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01/21/2010 11:15

Start ins neue Jahr mit dem neuen Wissenschaftsschwerpunkt "Energieforschung"

Dipl.-Sozialwissenschaftlerin Heidi Müller-Henicz Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hanse-Wissenschaftskolleg

    Zukünftig wird es am Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) in Delmenhorst neben den drei etablierten Wissenschaftsbereichen Meeres- und Klimaforschung, Neuro- und Kognitionswissenschaften und den Sozialwissenschaften einen weiteren, vierten Bereich geben: "Energieforschung".

    In idealer Weise ergänzt dieser Bereich die Formen interdisziplinärer Arbeit am HWK und stärkt dessen Bedeutung als Schalt- und Schnittstelle für den Wissenstransfer und wissenschaftlichen Diskurs.
    Der Rektor des HWK, Prof. Dr. Reto Weiler, betont die Bedeutung dieses Wissenschaftsbereiches in der Nordwestregion:"Energieforschung im Nordwesten ist gegenwärtig und auch zukünftig vor allem die Erforschung regenerativer Energieerzeugung, der Energieeffizienz und der Stromspeicherung".
    Eine Analyse der Entwicklung der Forschungsbereiche mit materialwissenschaftlichem Hintergrund an den beiden Universitäten Oldenburg und Bremen hat deutlich gemacht, dass die größte Dynamik gegenwärtig und auch in mittelbarer Zukunft im Bereich der Energieforschung zu finden ist. Insbesondere der Bereich der regenerativen Energien mit den Bereichen Photovoltaik, Speichermedien und Windkraft erlebt eine geradezu stürmische Entwicklung im Nordwesten. Zusammen mit den erfolgreichen Initiativen auf Landes- und Bundesebene, insbesondere auch im Hinblick auf Elektromobilität, ergibt sich so eine ausgesprochen günstige Perspektive für die Entwicklung der Energieforschung im Nordwesten.
    "Erfolgreiche Initiativen des Nordwestens wie beispielsweise die Gründung des universitären An-Instituts NextEnergy, die Einrichtung einer Fraunhofer-Projektgruppe zur Energie-Speicherforschung (IFAM Bremen, Universität Oldenburg), der Ausbau von ForWind mit Sitz in Oldenburg zum nationalen universitären Windenergiezentrum und der Spitzencluster-Antrag "germanwind" aus der Region tragen zu einer hervorragenden Netz-Infrastruktur im Norden bei und werden ab jetzt tatkräftig vom Hanse-Wissenschaftskolleg unterstützt", so Prof. Dr. Reto Weiler.
    Energieforschung, so beschreibt es der Rektor des HWK weiter, ist ein Querschnittsthema mit engen sozialen und gesellschaftspolitischen Verknüpfungen und im Hinblick auf Offshore-Windparks auch mit starkem Bezug zur Meeresforschung. Und es steht außer Frage, dass der Energieforschung, insbesondere der Erforschung der regenerativen Energie und der damit verbundenen Themen eine immer wichtigere nationale und internationale Bedeutung zukommen wird. Zu einem Institute for Advanced Study, das als eine seiner Kernaufgaben immer auch schon die "Zukunft vorausdenken" begreift, passt deshalb in besonders geeigneter Weise der neue Wissenschaftsbereich "Energieforschung".

    Der diesjährige Neujahrsempfang im HWK am 22.10 bildete zugleich den Auftakt für den neuen Schwerpunktbereich. Passend zum Thema hielt der Balzan-Preisträger von 2009, Prof. Dr. Michael Grätzel von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne, den Festvortrag: "Solarzellen nach Pflanzenart". Der Balzan-Preis ist mit 1 Million Schweizer Franken einer der höchst dotierten Wissenschaftspreise.
    Prof. Grätzel, im Jahre 2003 Fellow am HWK, ist der Erfinder und Entwickler der nach ihm benannten "Grätzel-Zelle" und erregte mit der Entdeckung dieses neuen Typus von Photovoltaik-Solarzellen weltweit großes Aufsehen. Im Gegensatz zu den üblichen Siliziumzellen, die hochreines und teures Silizium erfordern, benutzt die "Grätzel-Zelle" relativ preiswerte Materialien und ist damit ein effizienter Wandler von Sonnenlicht in elektrische Energie. Inzwischen hat ein Unternehmen in Wales mit dem Bau eines Solarkraftwerkes von 120 Megawattleistung begonnen und setzt dabei die "Grätzel-Zelle" ein.

    Kontakt: Wolfgang Stenzel, Hanse-Wissenschaftskolleg, Tel.: 04221 9160-103, e-mail:wstenzel@h-w-k.de


    More information:

    http://www.h-w-k.de


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    Criteria of this press release:
    Chemistry, Energy, Environment / ecology, Physics / astronomy, Politics
    transregional, national
    Miscellaneous scientific news/publications, Transfer of Science or Research
    German


     

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