idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
07/24/2009 11:30

Neue Forschungsstelle für Nahrungsmittelqualität (ForN) der Universität Bayreuth am Standort Kulmbach

Christian Wißler Forschungsmarketing
Universität Bayreuth

    Die Universität Bayreuth errichtet am Standort Kulmbach eine Forschungsstelle für Nahrungsmittelqualität (ForN). Gemeinsam mit dem Max Rubner-Institut (MRI, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel) will sie den Wissenstransfer zwischen Grundlagenforschung, angewandter Forschung und industrieller sowie handwerklicher Praxis weiter vorantreiben. ForN wird darauf hinarbeiten, dass Unternehmen einen verbesserten Zugang zu Ergebnissen der Grundlagenforschung, zu hoch entwickelten Methoden und Messtechniken sowie zu exzellent ausgebildetem Personal erhalten. ForN wird von 2009 bis 2015 aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

    Bayreuth (UBT). Aufgrund eines von der Universität Bayreuth vorgelegten Projektantrags entsteht am Standort Kulmbach die neue "Forschungsstelle für Nahrungsmittelqualität (ForN)". Die Forschungsstelle wird von 2009 bis 2015 eine Förderung in Höhe von 942.000 € aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)erhalten. Die Regierung von Oberfranken hat jetzt die Förderung aufgrund einer Ermächtigung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst bewilligt. Heute überreichte Herr Regierungspräsident Wilhelm Wenning in seinen Empfangsräumen den Zuwendungsbescheid an die Universität Bayreuth, die mit ihrem Präsidenten Professor Dr. Rüdiger Bormann und ihrem Vizepräsidenten Professor Dr. Ortwin Meyer und weiteren Repräsentanten vertreten war. Für die mitfördernde Industrie war Herr Hans Albert Ruckdeschel (Fa. IREKS, Kulmbach) zugegen und als maßgeblicher politischer Unterstützer Herr Oberbürgermeister Henry Schramm (Kulmbach). Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 1.884 Mio €. Die Universität Bayreuth bringt dabei einen Eigenanteil von 498.000 € ein. Sie beabsichtigt, die Forschungsstelle über 2015 hinaus weiterzuführen. Unternehmen der Lebensmittelbranche aus der nordostbayerischen Region leisten einen Beitrag von weiteren 444.000 €. Die Ansiedlung der Forschungsstelle stärkt die Lebensmittelforschung an der Universität Bayreuth ganz erheblich und stellt eine deutliche Aufwertung und Stärkung des Lebensmittelstandortes Kulmbach dar.

    Die Region Bayreuth-Kulmbach zeichnet sich durch eine breite Vielfalt von Kompetenzen in der Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln aus: Sowohl Wissenschaftsinstitutionen als auch kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (KMU?s) verfügen auf diesem Gebiet über hervorragende innovative Forschungs- und Entwicklungskapazitäten. Die neue Forschungsstelle verfolgt das strategische Ziel, diese Potenziale weiter zu stärken, um die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sowie Wachstum und Beschäftigung nachhaltig zu fördern. Ein wichtiger Partner in diesem Bündnis ist das Max Rubner-Institut (MRI, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel mit allen Instituten in Deutschland), das mit der Universität Bayreuth über einen Kooperationsvertrag verbunden ist. Gemeinsam wollen sie den Wissenstransfer zwischen Grundlagenforschung, angewandter Forschung und industrieller sowie handwerklicher Praxis weiter vorantreiben. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird ForN darauf hinarbeiten, dass die gewerbliche Wirtschaft einen verbesserten Zugang zu Ergebnissen der Grundlagenforschung, zu hoch entwickelten Methoden und Messtechniken sowie zu exzellent ausgebildetem Personal erhält.

    ForN wird anwendungsorientierte Forschungen im vorwettbewerblichen Raum betreiben, kooperative Projekte mit Unternehmen durchführen sowie Fort- und Weiterbildungsangebote entwickeln. Die Universität Bayreuth kann dabei auf langjährige Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit klein- und mittelständischen Firmen - also auch mit Betrieben, in denen weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigt sind - zurückgreifen. Im Rahmen einer Kooperation ist beispielsweise
    ein "Eigenkontrollkonzept für handwerkliche Fleischereibetriebe" als Grundpfeiler für deren Lebensmittelsicherheit entwickelt worden. Das Konzept ist in rund 60 Betrieben in Oberfranken umgesetzt, erprobt und geprüft worden. Entsprechend den Zielvereinbarungen, die die Universität Bayreuth mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst abgeschlossen hat, wird nun durch ForN der Kontakt der universitären Forschungskompetenzen zur gewerblichen Wirtschaft weiter ausgebaut. Grundlage für ForN ist eine von Professor Dr. Ortwin Meyer (Lehrstuhl für Mikrobiologie) geleitete Gruppe, die mit großem Erfolg im Rahmen der "High-Tech-Offensive Zukunft Bayern" im Projekt "Informations- und Transferzentrum Lebensmittelsicherheit / -technologie (ITL)" über besondere Aspekte der Lebensmittelsicherheit in kleinen und mittleren Betrieben arbeitet und soeben den Abschlussbericht vorgelegt hat. Des Weiteren sind auch Professor Dr. Paul Rösch (Lehrstuhl Struktur und Chemie der Biopolymere) und Professor Dr. Stefan Leible (Lehrstuhl für Zivilrecht IV und Direktor der Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht) in der Lebensmittelforschung an der Universität aktiv. Die Planungen und Anträge für ForN wurden von Herrn Dr. Heinz-Walter Ludwigs (Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer) koordiniert.

    Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), einem Strukturfonds der Europäischen Union, werden - entsprechend den Vorgaben der EU - Maßnahmen gefördert, die dazu beitragen, regionale Unterschiede in der ökonomischen Entwicklung auszugleichen und dadurch den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt zu stärken. Einerseits sollen dabei die Regionalwirtschaften entwickelt und strukturell angepasst werden. Andererseits soll die grenzübergreifende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit gefördert werden, um zu einer nachhaltigen räumlichen Entwicklung beizutragen.

    Ansprechpartner
    für weitere Informationen:

    Vizepräsident Prof. Dr. Ortwin Meyer
    Telefon 0921/55-2729
    E-Mail: ortwin.meyer@uni-bayreuth.de


    Images

    Nach der Überreichung des Zuwendungsbescheids in den Empfangsräumen der Regierung von Oberfranken: Hans Albert Ruckdeschel, Geschäftsführer der IREKS GmbH, Kulmbach; Regierungspräsident Wilhelm Wenning; Oberbürgermeister Henry Schramm, Kulmbach; Professor Dr. Rüdiger Bormann, Präsident der Universität Bayreuth; Professor Dr. Ortwin Meyer, Vizepräsident der Universität Bayreuth (von li.).
    Nach der Überreichung des Zuwendungsbescheids in den Empfangsräumen der Regierung von Oberfranken: H ...


    Criteria of this press release:
    Biology, Nutrition / healthcare / nursing
    regional
    Cooperation agreements, Transfer of Science or Research
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).