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06/18/2009 09:16

Parlamentarier informieren sich über den Ausbau des Robert Koch-Instituts zu einem Public Health Institut

Susanne Glasmacher Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Robert Koch-Institut

    Eine Zunahme von Demenzerkrankungen, Depressionen und Krebs; mehr Antibiotikaresistenzen in Kliniken, ein wachsender Anteil an übergewichtigen Menschen mit einem höheren Risiko für Herzkreislauferkrankungen oder Diabetes, neuartige Erreger durch Globalisierung und Klimawandel - die Gesundheitsrisiken in Deutschland beginnen sich grundlegend zu verändern. Konzepte für Gesundheitsvorsorge und Krankheitsbekämpfung müssen daher angepasst, neue Risiken untersucht werden. Mit dem Projekt "RKI 2010" wird das Robert Koch-Institut schrittweise und nachhaltig gestärkt und zu einem Institut für die Gesundheit der Bevölkerung (Public Health) ausgebaut. Am 17.6.2009 hat das Institut Mitglieder des Deutschen Bundestags über die erfolgreich angelaufene Umsetzung von RKI 2010 informiert.

    "Mit dem Robert Koch-Institut besitzt Deutschland ein international anerkanntes Institut, das sich den neuen Herausforderungen stellen kann", betonte Klaus Theo Schröder, Staatssekretär des Bundesministeriums für Gesundheit bei der Begrüßung der Parlamentarier im historischen Hörsaal des Robert Koch-Instituts. Der Deutsche Bundestag hat im Bundeshaushalt 2008 insgesamt 49 neue Stellen für das RKI beschlossen, 2009 gab es 45 Stellen, bis 2011 sollen noch 53 Stellen folgen.

    Unter den Forschungsbereichen, die mit den neuen Mitteln verstärkt werden, ist auch die Influenza. Zum Beispiel untersuchten die Infektionsepidemiologen des Instituts, wie Übertragungswege und Infektiösität von neuen Influenzaviren rasch bestimmt werden können. "Die Methoden konnten bei den aktuellen Ausbrüchen der neuen Influenza direkt angewendet werden" unterstreicht Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts die Bedeutung von RKI 2010. Themen beim parlamentarischen Nachmittag waren auch die Antibiotikaresistenzen bei Krankenhausinfektionen, die Probleme einer älter werdenden Bevölkerung, die Übertragung von Erregern vom Tier auf den Menschen infolge des Klimawandels, das Gesundheitsmonitoring sowie das Krisenmanagement bei Infektionsgeschehen wie der neuen Grippe.

    Das Robert Koch-Institut ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Biomedizin. Kernaufgaben sind die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, insbesondere der Infektionskrankheiten, und die Analyse der Gesundheitssituation in Deutschland. Im Hinblick auf das Erkennen gesundheitlicher Gefährdungen und Risiken nimmt das Robert Koch-Institut eine zentrale "Antennenfunktion" im Sinne eines Frühwarnsystems wahr.

    Grundlage der Arbeit des Instituts ist die Forschung. Sie ist vorrangig maßnahmenorientiert, etwa die Weiterentwicklung der Diagnose von Krankheitserregern. Es gibt aber auch stärker an den Grundlagen orientierte Forschungsarbeiten, die als wichtige Impulsgeber dienen. Eine große Rolle spielen auch die Weiterentwicklung von Methoden und die Gestaltung wissenschaftlicher Standards, etwa die Aufgabe als Nationales Referenzzentrum beim Verdacht auf die neue Grippe A/H1N1. Das RKI, eines der ältesten seiner Art weltweit, hat rund 880 Mitarbeiter und neben dem historischen Standort in Berlin auch einen Arbeitsbereich in Wernigerode im Harz.

    Weitere Informationen, darunter auch die Broschüre "RKI 2010 - eine Zwischenbilanz", sind abrufbar unter www.rki.de > Das Institut > RKI-Ausbau.

    ________________________________________________________

    Herausgeber
    Robert Koch-Institut
    Nordufer 20
    D-13353 Berlin
    www.rki.de http://www.rki.de/

    Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit

    Pressestelle
    Susanne Glasmacher
    (Pressesprecherin)
    Günther Dettweiler
    (stellv. Pressesprecher)
    Claudia Paape
    Heidi Golisch

    Kontakt
    Tel.: 030-18754-2239,-2562 und -2286
    Fax: 030-18754 2265
    E-Mail: presse@rki.de


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    Criteria of this press release:
    Biology, Medicine
    transregional, national
    Science policy
    German


     

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