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Wissenschaft
Archäologen, Techniker und Naturwissenschaftler präsentieren am 17. Juni im Rahmen eines Aktionstages im Museum für Antike Schiffahrt des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Mainz Anwendung und Nutzen von Technik in der Archäologie. Eine Kooperationsveranstaltung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, der Fachhochschule Mainz und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Wissenschaftsjahr 2009.
Archäologische Forschung findet längst nicht mehr nur mit Hilfe von Schaufeln und Büchern statt. Naturwissenschaften und Technik stellen heute wichtige Partner bei den Ausgrabungen sowie den Untersuchungen von Funden dar. Dazu gehören chemische Analysen von Fundstücken und das exakte Vermessen von Objekten, Gebäuden, Plätzen, Höhlen u.a.
Während des Aktionstags am 17. Juni führen Archäologen, Naturwissenschaftler und Techniker stündlich die Möglichkeiten aktueller Untersuchungen in der Archäologie vor. Besucher können erleben
- wie die Schiffe im Museum für Antike Schiffahrt als dreidimensionaler Scan auf dem Bildschirm und Papier erscheinen.
- wie die berühmten Krieger der Terrakottaarmee des ersten chinesischen Kaisers aus Xi'an vermessen werden.
- wie grauer Stein beim Blick durch das Mikroskop Farben wie ein Kaleidoskop offenbart.
Wie hat man zur Zeit der Römer Glas gemacht?" oder "Was kann man an antiken Töpferwaren im Mikroskop studieren?" Das sind Fragen, auf die es mit Hilfe chemischer und optischer Methoden eine Antwort gibt.
Archäologische Objekte anders betrachtet - Scannen, Messen, Analytik.
In einem Abendvortrag um 19 Uhr stellen M.Eng. Guido Heinz/RGZM und Prof. Dr. Frank Boochs/FH Mainz aktuelle Forschungsprojekte vor, in denen 3D-Scans zum Entdecken und zur Interpretation archäologischer Funde wie z.B. 2000 Jahre alter Sutrentexte buddhistischer Mönche genutzt werden. Dr. Susanne Greiff/RGZM führt in neue Ergebnisse zur Werkstoffanalytik antiker Gläser ein und spricht von verwendeten Rohstoffen im Wandel der Zeit bis hin zu Techniken der Emailbemalung römischer Prunkgläser.
In vielen Perioden der Menschheitsgeschichte stellten das Wissen um Produktionsprozesse und der Zugang zu Rohstoffen den entscheidenden Schlüssel zur Blüte einer Kultur dar. Schriftliche Überlieferungen zu Herstellungstechniken und Handelsbeziehungen sind rar. Alten Werkstoffen kann man mit modernen Analysemethoden ihre Geheimnisse entlocken. Das "Kompetenzzentrum für Mineralogische Archäometrie und Konservierungsforschung", einem Forschungsteam von Wissenschaftlern des RGZM und des Instituts für Geowissenschaften der Universität Mainz, stellt seine aktuellen Forschungsarbeiten zum Thema "Antike Werkstoffe" vor. Den Einsatz von 3D-Scannern führen Wissenschaftler des "Kompetenzzentrums für Prospektion und Dokumentation", einem Forscherteam der FH Mainz und des RGZM vor. Poster zeigen den Einsatz von 3D-Scannern in der Erforschung beispielsweise von Höhlenabgängen und Grabkammern.
Die Veranstaltung ist offizieller Expeditionsstandort im Wissenschaftsjahr 2009. Alle jungen Expeditionsteilnehmer erhalten Expeditionspässe und -stempel in den Museen des RGZM.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat Mainz zu einem von bundesweit zehn thematischen "Treffpunkten der Wissenschaft" erklärt. Der Mainzer Schwerpunkt trägt den Namen "Zeit Reise" und widmet sich der deutschen Geschichte von der Vergangenheit bis in die Gegenwart.
Der Aktionstag ist Teil einer Woche voller Höhepunkte im Mainzer Programm des Wissenschaftsjahres 2009.
Presseinformationen:
Dr. Juliane Schwoch
Römisch-Germanisches Zentralmuseum
Tel.: 06131/9124-130
Fax: 06131/9124-199
Mail: schwoch@rgzm.de
http://www.rgzm.de
http://www.i3mainz.fh-mainz.de
Criteria of this press release:
Cultural sciences, Geosciences, History / archaeology, Information technology
transregional, national
Cooperation agreements, Miscellaneous scientific news/publications
German

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