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Wissenschaft
Clausthal-Zellerfeld. Mit der Ernennung von Dr. Joachim Müller-Kirchenbauer zum Professor für Gasversorgungssysteme am 17. Dezember hat die TU Clausthal ein für die Versorgung mit umweltschonender Energie wichtiges Gebiet besetzt. Inhalte der Forschung sind Problemstellen des Gastransports, Fragen der Versorgungssicherheit und des Netzzugangs sowie Netznutzungsentgelte. In der Lehre wird das Angebot, das der fortschreitenden Europäisierung der Erdgasindustrie Rechnung trägt, auf die Bedürfnisse der Gaswirtschaft zugeschnitten.
Mit der voranschreitenden Liberalisierung und Regulierung des europäischen Gasmarktes wird die Gasindustrie vor eine Vielzahl neuer Herausforderungen gestellt, die einer wissenschaftlichen Begleitung bedürfen. "Wir haben diese Entwicklung vorhergesehen und die Aktivitäten in Lehre und Forschung bereits seit 2001 auf den Bereich Gasversorgung ausgeweitet. Durch die Einrichtung der von E.ON Ruhrgas, RWE Transportnetz Gas und VNG Verbundnetz Gas finanzierten neuen Stiftungsprofessur erfahren diese Anstrengungen eine deutliche Unterstützung und die ihnen angemessene Bedeutung", so Professor Kurt M. Reinicke vom Institut für Erdöl- und Erdgastechnik der TU Clausthal.
Durch die Professur Gasversorgungssysteme, die an deutschen Universitäten bisher einmalig ist, soll anerkannte Kompetenz für alle technisch-wirtschaftlichen Aspekte der Liberalisierung des Gasmarktes zur Verfügung gestellt werden. Aktuelle Fragen und grundlegende Probleme sollen objektiv, neutral, sachorientiert und wissenschaftlich fundiert analysiert und gelöst werden.
Die Schwerpunkte in der Forschung der neuen Professur sind: Kapazitäten in komplexen Transportsystemen, Sicherheit der Gasversorgung und Bewertung von Infrastruktursystemen. Die Themen werden bei Bedarf institutsübergreifend in Kooperation mit den Clausthaler Instituten für Wirtschaftswissenschaften, Berg- und Energierecht sowie Elektrische Energietechnik bearbeitet, um ganzheitliche Betrachtungen zu ermöglichen. Darüber hinaus erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmen, Behörden und Fachverbänden, zum Beispiel mit der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches.
Schwerpunkt in der Lehre ist die Verfestigung des mit den Universitäten Freiberg, Krakau, Ploiesti, Stavanger und Twente entwickelten Studienangebotes Master "European Gas Engineer". Mit dem neuen Curriculum wird ein für den Bereich Gasversorgung europaweit einheitlicher Studiengang geschaffen.
Criteria of this press release:
Energy, Environment / ecology, Geosciences
transregional, national
Personnel announcements, Studies and teaching
German

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