idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Mit dem 1. Friedrichshafener Familienfrühling ist das "Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen | FIF" an der Zeppelin Universität (ZU) feierlich mit 350 Unternehmerinnen und Unternehmern sowie 100 Kindern eröffnet worden.
Das Thema der Veranstaltung: "Magie und Magnetismus". Warum sind Familienunternehmen eigentlich so nachhaltig - selbst in Krisen - und reden kaum darüber? Wie kommen Familienunternehmen in den Provinzen zu Talenten? Wie sehen die Folgen der Erbschaftssteuerreform aus? Welche Verantwortung haben Familienunternehmen für die Regionen, in denen sie arbeiten? Nur einige Fragen von vielen, die das neu gegründete Institut mit vier Professuren bearbeiten wird.
Ministerialdirektor Dr. Hans Freudenberg vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg - selbst sechsfacher Vater und Nachkomme der Freudenberg-Dynastie - beglückwünschte in seinem Grußwort die ZU zur Institutsgründung: "Wir benötigen Innovationen, um die derzeitige Krise zu überwinden und in Zukunft wieder wirtschaftliches Wachstum zu generieren. Eine entscheidende Rolle kommt dabei der mittelständischen Wirtschaft und insbesondere den Familienunternehmen zu. Ich begrüße es daher sehr, dass mit dem FIF eine wissenschaftliche Einrichtung geschaffen wurde, die sich speziell um die Belange der Familienunternehmen kümmert".
Bundeswirtschaftsminister Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg hatte bereits vorab eine Grußnote und Glückwünsche an die ZU gesandt und eine enge Zusammenarbeit mit dem Ministerium angeboten.
ZU-Präsident Prof. Dr. Stephan A. Jansen dankte in seiner Ansprache den Partner-Unternehmen, der IHK Bodensee-Oberschwaben, Schwaben und Ulm sowie der Stiftung Familienunternehmen, die zur Finanzierung des FIF beitragen und die Institutsrealisierung binnen eines Jahres ermöglichten: "Warum forschen eigentlich 3000 Professoren zu DAX 30-Unternehmen und nicht einmal 30 zu den 3,1 Millionen Familienunternehmen?", fragte Jansen in seiner Eröffnungsrede. So seien damit 93 Prozent der deutschen Unternehmen und 57 Prozent der Beschäftigten kaum in Lehre, Forschung und wissenschaftlichen Dienstleistungen vertreten. "Das wollen wir ändern - mit Ihnen!", so der Zuruf an die Familienunternehmen.
Der Familienfrühling machte seinem Namen alle Ehre: Mit Dutzenden von Großstofftieren der Margarete Steiff GmbH fand der von der Fischer Technik GmbH, der Grieshaber Logistik AG, Florian Langenscheidt, der Ravensburger Spiele AG, der VAUDE GmbH & Co KG und der Würth AG geförderte Auftakt der jährlichen Veranstaltungsreihe bei frühsommerlichen Temperaturen statt - ein Jazz-Brunch, zahlreiche Workshops, Vorträge, Diskussionen sowie ein Kinderprogramm mit Karussell, Hüpfburg und Zuckerwatte inklusive.
Beim FIF handelt es sich um das erste universitäre Forschungs- und Lehrinstitut für Familienunternehmen in Süddeutschland. Das Institut - unter dem Management von Dr. Katrin Stefan, bisher am Institut für Mittelstandsforschung tätig gewesen - wird mit zunächst vier Professuren den Fragen des Rechts, der Steuern, der Finanzierung, der Corporate Governance und der Nachfolge sowie der Verantwortung der Familienunternehmen nachgehen. Zwei der hochkarätig besetzten Professuren: Prof. Dr. Andreas Wiedemann, Partner der auf Familienunternehmen spezialisierten Sozietät Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz, lehrt seit 2006 an der ZU, insbesondere das Recht der Familienunternehmen. Prof. Dr. Hermut Kormann, bis 2008 Vorstandsvorsitzender des Familienunternehmens Voith AG, lehrt bereits seit dem letzten Semester im Schwerpunkt "Strategie und Governance von Familienunternehmen". Beide Professoren hielten während des Familienfrühlings ihre Antrittsvorlesungen. Zwei weitere Professuren werden nun in den kommenden Tagen ausgeschrieben.
Das FIF, eingebettet in das Grundverständnis einer interdisziplinären Lehre der ZU, bietet vielfältige Ansatzmöglichkeiten einer Spezialisierung auf Familienunternehmen in der Aus- und Weiterbildung für (zukünftige) Nachfolger und Fremdmanager. Studierende können dabei im Rahmen der akkreditierten Studienprogramme mit den internationalen Abschlüssen Bachelor und Master einen Schwerpunkt im Bereich Familienunternehmen wählen.
ZU-Präsident Prof. Dr. Stephan A. Jansen überreicht Dr. Hermut Kormann nach der Antrittsvorlesung di ...
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Organisational matters, Personnel announcements
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).