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Wissenschaft
"Jeder vorhandene Studienplatz in Deutschland muss genutzt werden"
Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart hat die heute in Düsseldorf beginnende Info-Tour begrüßt, mit der das sächsische Wissenschaftsministerium bei nordrhein-westfälischen Oberstufenschülern für ein Hochschulstudium in Sachsen werben möchte.
"Ich freue mich, dass Sachsen seine Verpflichtungen aus dem Hochschulpakt ernst nimmt und Anstrengungen unternimmt, dass vorhandene Studienkapazitäten nicht ungenutzt bleiben. Angesichts steigender Studienanfängerzahlen und doppelter Abiturjahrgänge in Deutschland müssen alle Länder gemeinsam sicherstellen, dass jeder vorhandene Studienplatz auch genutzt wird, sagte Pinkwart.
Die Aktion des sächsischen Wissenschaftsministeriums ist Teil einer Kampagne, mit der der Freistaat im Herbst vergangenen Jahres bereits in Bayern um Nachwuchs für seine Hochschulen geworben hatte. Während Nordrhein-Westfalen in den Studienjahren 2007 und 2008 jeweils um rund acht Prozent steigende Studienanfängerzahlen zu verzeichnen hatte, sank in Sachsen die Zahl der Erstsemester im vergangenen Studienjahr um zwei Prozent.
Durch die Fortschreibung des Hochschulpakts sollen zwischen 2011 und 2015 bundesweit 275 000 zusätzliche Studienplätze entstehen. Dafür wollen Bund und Länder insgesamt rund zehn Milliarden Euro bereitstellen. Allein Nordrhein-Westfalen erwartet in den kommenden Jahren 90.000 zusätzliche Studienanfänger, während im Osten Deutschlands aus demografischen Gründen deutlich weniger Abiturienten als bislang die Schulen verlassen. Finanzielle Hilfen für die neuen Bundesländer sollen verhindern, dass dort wegen des Bevölkerungsschwunds Studienplätze abgebaut werden.
Criteria of this press release:
interdisciplinary
regional
Studies and teaching
German

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