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Die Bayerische Staatsbibliothek zeigt von 27. November 2009 bis 7. Februar 2010 die Ausstellung "Unsterblicher Heldengesang. Das Nibelungenlied im UNESCO-Weltdokumentenerbe". Anlass ist die Aufnahme des Nibelungenlieds in das UNESCO-Programm "Memory of the World" durch das Internationale Nominierungskomitee der UNESCO im Juli 2009 auf Barbados.
Damit stehen jetzt die drei wichtigsten und vollständigsten Handschriften des Nibelungenlieds im UNESCO-Register. Sie werden in der Bayerischen Staatsbibliothek in München (Handschrift A), der Stiftsbibliothek St. Gallen in der Schweiz (Handschrift B) und der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe (Handschrift C) aufbewahrt.
Das Nibelungenlied gilt als herausragendes Beispiel der europäischen Heldenepik. Es beruht auf älteren mündlichen Traditionen und wurde erstmals um das Jahr 1200 niedergeschrieben. Es handelt sich um ein Kulturdenkmal höchster Güte.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Nibelungenlied-Handschrift A der Bayerischen Staatsbibliothek aus dem 13. Jahrhundert, weitere Schwerpunkte bilden die Wiederentdeckung des Nibelungenlieds seit 1755 sowie seine Rezeption in der Buchillustration und bei Richard Wagner.
Aus Respekt vor dem Alter, dem Wert und der Fragilität der Handschriften und im Sinn ihrer optimalen Bewahrung für zukünftige Generationen wird auf eine gemeinsame Präsentation mit den Handschriften aus St. Gallen und Karlsruhe verzichtet.
"Die Aufnahme des Nibelungenlieds in das Weltdokumentenerbe der UNESCO unterstreicht die Weltgeltung der Handschriftensammlung der Bayerischen Staatsbibliothek. Es ist damit bereits das dritte Mal, dass herausragende Kulturdenkmäler im Bestand der Bibliothek die höchste UNESCO-Auszeichnung erfahren haben", so Generaldirektor Rolf Griebel.
Neben dem neu aufgenommenen Nibelungenlied sind seit 2004 drei Reichenauer Handschriften mit ottonischer Buchmalerei und seit 2005 acht Corvinen der Bayerischen Staatsbibliothek ebenfalls im "Memory of the World"-Register eingetragen.
Die Nibelungenlied-Handschrift der Bayerischen Staatsbibliothek (Cgm 34) wird vollständig im Internet gezeigt.
Zur Besichtigung der Ausstellung laden wir Vertreter der Presse und der Medien herzlich ein: Freitag, 27.11.2009, 10.30 Uhr,
Bayerische Staatsbibliothek, Schatzkammer, Ludwigstr. 16, München
Um Anmeldung wird gebeten unter peter.schnitzlein@bsb-muenchen.de oder Tel. 089/28638 2429. Wir freuen uns, Sie bei uns im Haus begrüßen zu dürfen.
Eintritt frei
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 9-17 Uhr, Donnerstag 9-20 Uhr, Sonntag 13-17 Uhr
Am 4.12.2009, 24.-27.12.2009, 31.12.-3.1.2010 und am 6.1.2010 geschlossen.
Ort:
Bayerische Staatsbibliothek, Schatzkammer, 1. Stock
Ludwigstr. 16, 80539 München
U3/U6, Bus 154, Haltestelle Universität
Über die Bayerische Staatsbibliothek:
Die Bayerische Staatsbibliothek, gegründet 1558 durch Herzog Albrecht V., ist eine der bedeutendsten europäischen Universalbibliotheken und genießt als internationale Forschungsbibliothek Weltrang. Gemeinsam mit anderen Bibliotheken bildet sie die virtuelle Nationalbibliothek Deutschlands. Mit knapp zehn Millionen Bänden, rund 52.500 laufenden Zeitschriften in gedruckter und elektronischer Form und über 92.000 Handschriften gehört die Bayerische Staatsbibliothek zu den bedeutendsten Wissenszentren der Welt.
http://www.digitale-sammlungen.de
Die Nibelungenlied-Handschrift A der Bayerischen Staatsbibliothek
Source: Foto: BSB. Bitte beachten Sie die Urheberrechte
Criteria of this press release:
History / archaeology, Language / literature
transregional, national
Miscellaneous scientific news/publications
German

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