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11/18/2009 15:26

DFG bewilligt neuen Sonderforschungsbereich zur Entzündung der Leber

Maren Puttfarcken Unternehmenskommunikation
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den neuen Sonderforschungsbereich (SFB) 841 der Universität Hamburg zum Thema Leberentzündung bewilligt. Der neue SFB ist federführend am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) angesiedelt. Ziel des SFB 841 ist ein besseres Verständnis von Infektionen, Entzündungen und Tumorerkrankungen der Leber als zentralem Stoffwechselorgan.

    "Wir freuen uns außerordentlich über diesen wissenschaftlichen Erfolg. Damit haben wir jetzt die Möglichkeit, auf diesem klinisch und wissenschaftlich bedeutenden Gebiet große Fortschritte zu erzielen", sagt Prof. Dr. Ansgar Lohse, Direktor der I. Medizinischen Klinik des UKE und Sprecher des neuen SFB. Grundlagenforscher und Klinikärzte des UKE und des Bernhard-Nocht-Instituts werden zusammen mit je einer Arbeitsgruppe der Christian-Albrechts-Universität Kiel und der Hebrew University Jerusalem die Funktion der Leber erforschen.

    Insbesondere wollen die Wissenschaftler entschlüsseln, auf welche Weise die Auseinandersetzung zwischen Krankheitserreger und Immunsystem die Leber schädigt und so Leberzirrhose und bösartiges Wachstum auslösen kann. "Das ist Grundlagenforschung, die die praktische Anwendung im Blick hat", sagt Prof. Dr. Gisa Tiegs, Institut für Experimentelle Immunologie und Hepatologie des UKE und stellvertretende Sprecherin des SFB Leberentzündung. Insgesamt stellt die DFG in den nächsten vier Jahren etwa zehn Millionen Euro zur Verfügung. "Mit diesem Erfolg erreicht die Forschung am UKE einen wichtigen Meilenstein in der Realisierung des Masterplans Forschung, der langfristig darauf angelegt ist, das Forschungsprofil des UKE zu stärken und die Medizinische Fakultät des UKE schrittweise zu den Top ten der Medizinischen Fakultäten in Deutschland aufschließen zu lassen", sagt Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan der Medizinischen Fakultät des UKE und Mitglied des UKE-Vorstands.

    "Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Einwerbung dieses neuen SFB 841. Er ist von großer Bedeutung für die klinische Forschung am UKE und stärkt den Wissenschaftsstandort Hamburg", sagt Prof. Dr. Jörg F. Debatin, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE. Infektionen der Leber sind die häufigste chronische Infektion weltweit. Auch in Deutschland sind Erkrankungen der Leber weit verbreitet, mit zunehmender Tendenz.

    Ein Schwerpunkt des SFB 841 ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Junge Forscher haben innerhalb des SFB unter Anleitung erfahrener Kollegen herausragende Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten. In einem Doktorandenprogramm werden schon Medizinstudenten an anspruchsvolles wissenschaftliches Arbeiten herangeführt. Das Großprojekt ist auf lange Sicht angelegt. Die DFG fördert Sonderforschungsbereiche bis zu zwölf Jahre lang.


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    Criteria of this press release:
    Biology, Medicine
    transregional, national
    Contests / awards, Research projects
    German


     

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