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Wissenschaft
Zwei Jahre, zwanzig Vorlesungen und rund 4.000 Teilnehmer seit der ersten Veranstaltung im Mai 2007 - so liest sich die eindrucksvolle Erfolgsbilanz der GenerationenHochschule an der Hochschule Harz. Und so fanden sich am Dienstag, den 5. Mai 2009, erneut viele Wissbegierige im Wernigeröder AudiMax ein, um eine weitere Vorlesung zu besuchen: "Wir waren im Jahr 2007 der Überzeugung, es müsse eine Veranstaltung geben, die ein bisschen so ist wie die im Vorjahr gestartete KinderHochschule - nur eben für eine andere Zielgruppe, eine andere Generation, die jedoch über ein ebenso großes Bedürfnis an Weiterbildung verfügt und sich die akademische Neugier bewahrt hat", erinnerte Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann an die Anfänge der überaus beliebten Vorlesungsreihe. Dank des Engagements des Seniorenrats der Stadt Wernigerode unter Leitung von Renate Schulze und der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Hochschule Harz unter Dezernatsleiter Andreas Schneider können nunmehr seit zwei Jahren Interessierte aller Jahrgänge jeden Monat ihren Horizont mit spannenden Themen aus Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft erweitern. Anlässlich des 2-jährigen Jubiläums würdigte Rektor Willingmann jene Teilnehmer, die bislang (fast) jede Veranstaltung besucht haben. Darunter die Seniorenratsvorsitzende selbst ebenso wie die Wernigeröderinnen Ruth Ackert, Monika Miehe, Ilse Querner und Reina Schmidt, sowie Dr. Günter Bär aus Halberstadt und überreichte als kleine Anerkennung die Festschrift "15 Jahre Hochschule Harz". "Damit möchten wir sie ermutigen, sich ihre Neugier wie auch ihr Interesse zu bewahren und zugleich die Hochschule Harz noch etwas besser kennenzulernen", gratulierte Willingmann den eigens Aufgerufenen. Sie und alle anderen Generationen-Studenten waren diesmal gekommen, um den Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Johnson zu hören. Nach Ankündigung von Rektor Willingmann hätte man "keinen größeren Experten gewinnen können" für das Thema "Wochenmärkte - Einkaufen von Mensch zu Mensch nicht nur für Ältere."
Als "ein Hobby aus alten Zeiten" bezeichnet Prof. Dr. Gerhard Johnson seine intensive Arbeit mit den Wochenmärkten. Er selbst sieht das Thema als eher "exotisch", dennoch steht es in direktem Bezug zum Alltag des einen oder anderen Generationen-Studenten. Der mobile Handel ist immerhin das zweitälteste Gewerbe und der Marktplatz nahm im Altertum eine zentrale Position im gesellschaftlichen Leben ein. Heute sieht es etwas anders aus. Gäbe es Wochenmärkte nicht mehr, würde dank Supermärkten und Discountern niemand verhungern, jedoch "machen die Märkte das Leben ein kleines bisschen schöner, ähnlich wie die GenerationenHochschule", so Johnson in einem treffenden Vergleich. Es sind vor allem ältere Menschen, die den "Wochenmarkt am Leben halten" und seine soziale Funktion noch zu schätzen wissen. Neben Qualität und Frische der Produkte ist die Atmosphäre das Besondere - ein Verkäufer, der gut beraten kann, aber auch das Gespräch mit Bekannten, die man vor Ort trifft. Leider haben es Standinhaber - "Einzelkämpfer" wie Prof. Dr. Johnson sie nennt - immer schwerer. Neben den langen Arbeitszeiten bei Wind und Wetter ist es nicht leicht, die eigene Existenz zu sichern. Oft stehen sie allein da ohne Infrastruktur im Hintergrund. Der Dozent weiß um die Notwendigkeit von Weiterbildungen, dem Wissen über Existenzgründung und Buchführung sowie Marketing-Strategien, die auch junge Menschen auf Märkte locken können. Um Wochenmärkten wieder zum Aufschwung zu verhelfen, wurde 1985 die Deutsche Marktgilde e.G. gegründet, in deren Vorstand Prof. Dr. Johnson mitwirkt. Die Gilde hilft bei Entwicklung und Aufbau, denn oft hat die jeweilige Stadt weder Zeit noch die entsprechende Erfahrung. Doch Wochenmärkte sollten auch im Interesse der Stadt nicht einfach aufgegeben werden - immerhin fungieren diese auch als Aushängeschild. Und ist es nicht angenehm, in Zeiten von Internet, Versandhandel und Supermärkten genüsslich über einen Markt zu schlendern, die vielen Eindrücke auf sich wirken zu lassen und mit dem diesem gewissen Lebensgefühl einkaufen zu gehen?
Die nächste GenerationenHochschule findet am Dienstag, den 9. Juni 2009, im AudiMax statt. Prof. Dr. Kristian Folta von der Universität Hildesheim referiert über "Die perfekte Illusion - Wie unser Gehirn lernt, die Wirklichkeit zu konstruieren". Dann wartet ein weiteres Highlight: Der 1000. Neuling der GenerationenHochschule wird begrüßt! Die Teilnahme erfordert zu jeder Veranstaltung eine Anmeldung. Diese ist online unter http://www.generationenhochschule.de möglich.
http://www.generationenhochschule.de
Zweijährige Jubiläumsveranstaltung der GenerationenHochschule mit Prof. Dr. Gerhard Johnson vom Fach ...
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German

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