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08/31/2009 12:24

Die AiF präsentiert ihren Jahresbericht: Der Staat setzt auf den Mittelstand.

Alexandra Dick Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
AiF

    "Der Jahresbericht 2008 der AiF zeigt auf, wie Unternehmen, Wissenschaft und Staat gemeinsam daran arbeiten, die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands insbesondere in schwierigen Zeiten durch Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu sichern und zu steigern. Forschung braucht einen langen Atem und ein Umfeld, das Kontinuität sichert, und genau das bieten die Forschungsvereinigungen unter dem Dach der AiF den Unternehmen." Mit diesen Worten fasst AiF-Präsident Dr. Thomas Gräbener die druckfrische Publikation zusammen.

    Im Berichtsjahr sind die Fördermittel für Forschung und Entwicklung (FuE) zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in den von der AiF betreuten Programmen - den Trend der Vorjahre fortsetzend - weiter angestiegen. So wurden über die AiF insgesamt 351,6 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln für diese Zwecke eingesetzt. Das entspricht einem Zuwachs von rund zwölf Prozent, mit dem der Staat ein beträchtliches Potenzial auf Unternehmensseite aktiviert - ganz nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe". Insgesamt konnten damit 4.300 neue Forschungsprojekte an den Start gehen.

    Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF)
    Diese gemeinsame Initiative der mittelständischen Industrie und der Politik, vor 55 Jahren entstanden und inzwischen von etwa 50.000 meist kleinen und mittleren Unternehmen getragen, ist das Herzstück des AiF-Innovationsnetzwerkes. Im Berichtsjahr stellte das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) dafür ein Fördervolumen von 123,1 Millionen Euro zur Verfügung und ermöglichte so die Rekordzahl von 539 neuen Projekten. Durch ihre Kontinuität und den vorwettbewerblichen Charakter ist die IGF insbesondere dafür geeignet, die Entwicklung ganzer Branchen und Technologiefelder voranzutreiben. Der Motor dieser Gemeinschaftsforschung sind gemeinnützige branchenorientierte Verbände. Für viele kleine und mittlere Betriebe ist die Mitgliedschaft in einer solchen Forschungsvereinigung die einzige Möglichkeit, am Forschungsgeschehen teilzuhaben. Von insgesamt 101 AiF-Forschungsvereinigungen stellt der aktuelle Jahresbericht drei Beispiele aus den Bereichen Pflanzenzüchtung, Druck sowie Maschinenbau vor und zeigt, wie sie arbeiten und welchen Nutzen Unternehmen aus einer Mitgliedschaft ziehen können.

    Ein Netzwerk für die interdisziplinäre Zusammenarbeit
    Längst findet die Forschung im Innovationsnetzwerk der AiF nicht nur innerhalb der einzelnen Branchen statt, sondern auch branchenübergreifend wie zum Beispiel bei Brennstoffzellen oder Klebtechnik. Die AiF unterstützt und begünstigt solche zukunftsorientierten Vernetzungen durch langjährige Partnerschaften und permanente Dialogplattformen.

    ZIM: Stattliche Forschungsgelder vom Staat
    Am 1. Juli 2008 fiel der Startschuss für das neue Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des BMWi. Das Ministerium vereinigt damit mehrere Programme zur FuE-Förderung im Mittelstand, um ein transparenteres Förderangebot zu schaffen. Das Fördermodul ZIM-KOOP, das gemeinsame Forschung mehrerer Unternehmen oder von Unternehmen und Forschungsstellen unterstützt und an das Vorläuferprogramm PRO INNO II anknüpft, wurde der AiF als Projektträger anvertraut. Der hocherfolgreiche Start brachte 235 Anträge im ersten Monat und bis Ende des Berichtsjahres gingen 1.700 Anträge bei der AiF ein. Insgesamt standen im Berichtsjahr 192,5 Millionen Euro Fördermittel für PRO INNO II und ZIM-KOOP zur Verfügung und 2.597 Anträge konnten neu bewilligt werden.

    Fachhochschulen und Mittelstand
    Die Forschung an Fachhochschulen förderte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über die AiF als Projektträger im Jahr 2008 mit 28,8 Millionen Euro. Zu den bereits bestehenden Förderlinien "Forschung an Fachhochschulen mit Unternehmen", "Ingenieur-Nachwuchs" und "Profilierung im Bereich neue Technologien" kam eine weitere "SILQUA" hinzu, in deren Mittelpunkt soziale Innovationen für mehr Lebensqualität im Alter stehen. Die Ausrichtung der Fachhochschulen auf anwendungsorientierte Forschung und Lehre kommt den Bedürfnissen mittelständischer Unternehmen entgegen. Von einer Stärkung ihrer Forschungsaktivitäten profitieren KMU deshalb besonders.

    Nachwuchsförderung aus AiF-eigenen Mitteln
    Als gemeinnützige Organisation an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sieht sich die AiF in der Pflicht, einen Beitrag zur Förderung des Fachkräftenachwuchses für Wirtschaft und Wissenschaft zu leisten. Erstmals vergab sie daher im Jahr 2008 aus eigenen Mitteln vier Studienstipendien. Gefördert werden Studenten aus naturwissenschaftlichen, technischen oder wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen, die besondere Leistungen erwarten lassen.

    Unschätzbares Ehrenamt
    Die ehrenamtliche Arbeit in den Gremien der AiF ist kaum in Zahlen zu bemessen. So wurden im Berichtszeitraum beispielsweise 180 Gutachter gewählt, die innerhalb der nächsten drei Jahre unentgeltlich Forschungsprojekte beurteilen und bei positiver Bewertung zur Förderung vorschlagen. Sowohl Wissenschaftler als auch Entwickler aus der Wirtschaft investieren dafür ihre Zeit und ihr Wissen. Insgesamt sind in der AiF und ihren Forschungsvereinigungen mehrere Tausend ehrenamtliche Vertreter tätig.

    Nicht nur ein Zahlenwerk
    Der Jahresbericht der AiF informiert nicht nur über die von ihr betreuten Förderprogramme, sondern präsentiert auch preisgekrönte Projekte aus ihrem Netzwerk und beleuchtet forschungspolitische Themen. Er kann kostenlos über den Menüpunkt "Publikationen" der AiF-Homepage unter http://www.aif.de heruntergeladen oder bestellt werden.

    Die AiF fördert Forschung und Entwicklung zugunsten mittelständischer Unternehmen. Als Träger der industriellen Gemeinschaftsforschung und weiterer Förderprogramme der öffentlichen Hand bietet sie praxisnahe Innovationsberatung.

    Presse:
    Alexandra Dick, Tel.: 0221 37680-15, E-Mail: oea@aif.de


    More information:

    http://www.aif.de


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    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    transregional, national
    Research projects, Transfer of Science or Research
    German


     

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