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09/28/2009 16:41

Auf dem Weg zur "intelligenten" Materie? FU Berlin und KHM erforschen technologische Paradigmenwechsel

Dr. Juliane Kuhn Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Kunsthochschule für Medien Köln

    In der Alltags-Technologie von morgen verschwimmen die Grenzen zwischen Materie und lebendigem Organismus. Unter dem Titel "Verkörperte Informationen: 'lebendige` Algorithmen und zelluläre 'Maschinen`" untersuchen Wissenschaftler vom Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin gemeinsam mit Forschern der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) diesen technologischen Paradigmenwechsel. Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

    Mikrochips steuern Muskeln, Autos informieren selbständig die Werkstatt, wenn ein Fehler auftritt, und in den Körper eingesetzte Biomoleküle geben als "implantierter Hausarzt" bei Bedarf Medikamente ab: In der Alltags-Technologie von morgen verschwimmen die Grenzen zwischen Materie und lebendigem Organismus. Unter dem Titel "Verkörperte Informationen: 'lebendige` Algorithmen und zelluläre 'Maschinen`" untersuchen Wissenschaftler vom Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin gemeinsam mit Forschern der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) diesen technologischen Paradigmenwechsel. Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

    Die Forschungsarbeiten hinterfragen das seit 2002 propagierte Paradigma der 'Converging Technologies', das die Verschränkung der Nanotechnologie, der Biotechnologie, der Informationstechnologie und der Neurotechnologie zum Thema hat. Die Frage ist, ob die jeweiligen Grundelemente - Atom, Gen, Bit und Nervenzelle - miteinander kompatibel sind und so die Chance bieten, neue technische Möglichkeiten zu erschließen. Die Natur- und Ingenieurwissenschaftler haben Anwendungen wie Bioprozessoren in Nanometer-Größe, intelligente Materialien oder sich selbst organisierende Sensornetze vor Augen.

    "Auf ganz neue Weise inkorporiert Materie Informationen und bildet dadurch - praktisch unabhängig von äußerer Kontrolle - eigene Verhaltensstrukturen aus", beschreiben die Projektleiter Dr. Gabriele Gramelsberger von der Freien Universität Berlin und Prof. Dr. Peter Bexte von der Kunsthochschule für Medien Köln das Phänomen. "Wir wollen untersuchen, wie sich Technologien verändern, damit das möglich ist, und was diese neuen Entwicklungen für die Menschen bedeuten."

    Das Projekt ist Teil des BMBF-Programms "Übersetzungsfunktion der Geisteswissenschaft" und soll Möglichkeiten ausloten, wie die Geisteswissenschaften als Seismograph neuer Entwicklungen dienen können.


    More information:

    http://Weitere Informationen: Dr. Gabriele Gramelsberger, Institut für Philosophie der Freien Universität Berlin, Tel.: (030) 83854509,E-Mail: gab@zedat.fu-berlin.de; Prof. Dr. Peter Bexte, Kunsthochschule für Medien Köln, Peter-Welter-Platz 2, 50676 Köln, Tel.: (0221) 20189-355, E-Mail: pbexte@khm.de
    http://www.fu-berlin.de/embodiedinformation


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    Criteria of this press release:
    interdisciplinary
    transregional, national
    Cooperation agreements, Research projects
    German


     

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