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10/06/2009 09:10

Run auf Medizinstudienplätze in Greifswald ungebrochen

Constanze Steinke Pressearbeit
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

    Der Ansturm auf Studienplätze in der Human- und Zahnmedizin in Greifswald ist ungebrochen. "2.600 Bewerber für ein Medizinstudium haben sich in der ersten Wahl, in der Ortspräferenz 1, für einen der insgesamt 179 Studienplätze in der Universitäts- und Hansestadt entschieden", informierte Studiendekan Prof. Claus-Dieter Heidecke zum Semesterbeginn. Im vergangenen Jahr waren es 2.420. Dieses Jahr konnten auch die Zahmmediziner ihre Wunschuniversität erstmals nur mit der Ortspräferenz 1 wählen. Auf 45 Studienplätze in Greifswald bewarben sich 359 Abiturienten.

    Aufwand, der sich lohnt

    Die Medizinische Fakultät hat in einem mehrstufigen Verfahren 60 % der Studienplätze, also 113 der 179 Medizinplätze und 30 der 45 Zahnmedizinplätze, in Eigenregie vergeben. Seit vier Jahren werden an der Medizinischen Fakultät potenzielle Kandidaten nach Greifswald eingeladen und Auswahlgespräche geführt. In diesem Jahr entfielen schon 80 % der von der Hochschule zu vergebenen Studienplätze auf persönliche Auswahlgespräche; 20 % über Bewertungsbögen. Letztes Jahr betrug die Auswahlquote über Einladungen 50 %.

    Sieben Kommissionen mit jeweils zwei Professoren haben mehr als 300 Bewerber aus ganz Deutschland in den Nordosten gebeten. Eine Woche lang wurden die künftigen Studenten für Human- und Zahnmedizin in Einzelgesprächen zu ihrer Motivation und persönlichen Vorstellungen befragt. Dabei spielten neben Kenntnissen zum Greifswalder Ausbildungsmodell die persönliche Belastbarkeit und soziale Kompetenzen eine große Rolle. "Der Aufwand ist enorm, aber er lohnt sich", betonte der Studiendekan. "Nach vier Jahren Auswahlverfahren nach dem Greifswalder Modell spüren wir deutlich einen Qualitätssprung in der Studentenschaft. Es hat sich in der Republik herumgesprochen, dass wir nur die engagiertesten Bewerber aufnehmen wollen. Dementsprechend gut sind die meisten eingeladenen Kandidaten auf das Gespräch vorbereitet gewesen." 40 % der Studienplätze werden nach wie vor durch die zentrale Vergabestelle ZVS in Dortmund (zvs.de) vermittelt.

    Heidecke verwies darauf, dass die Qualitätsverbesserung in der Lehre ein ständiger Prozess ist. "Im intensiven Dialog mit den Studierenden entwickeln wir die Ausbildung in Greifswald permanent weiter. Dazu gehörte unter anderem auch die Einführung der Medizinprüfung auf Laptop im letzten Semester."
    Nach der Charité Berlin ist Greifswald wie im Vorjahr der begehrteste Medizinstudienplatz. In der Zahnmedizin wurde nur noch Tübingen, Hamburg und die Charité häufiger als Greifswald als Ortswahl Nr. 1 gewählt. "Aufgrund des sehr guten Annahmeverhaltens sind erneut alle Studienplätze besetzt. Es finden seit drei Jahren keine Nachrück- oder Losverfahren für sonst übliche Absagen von Mehrfachbewerbern mehr statt", so Heidecke.

    Institut für Rechtsmedizin beliebtestes Klinikfach

    Zum Abschluss des Sommersemesters wählte auch der Fachschaftsrat Medizin die Preisträger für herausragende Leistungen in der Lehre. Zum beliebtesten Klinikfach mit den besten Vorlesungen wurde von den Studenten das Institut für Rechtsmedizin unter Leitung der Privatdozentin Dr. Britta Bockholdt gewählt. Für eine erstklassige Ausbildung im vorklinischen Bereich erzielte das Institut für Physiologie von Prof. Rainer Rettig den Spitzenplatz. Einmal im Jahr vergeben die Studenten Noten für ihre Lehrveranstaltungen.

    Ansprechpartner
    Universitätsklinikum Greifswald
    Studiendekan: Prof. Dr. med. Claus-Dieter Heidecke
    Studiendekanat: Petra Meinhardt
    Fleischmannstraße 8, 17475 Greifswald
    T +49 3834 86-5008
    E meinhard@uni-greifswald.de
    http://www.klinikum.uni-greifswald.de


    Images

    Erste Wahl, begehrte Plätze - rund 3.000 junge Leute kreuzten bei ihrem Wunschstudienplatz für Medizin in diesem Jahr Greifswald an.
    Erste Wahl, begehrte Plätze - rund 3.000 junge Leute kreuzten bei ihrem Wunschstudienplatz für Mediz ...
    Foto: Hausmann/UKG
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    Criteria of this press release:
    Medicine
    transregional, national
    Studies and teaching
    German


     

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