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Wissenschaft
Das Robert Koch-Institut (RKI), Berlin, dem eine wichtige Funktion im gesundheitlichen Schutz der Bevölkerung zukommt, wurde zuletzt im Jahre 2005 durch den Wissenschaftsrat evaluiert. In einer jetzt in Berlin verabschiedeten Stellungnahme zur Umsetzung dieser Empfehlungen bestätigt der Wissenschaftsrat die große gesamtgesellschaftliche Bedeutung und Expertise des RKI auf dem hochrelevanten Feld der Prävention und Kontrolle von Infektionskrankheiten. Er nimmt zur Kenntnis, dass das RKI nach dem Willen der Bundesregierung zu einem nationalen Public Health Institut ausgebaut werden soll und dass die damit verbundene Umstrukturierung auf der Basis eines von nationalen und internationalen Expertinnen und Experten entwickelten Konzeptes bereits begonnen hat. Zu bedenken gibt er in diesem Kontext, dass Arbeitsweise und Ausstattung des Instituts dem erweiterten Aufgabenspektrum angemessen sein müssen. Der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider, weist deshalb darauf hin: "Ob das Konzept, das derzeit umgesetzt wird, auch tragfähig und sinnvoll ist, können wir zum jetzigen Zeitpunkt aus der Ferne nicht beurteilen." Daher wird empfohlen, das RKI in drei bis vier Jahren einer erneuten Überprüfung seiner Leistungsfähigkeit zu unterziehen.
Hinweis: Die "Stellungnahme zur Umsetzung der Empfehlungen aus der zurückliegenden Evaluation des Robert Koch-Instituts (RKI)" (Drs. 9274-09) wird im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie kann aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.
http://www.wissenschaftsrat.de
Criteria of this press release:
interdisciplinary
transregional, national
Science policy
German

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