idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
06/30/2009 13:04

Tiefer blicken ins Weltall: RUBIN erscheint mit Schwerpunkt Astronomie

Dr. Josef König Pressestelle
Ruhr-Universität Bochum

    Mit Teleskopen der Superlative rüstet sich die internationale Astronomen-Gemeinschaft für immer tiefere Blicke ins Weltall. Die Bochumer Forscher sind dabei. Doch nicht immer müssen sie an den mehrfach überbuchten internationalen Sternwarten mit ihren Kollegen "Schlange stehen" - für Langzeitprojekte nutzen sie ein eigenes Observatorium in der chilenischen Atacamawüste. Darüber berichtet das Wissenschaftsmagazin RUBIN, das soeben erschienen ist.

    Bochum, 30.06.2009
    Nr. 204

    Tiefer blicken ins Weltall
    Sternenromantik via Internet
    RUBIN erscheint mit Schwerpunkt Astronomie

    Immer tiefer ins Weltall blicken Astronomen mit Teleskopen der Superlative und erforschen extrem leuchtschwache Objekte in riesigen Entfernungen. An einigen dieser Projekte der internationalen Astronomen-Gemeinschaft sind Bochumer Forscher um Prof. Dr. Ralf-Jürgen Dettmar beteiligt: wie am weltweit größten Multi-Objekt Spektrograph LUCIFER für das Large Binocular Teleskope (LBT) oder an der völlig neuartigen Technik des Low Frequency Array (LOFAR). Während Beobachtungszeit an den großen internationalen Sternwarten ein knappes Gut bleibt, kann sich der Astrophysiker Prof. Rolf Chini mit seinem Team die notwendige Zeit für spezielle Langzeitprojekte nehmen - im eigenen Observatorium in der chilenischen Atacamawüste.

    RUBIN mit Bildern im Netz

    Die vollständigen Beiträge mit Bildern zum Herunterladen finden Sie unter: http://www.rub.de/rubin

    Neue Teleskop-Technologie: gepuzzelte Himmelsbilder

    LUCIFER soll schon bald das Licht von Galaxien in der Frühphase ihres Bildungsprozesses analysieren. Weil die Strahlung der Sterne gerade in diesem Wellenlängenbereich des Spektrums durch die noch rätselhafte kosmische Expansion verschoben ist, hoffen die Astronomen ihr damit auf die Spur zu kommen. Keine immer größeren Spiegel sondern hunderte von kleinen Dipolantennen bilden ein völlig neues Teleskop-Prinzip. Auf etwa zwei Dutzend Fußballfeld-großen Arealen verteilt bilden sie eine LOFAR-Station. Das digitalisierte Signal von einzelnen Stationen wird über Glasfaserleitungen mit einem Supercomputer an der Universität Groningen verbunden. Er errechnet das Radiobild des Himmels aus den Messungen aller Stationen. Astronomen der Ruhr-Universität sind derzeit am Aufbau einer weiteren LOFAR-Station beim Forschungszentrum Jülich beteiligt.

    Viel Zeit für Schwere Sterne und Schwarze Löcher

    Ob die schwersten Sterne wirklich Zwillinge oder Drillinge sind, warum es auf einigen ganz jungen Sternen zu extrem starken Ausbrüchen kommt oder wie groß die Schwarzen Löcher im Zentrum von Galaxien sind, erforschen Bochumer Astronomen via Internet zur Beobachtungsstation in Chile. Groß ist ihr Interesse auch an den Neutronensternen, den sog. Pulsaren. Wiegt doch ein "Stück Pulsar" von der Größe eines Würfelzuckers - bei einer Dichte von 10 hoch 14 g/cm - soviel wie die gesamte Menschheit. Die meisten ihrer aktuellen Projekte erfordern viel Beobachtungszeit. Dass die an den großen mehrfach überbuchten internationalen Sternwarten kostbar ist, stört die Forscher um Prof. Rolf Chini nicht. Sie können sich die nötige Zeit nehmen im eigenen Observatorium in der chilenischen Atacamawüste. Dort trifft in diesen Tagen das fünfte Teleskop für spezielle Infrarotaufnahmen ein.

    Themen in RUBIN 1/2009

    Beide Beiträge lesen Sie in RUBIN, dazu weitere Themen: Schwerpunkt Astronomie (Die Sonne im Container, Geschützte Welt), Ingenieurwissenschaften (Forschungsstation Neumayer III - Sturmwinter in der Antarktis); Facetten: Transnationale Migrantenorganisationen - Die Stärke schwacher Bindungen, Wasser und Proteine - Wer führt im Terahertz-Tanz, Essstörungen - Der eigene Körper im Zerrspiegel, Lärmmindernder Asphalt - Winzige Schluchten schlucken den Schall, Verständlich schreiben - Keine Ausreden für angestaubtes Amtsdeutsch, Forscher üben den Umgang mit den Medien - Science goes Public. RUBIN ist erhältlich in der Pressestelle der Ruhr-Universität, UV 3/368, Tel.: 0234/32-22830

    Weitere Informationen

    Prof. Dr. Ralf-Jürgen Dettmar, Lehrstuhl für Astronomie, Fakultät für Physik und Astronomie, Tel. 0234/32-23454, E-Mail: dettmar@astro.rub.de
    Prof. Dr. Rolf Chini, Lehrstuhl für Astrophysik, Fakultät für Physik und Astronomie, Tel. 0234/32-25802, E-Mail: chini@astro.rub.de

    Redaktion: Dr. Barbara Kruse


    Images

    Criteria of this press release:
    Physics / astronomy
    transregional, national
    Research projects, Scientific Publications
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).