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Stiftung Kindergesundheit unterstützt das Volksbegehren in Bayern gegen die Aufweichung des Gesundheitsschutzgesetzes. Ziel dieser Initiative ist die Rücknahme des seit 1.8.2009 geltenden, verwässerten Nichtraucherschutzgesetzes in Bayern. Tabakrauch ist mit Abstand der bedeutendste, gefährlichste und vermeidbare Schadstoff für Ungeborene und Kinder.
Die Initiative "Leben und leben lassen. Volksbegehren Nichtraucherschutz" fordert die Wiedereinführung des zuvor geltenden Gesetzes vom 20.12.2007 - ohne das Schlupfloch, das die Entstehung zahlreicher Raucherclubs ermöglicht hatte.
Unterstützt wird das überparteiliche Bündnis zum Volksbegehren auch vom Bayerischen Ärztetag, der Deutschen Krebshilfe, dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, sowie von zahlreichen weiteren Gesundheitsorganisationen. Die Eintragungsfrist für das Nichtraucherschutz-Volksbegehren: 19. November bis 2. Dezember 2009.
Rauchen ist gesundheitsschädigend und kann zu Krebs, Herzleiden oder Lungenkrankheiten führen. Das gilt sowohl für den selbst inhalierten Tabakrauch, als auch für das Einatmen von Rauch aus der Raumluft. Der Nebenstromrauch enthält die gleichen giftigen und krebserregenden Substanzen wie der Hauptstromrauch, in der Regel sogar in einer deutlich höheren Konzentration. Einzelne Komponenten des Passivrauchs bleiben lange in der Raumluft. Da sich auch Partikel an den Wänden, Tapeten, Gardinen und Möbeln abgesetzt haben und von dort wieder in die Raumluft gelangen, sind Räume, in denen das Rauchen erlaubt ist, eine kontinuierliche Quelle für die Giftstoffe des Tabaks, auch wenn dort aktuell nicht geraucht wird.
Auch Politikern ist dies bekannt. So heißt es im "Gesundheitsmonitor Bayern 2007" des "Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit" (einzusehen auf den Internetseiten des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit): "Eine besondere Problematik stellt die Belastung durch Tabakrauch an Orten des täglichen Lebens dar, wie auch eigene Studien des Landesamtes gezeigt haben, z.B. Erhebungen zur Tabakrauchbelastung von Kindern im familiären Zusammenhang oder Messungen zu giftigen und krebserregenden Stoffen aus dem Tabakrauch in der Raumluft von Gastronomiebetrieben".
Jahr für Jahr 3.300 Tote durch Passivrauchen
Zahlen aus dem kürzlich veröffentlichten "Tabakatlas" des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) Heidelberg zeigen unter anderem:
o In Deutschland sterben jährlich über 3.300 Menschen an den Folgen des Passivrauchens. 2.150 an koronarer Herzkrankheit, ca. 700 an Schlaganfall und rund 260 an Lungenkrebs.
o 13 % aller Babys werden bereits im Mutterleib den Schadstoffen des Tabakrauchs ausgesetzt - mit erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen bis ins spätere Lebensalter.
o 42 % der Kinder sind zu Hause durch ihre Eltern dem Passivrauchen ausgesetzt. Sie leiden häufiger unter Atemwegserkrankungen und haben häufiger Mittelohrentzündungen als Kinder nichtrauchender Eltern.
Rauchende Erwachsene - kranke Kinder
Kinder, die zum Mitrauchen gezwungen sind, werden häufiger krank, neigen zu Allergien. Sie leiden häufiger unter Bronchitis und Lungenentzündung. Bei einem täglichen Konsum der werdenden Mutter von mehr als 10 Zigaretten erhöht sich das Risiko für den "Plötzlichen Säuglingstod" auf das Siebenfache. Insgesamt ist dieses Risiko bei elterlichem Tabakkonsum um das Zwei- bis Vierfache höher als in rauchfreien Haushalten.
Die Stiftung Kindergesundheit setzt sich dafür ein, den Einstieg zum Rauchen zu verhindern, den Ausstieg aus dem Rauchen zu erleichtern und Kinder und Erwachsene vor Passivrauchen zu schützen. Nichtrauchen verbessert nachhaltig die Lebensqualität, Gesundheit und die Lebenserwartung aller Beteiligten.
Vorbeugen ist besser als heilen.
Deshalb setzt sich die Stiftung Kindergesundheit, unter dem Vorsitz von Herrn Prof. Koletzko, Dr. von Haunersches Kinderspital München, für eine verbesserte Gesundheitsvorbeugung ein, fördert die hierzu notwendige Forschung und die Verbreitung wissenschaftlich gesicherter Informationen für Ärzte und Familien mit Kindern. Unser Engagement gilt nicht nur Kindern mit besonderen gesundheitlichen Problemen. Die gewonnenen Erkenntnisse kommen allen Kindern und ihren Familien zugute.
http://Weiter Informationen unter: www.kindergesundheit.de
Criteria of this press release:
Medicine, Nutrition / healthcare / nursing
regional
Transfer of Science or Research
German

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