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09/25/2009 15:15

Die Zukunft des Automobils

Marie de Chalup Wissenschaftliche Abteilung
Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

    Derzeit fahren noch mehr als 80 Prozent des gesamten Automobilparks mit Benzin: eine Tatsache, die voraussichtlich noch ein paar Jahrzehnte Bestand haben könnte. Die Einsparpotentiale werden auf 30 bis 40 Prozent geschätzt. Sie beruhen auf einer Verbesserung der Effizienz verschiedener Komponenten, wie z. B. Getriebe, Räder, Gewicht oder Motor.

    Das französische Verkehrsforschungs- und Innovationsprogramm Predit, das 2008 sein 4. Ausgabe startete, widmet einen großen Teil seines Budgets der Optimierung von konventionellen Motoren. Dazu zählen unter anderem Hybridantriebe, deren Entwicklung sogar noch schneller vorangetrieben werden soll, als die der reinen Elektroantriebe. Die Forschungsarbeiten zielen ferner auf die Leistungselektronik, Batterien und Energiespeicher ab.
    Das Projekt Flower, das aus Mitteln des Predit 3 finanziert wurde, strebt beispielsweise einen sparsameren Antrieb durch einen variablen Verdichtungsgrad an. Den Verdichtungsgrad an die Betriebsbedingungen des Motors anzupassen, ermöglicht es, den Wirkungsgrad zu erhöhen und den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß zu verringern. Seit Beginn des Automobilzeitalters blieb der Verdichtungsgrad immer konstant. "Heute sind wir auf der Suche nach mehr Variabilität", erklärt Rabhi Vianney, Leiter für Entwicklung und Strategie und Erfinder der MCE-5-Technologie. Mit Hilfe dieser Technologie könnte, je nach Motorleistung, eine Energieeinsparung von bis zu 45 Prozent erreicht werden. Sie wird hauptsächlich bei Benzinmotoren Anwendung finden, bei denen die Verluste viel größer sind als bei Dieselmotoren. Das Verhältnis von Verbrauch/Gewinn ist sehr hoch. Das Projekt Flower geht jetzt in seine Pilotphase. Eine Massenanwendung ist für 2016/2017 geplant.

    Das Projekt Fun2 betrifft Diesel-LKW-Antriebe. Es zielt auf eine Verbesserung der Antriebe mit großer Umweltverträglichkeit ab. Die elektro-hydraulische Verbrennung, die im Rahmen dieses Projekts analysiert wurde, könnte einen Verbrauchsgewinn von 1,5 Prozent im Vergleich zu einem klassischen Antrieb ermöglichen, was für einen 40 Tonnen-LKW einer Ersparnis von 450 Liter Kraftstoff pro Jahr entspricht. Der Energiekonsum entspricht 25 Prozent der Betriebskosten eines LKWs. Benoit Lombard, der die Arbeitsgruppe Verbrennung und Simulation bei Renault Trucks leitet, erklärt: "bis 2015 werden alle Fernverkehrsfahrzeuge teilweise die duothermische Verbrennung nutzen".

    Das Projekt SGEmac untersucht die den Antrieb hemmenden periodischen Schwankungen, um diese besser umgehen zu können. Durch eine großmaßstäbliche Simulation soll ein virtueller 3D-Antrieb entstehen, mit deren Hilfe die Effizienz geplanter Veränderungen zur Leistungssteigerung von Fremdzündungsmotoren getestet werden könnte, ohne auf aufwendige mechanische Tests oder Prüfstände zurückgreifen zu müssen. Die neuen Benzintechnologien (Direkteinspritzung, Downsizing, usw.) könnten auf diese Weise virtuell getestet werden, was mit den aktuellen Simulationsmethoden derzeit noch nicht realisierbar ist.

    Quelle: 4e édition du Predit : préparer la voiture de demain - 10.09.2009

    Redakteurin: Nadia Heshmati, nadia.heshmati@diplomatie.gouv.fr

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    Criteria of this press release:
    Energy, Environment / ecology, Traffic / transport
    transregional, national
    Transfer of Science or Research
    German


     

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