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Wissenschaft
In einer Vortragsreihe werden Natur- und Wissenschaftsforschung befragt
- Gemeinsame Pressemitteilung von IZTW an der Bergischen Universität Wuppertal und Wuppertal Institut -
Der menschgemachte Klimawandel verändert wie kaum ein anderes Phänomen die wissenschaftliche Praxis. Forschungsergebnisse werden unmittelbar zum Politikum, in das die Wissenschaft verwickelt ist. Die Wissenschaft übt einen direkten Einfluss auf die Gesellschaft aus, indem ihre Aussagen über das Klima Produktion und Konsum verändern oder zumindest verändern sollten. Beispiellos ist auch die Komplexität des Klimaphänomens, dessen Erforschung neue Formen der Zusammenarbeit von zahllosen Forscherinnen und Forschern rund um den Globus erforderlich macht. Trotz ständig wachsender Datenmengen bleiben die Szenarien "unsicher", jedoch auf "höchster Alarmstufe".
In diesem Wintersemester unternehmen das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und das Interdisziplinäre Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT) an der Bergischen Universität Wuppertal gemeinsam den Versuch, sich der Herausforderung Klimawandel mit einer Ringvorlesung zu nähern.
Dafür konnten sieben renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gewonnen werden:
Prof. Dr. Stefan Emeis vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung in Garmisch-Partenkirchen wird dem Gang der Klimaforschung von der empirischen Naturforschung zu einer moralischen Wissenschaft nachgehen (4.11.).
Dr. Hans-Jochen Luhmann, Wuppertal Institut, sieht bei der Klimawissenschaft die Forschung als Börsenfaktor (18.11.). Der Atmosphärenphysiker Prof. Dr. Ralf Koppmann von der Bergischen Universität Wuppertal fragt, was passiert mit der Erdatmosphäre? (2.12.)
Direkt nach den internationalen Klimaverhandlungen in Kopenhagen findet der Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Graßl vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg statt. Er befasst sich mit dem 2°C-Ziel und sieht politische Dilemmata bei wissenschaftsgetriebenem Handeln (16.12.).
Die Wissenschaftshistorikerin Prof. Dr. Amy Dahan-Dalmedico aus Paris betrachtet die Interaktionen von Wissenschaft und Politik (6.01.). Und die Berliner Philosophin Dr. Gabriele Gramelsberger setzt sich mit dem Geltungsparadox der Klimamodelle auseinander (20.01.).
Die Reihe beendet Prof. Dr. Dieter Birnbacher vom Philosophischen Institut der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit seinem Vortrag Klimaverantwortung als Verteilungsproblem (3.02.).
Die Veranstaltungen sind kostenfrei.
http://www.wupperinst.org/info/entwd/index.html?beitrag_id=1164&bid=12
Criteria of this press release:
Environment / ecology, Geosciences, Oceanology / climate, Philosophy / ethics
regional
Scientific conferences
German

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