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Erstmals präsentiert sich das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) vom 25. – 28. Januar 2011 mit einem eigenen Stand auf der Internationalen Pflanzenmesse (IPM) in Essen. Das zum BMELV gehörende Julius Kühn-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, stellt das Netzwerk „Deutsche Genbank Obst“ zur Erhaltung bedeutender pflanzengenetischer Ressourcen sowie seine Züchtungsforschung an Äpfeln und Pelargonien vor.
„Die Präsentation unseres Ministeriums gemeinsam mit dem JKI auf dieser bedeutendsten Messe für den Gartenbau zeigt, wie wichtig die Züchtungsforschung des JKI ist, um den künftigen Herausforderungen im Gartenbau wirksam zu begegnen“, freut sich der Präsident des JKI, Dr. Georg Backhaus. „Wichtige Ziele wie nachhaltiger Anbau und moderner Pflanzenschutz lassen sich nur durch innovative Ideen in der Züchtungsforschung erreichen. Dies ist aber kein Selbstzweck, denn neue Züchtungen müssen dem Verbraucher gefallen.“ Was nützt beispielsweise die resistenteste Apfelsorte, wenn sie dem Käufer nicht schmeckt, malt Backhaus aus.
Die Besucher der IPM können am Messestand GA05 verschiedene Apfelsorten aus der Pillnitzer Obstzüchtung des Julius Kühn-Instituts verkosten. Dabei stellen die JKI-Züchter ihre neuen Sorten vor, welche widerstandsfähig gegenüber Krankheiten sind und am Standort Dresden-Pillnitz gezüchtet wurden. Mit einem standardisierten Bewertungstest möchten die Züchtungsforscher erfahren, welche Sorten den Verbrauchern schmecken und gefallen oder welche Kriterien beim Kauf von Äpfeln sonst noch eine Rolle spielen. Diese wertvollen Informationen zum Beispiel über die Geschmackspräferenzen helfen den Züchtern zu verstehen, auf welche Merkmale die Verbraucher bei ihrem Lieblingsobst Wert legen. „Ziel unserer Forschungen ist, vom Verbraucher gewünschte Eigenschaften in neue Sorten einzukreuzen, aber auch Gene, die die Pflanzen widerstandsfähig gegenüber Krankheitserregern machen, so dass sie dadurch weniger Pflanzenschutz benötigen“, so Dr. Henryk Flachowsky vom JKI-Institut in Dresden-Pillnitz.
JKI-Forscher aus Quedlinburg präsentieren ihre Arbeiten zu Pelargonien, im Volksmund oft als Geranien bezeichnet. Pelargonien sind in Deutschland wegen ihrer enormen Blütenvielfalt die beliebtesten Beet- und Balkonpflanzen. Am Messestand auf der IPM wird beim Vergleich von Kulturformen mit den aus Südafrika stammenden Wildarten deutlich, welche Veränderungen Züchtung bewirken kann. Dennoch sind die Wildarten für die Züchtung äußerst interessant. Sie besitzen Gene mit wichtigen Eigenschaften wie Toleranz gegenüber Krankheiten oder attraktive Blütenformen und -farben, alles Eigenschaften, die man den Kulturformen gerne mitgeben würde. Das ist bei Pelargonien nicht einfach, da nicht nur die Wildarten genetisch sehr verschieden sein können, sondern die Kulturformen sich genetisch bereits weit von ihnen entfernt haben. So besitzen sie teilweise unterschiedliche Chromosomenzahlen. Dem JKI ist es gelungen, mit P. quinquelobatum eine Wildart zu finden, die eine Art Bindeglied zwischen wilden und „gezähmten“ Pelargonien darstellen kann, da sie gut mit anderen Pelargonium-Arten kreuzbar ist. Mit Hilfe dieser Art können wichtige Merkmale auf Kulturformen übertragen werden und dort „frischen Wind in die Gene“ bringen. „Wenn dieser Weg erfolgreich ist, kann er zum weiteren Fortschritt in der Pelargonienzüchtung Deutschlands beitragen.“, ist Dr. Sylvia Plaschil vom JKI in Quedlinburg sicher.
Sie finden uns am Stand des BMELV in Halle GA (Galeria), Stand GA05
Messestand GA05 des BMELV:
Beteiligte Partner:
JKI (Julius Kühn-Institut, Quedlinburg)
IGZ (Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau, Großbeeren)
ZBG (Zentrum für Betriebswirtschaft im Gartenbau e.V., Hannover)
http://www.ipm-essen.de - Internationale Pflanzenmesse Essen 2011
http://www.deutsche-genbank-obst.de - Deutsche Genbank Obst
Beispiel für Variabilität von Pelargonium-Wildarten
Source: Sylvia Plaschil, JKI
Criteria of this press release:
Journalists
Nutrition / healthcare / nursing, Zoology / agricultural and forest sciences
transregional, national
Transfer of Science or Research
German

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