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Wissenschaft
Die Natur ist der beste Lehrmeister: die Entwicklung des Flugzeugbaus ist eines der sprechensten Beispiele. Dabei gilt es, die physikalisch-»technischen« Aspekte, an denen die Natur so reich ist, zu entschlüsseln und umzusetzen. In diesem Zusammenhang hat sich die Bionik zu einem faszinierenden Wissenschaftsgebiet entwickelt, das Prinzipien der Natur auf technische Systeme überträgt und damit interessante technische Lösungen schafft, Kreativität beflügelt, wie auch Innovationen inspiriert.
So werden mit ihrer Hilfe neue, effizientere und energiesparende Oberflächenstrukturen für den Schiffs- und Flugzeugbau entwickelt, bei denen Wasserpflanzen und Haifische Pate standen, und mit der Erforschung des ›Lotus-Effektes‹ können selbstreinigende Oberflächen produziert werden.
Natur- und Ingenieurwissenschaften kooperieren bei bionischen Problemstellungen intensiv, lernen voneinander und entwickeln sich gemeinsam weiter. Bionik hat deshalb hervorragende Zukunftsperspektiven und wird zu einem zunehmend attraktiveren Wissenschaftsgebiet, gerade auch für zukünftige Generationen von Wissenschaftlern.
Das Symposium soll zu einer Standortbestimmung beitragen und zu weiteren Initiativen in der Bionik motivieren. Wissenschaftler aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften stellen Ergebnisse wie auch Forschungsperspektiven vor, ergänzt durch Lösungen, die aufzeigen, wie wissenschaftliche Ergebnisse in industrielle Produkte umgesetzt werden können.
Die Natur verstehen und von der Natur für die Technik lernen, beide Aspekte bilden sich in den Themen der Referenten ab. Sie zeigen auf, wie sich die Natur evolutionär entwickelt und wie Ingenieure davon lernen können.
Die Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz wendet sich mit dem Bionik-Symposium an Natur- und Ingenieurwissenschaftler, insbesondere auch an junge Wissenschaftler, die sich von interdisziplinären Sichtweisen im Sinne der Bionik angesprochen fühlen.
Referenten:
Prof. Dr. Werner Nachtigall (einer der Mitbegründer der Bionik in Deutschland/Universität des Saarlandes, Saarbrücken. Fachbereich Biologie-Zoologie), Prof. Dr. Thomas Speck (Direktor des Botanischen Gartens der Universität Freiburg) , Dr. Peter Post (Leiter Forschung und Entwicklung der Festo AG, Esslingen), Prof. Dr.-Ing. Udo Lindemann (Lehrstuhl für Produktentwicklung, Technische Universität München), Prof. Dr. Stanislav Gorb (Zoologisches Institut, Universität Kiel), Prof. Dr. Cameron Tropea (Technische Universität Darmstadt, Fachgebiet Strömungslehre und Aerodynamik). Moderation: Prof. Dr.-ing. Reiner Anderl (Technische Universität Darmstadt, Vizepräsident der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse)
Das Symposium findet statt am:
20. Januar 2012, 10-17.30 Uhr
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars, Students
Biology, Materials sciences, Mechanical engineering
transregional, national
Scientific conferences
German

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