
Pressekontakt:
Dr. Christine Bohnet
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bautzner Landstr. 400, 01328 Dresden
Tel.: 0351 260 - 2450 oder 0160 969 288 56
Email: presse@fzd.de
Information:
Das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) hat das Ziel, strategisch und langfristig ausgerichtete Spitzenforschung in politisch und gesellschaftlich relevanten Forschungsthemen wie Energie, Gesundheit und Schlüsseltechnologien zu leisten. Folgende Fragestellungen stehen dabei im Mittelpunkt:
- Wie verhält sich Materie unter dem Einfluss hoher Felder und in winzigen Dimensionen?
- Wie können Tumorerkrankungen frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden?
- Wie schützt man Mensch und Umwelt vor technischen Risiken?
Diese Fragestellungen werden in strategischen Kooperationen mit Forschungs- und Industriepartnern bearbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Betrieb von sechs einmaligen Großgeräten, die auch externen Nutzern zur Verfügung stehen.
Das FZD wird von Bund und Land gefördert und beschäftigt rund 750 Personen. Bei der Auswahl neuer Mitarbeiter stehen Qualität und Internationalität an erster Stelle. Die Ausbildung von wissenschaftlichem und technischem Nachwuchs erfolgt auf hohem Niveau und in enger Zusammenarbeit mit den Hochschulen. Auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf achtet das FZD in besonderem Maße.
Visualisierung einer Zweiphasen-Strömung aus Wasser und Luftblasen.
Criteria of this press release:
Energy, Mechanical engineering
transregional, national
Miscellaneous scientific news/publications
German

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