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Wiesbaden, Juni 2009 - Um die Qualität der Weiterbildung zu sichern und zu verbessern, haben die Bundesärztekammer (BÄK) und 16 Landesärztekammern (LÄK) das Projekt "Evaluation der Weiterbildung" ins Leben gerufen. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) begrüßt dieses Projekt und fordert alle ihre Mitglieder auf, sich rege daran zu beteiligen. Zu der am 15. Juni 2009 begonnenen Online-Befragung erwartet die BÄK im Herbst erste Ergebnisse. Die komplette Auswertung soll bis Anfang 2010 vorliegen. Ein Beschluss des 112. Deutschen Ärztetages stützt das Vorhaben.
Dass junge Ärzte aus der Patientenversorgung aussteigen, in andere Berufsfelder wechseln oder ins Ausland abwandern, gilt allgemein auch als Folge der ungünstigen Situation der Weiterbildung in Deutschland. Verlässliche Belege gibt es dafür bislang jedoch nicht. Mit einem überregionalen Projekt will die BÄK jetzt gemeinsam mit den Landesärztekammern Fakten schaffen: Mittels Online-Befragung gibt sie Weiterbildungsbefugten und -assistenten die Möglichkeit, sich zu speziellen Aspekten der Weiterbildung zu äußern.
Dazu gehören etwa die Vermittlung von Fachkompetenzen, Lernkultur, Führungskultur, Kultur der Fehlervermeidung, Entscheidungskultur, Betriebskultur, oder die Anwendung evidenzbasierter Medizin. Darüber hinaus stellt die BÄK Fragen zu allgemeinen Rahmenbedingungen, wie etwa Arbeitszeiten, zu Fort- und Weiterbildungsbudgets und zur Arbeitssituation. Die DGIM hat sich stets für eine qualifizierte und strukturierte Weiterbildung in der Inneren Medizin eingesetzt. Sie legt deshalb insbesondere ihren assoziierten Weiterbildern und Assistenten nahe, an der Befragung teilzunehmen.
Die Ergebnisse der Umfrage sollen die aktuelle Situation in jeder einzelnen klinischen Abteilung und in jeder weiterbildenden Arztpraxis in Deutschland abbilden. Die Auswertungen gehen den Weiterbildungsbefugten der jeweiligen Einheit zu. Auch Vergleichswerte auf Bundes- und Länderebene werden fachbezogen veröffentlicht. Ziel der Bewertung ist es, Weiterbildungsstätten transparent und umfassend darzustellen, sie vergleichbar zu machen und vor allem: den ärztlichen Nachwuchs zu motivieren, in Deutschland und bei der Medizin zu bleiben. Die BÄK plant, die Befragung nach zwei Jahren zu wiederholen. Auf diese Weise entstünde ein Instrument für eine langfristige Bewertung.
Mitte Juni dieses Jahres haben die LÄKn die Weiterbildungsbefugten mit der Bitte um Teilnahme angeschrieben. Bis zum 5. Juli haben sie nun Zeit zu antworten und der LÄK die Zahl ihrer Weiterbildungsassistenten mitzuteilen. Im Gegenzug bekommen sie die entsprechende Anzahl von Zugangs-Codes zugestellt. Die Assistenten haben anschließend bis zum 26. Juli 2009 die Möglichkeit, anhand dieser passwortgeschützten Zugänge die anonymisierte Online-Befragung zu bearbeiten. Die wissenschaftliche Auswertung der Daten übernimmt die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETHZ).
Umfassende Informationen finden Interessierte auch auf der Homepage der Bundesärztekammer unter: http://www.bundesaerztekammer.de und für Teilnehmer unter http://www.evaluation-weiterbildung.de.
Kontakt für Journalisten:
DGIM Pressestelle
Anna Julia Voormann
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel: 0711 8931-552
Fax: 0711 8931-167
E-Mail: voormann@medizinkommunikation.org
http://www.dgim.de
Criteria of this press release:
Medicine
transregional, national
Advanced scientific education, Science policy
German

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