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12/08/2021 11:00

Der Einfluss Künstlicher Intelligenz auf die Gesellschaft: Rund 10 Mio. Euro Förderung für visionäre Projekte

Jens Rehländer Kommunikation
VolkswagenStiftung

    Die VolkswagenStiftung fördert sieben Projektkonsortien aus den Gesellschafts- und Technikwissenschaften mit insgesamt 9,8 Mio. Euro. Mit ihrer Initiative "Künstliche Intelligenz" stärkt sie die fach- und länderübergreifende Forschung zur verantwortungsvollen Weiterentwicklung von KI-Systemen.

    "Die neu bewilligten Projekte fokussieren auf Bereiche, in denen KI-Systeme bereits eingesetzt oder zeitnah zum Einsatz kommen werden, etwa in der medizinischen Diagnostik oder präventiven Ferntherapie, aber auch in Finanzmarktprognosen, bei der wissenschaftlichen Bildverarbeitung oder im Journalismus", sagt Dr. Henrike Hartmann, Abteilungsleiterin Förderung. "Die Forschenden denken einen Schritt weiter, antizipieren die Auswirkung der KI auf die Gesellschaft und wie man diese positiv gestalten könnte."

    So untersucht beispielsweise das Projekt "Towards Responsible AI in Local Journalism" wie KI-Anwendungen Lokalredaktionen beim Recherchieren, Erstellen und Verbreiten von Artikeln unterstützen können. Eine Maßnahme, die ihnen helfen soll, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen, besser zu bewältigen. "Verantwortungsvoll" sind die Werkzeuge nach Ansicht des Teams um Freigeist-Fellow Prof. Dr. Neil Thurman (Ludwig-Maximilians-Universität München), wenn sie nicht nur die wirtschaftliche Effizienz der Redaktionen steigern, sondern auch professionelle Werte und ethische Standards berücksichtigen. In dem Projektteam arbeiten Forschende aus den Kommunikations-, Medien- und Rechtswissenschaften, der Journalistik und Computerlinguistik aus München, Leipzig, den Niederlanden und Norwegen zusammen. Die Stiftung stellt dafür in den kommenden drei Jahren rund 1.412.000 Euro zur Verfügung (alle Projektbeteiligten sowie Informationen zu den weiteren Projekten finden Sie unten).

    Alle ausgewählten Vorhaben sind auf drei bis vier Jahre angelegt und erhalten jeweils rund 1,5 Mio. Euro Förderung. Die Initiative "Künstliche Intelligenz ‒ Ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft von morgen" läuft seit 2017, bis heute wurden insgesamt 33,9 Mio. EUR bewilligt. 2022 wird die Initiative inhaltlich weiterentwickelt.

    Alle sieben Projekte in der Übersicht:

    • "AI Forensics: Accountability through Interpretability in Visual AI Systems" ‒ Durham (Großbritannien), Karlsruhe, Kassel, Santa Barbara (USA)

    Projektbeteiligte: Prof. Dr. Matteo Pasquinelli (Institut für Künstliche Intelligenz und Medienphilosophie, Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe); Prof. Dr. Leonardo Impett und Prof. Dr. Noura Al Moubayed (beide Department of Computer Science, Durham University, Großbritannien); Prof. Dr. Claude Draude (Wissenschaftliches Zentrum für Informationstechnik-Gestaltung, Universität Kassel); Prof. Dr. Fabian Offert (Department of Germanic and Slavic Studies, University of California – Santa Barbara, USA).

    • "AnonymPrevent – AI-based Improvement of Anonymity for Remote Assessment, Treatment and Prevention against Child Sexual Abuse" ‒ Berlin, Magdeburg

    Projektbeteiligte: Prof. Dr.-Ing. Ingo Siegert (Fakultät für Elektro- und Informationstechnik, Universität Magdeburg); Prof. Dr.-Ing. Sebastian Stober (Fakultät für Informatik, Universität Magdeburg), Prof. Dr.-Ing. Sebastian Möller (Fakultät für Elektrotechnik und Informatik, Technische Universität Berlin); Prof. Dr. Klaus Beier (Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin)

    • "From Machine Learning to Machine Teaching (ML2MT) – Making Machines AND Humans Smarter" – Frankfurt/Main; Darmstadt

    Projektbeteiligte: Prof. Dr. Oliver Hinz (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Universität Frankfurt/Main); Prof. Dr. Yee Lee Shing (Abt. Entwicklungspsychologie, Universität Frankfurt/Main); Prof. Dr. Loriana Pelizzon und Prof. Dr. Tobias Tröger (beide Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung, Frankfurt/Main); Prof. Dr. Gernot Rohde (Universitätsklinikum Frankfurt/Main); Prof. Dr. Kristian Kersting (Fachbereich Informatik, Technische Universität Darmstadt); Prof. Dr. Hendrik Drachsler (Leibniz-Institut für Bildungsforschung und -information, Frankfurt/Main)

    • "How is Artificial Intelligence Changing Science?" ‒ Bonn, Karlsruhe, Wien (Österreich)

    Projektbeteiligte: Prof. Dr. Jens Schröter (Philosophische Fakultät, Abt. Medienwissenschaft, Universität Bonn); PD Dr. Andreas Sudmann (zukünftig Philosophische Fakultät, Abt. Medienwissenschaft, Universität Bonn); Prof. Dr. Anna Echterhölter (Institut für Geschichte, Universität Wien, Österreich); Prof. Dr. Alexander Waibel (Institut für Anthropomatik und Robotik, Karlsruher Institut für Technologie)

    • "Informing Regulatory Reasoning on Algorithmic Systems in Societal Communication with STEAM – The Socio-Technical Ecosystem Architecture Method” ‒ Hamburg

    Projektbeteiligte: Prof. Dr. Wolfgang Schulz (Leibniz-Institut für Medienforschung, Hamburg); Prof. Dr. Tilo Böhmann, Prof. Dr. Ingrid Schirmer und Prof. Dr. Judith Simon (alle Fakultät für Informatik, Universität Hamburg)

    • "The Answering Machine" ‒ Dresden, Stuttgart, Tübingen, Zürich (Schweiz)

    Projektbeteiligte: Dr. Stefan Scherbaum (Fakultät Psychologie, Technische Universität Dresden); Dr. Gunter Lösel (Department Darstellende Künste und Film, Zürcher Hochschule der Künste, Schweiz); Prof. Dr. Jonas Kuhn (Elektrotechnik und Informationstechnik, Universität Stuttgart); Prof. Dr. Susanne Nicole Marschall (Philosophische Fakultät, Universität Tübingen)

    • "Towards Responsible AI in Local Journalism" ‒ Amsterdam (Niederlande), Leipzig, München, Stavanger (Norwegen)

    Projektbeteiligte: Prof. Dr. Neil Thurman, Dr. Bartosz Wilczek (beide Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung, Ludwig-Maximilians-Universität München); Prof. Dr. Antske Fokkens (Faculty of Humanities & Network Institute, Vrije University Amsterdam, Niederlande); Prof. Dr. Natali Helberger (Faculty of Law, University of Amsterdam, Niederlande), Prof. Dr. Helle Sjøvaag (Department of Media and Social Sciences, University of Stavanger, Norwegen); Prof. Dr. Mario Haim (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft, Universität Leipzig). Mehr Informationen zum Projekt im Text.

    Weitere Informationen zu der Initiative "Künstliche Intelligenz ‒ Ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft von morgen" der VolkswagenStiftung finden Sie unter https://www.volkswagenstiftung.de/kuenstliche-intelligenz.

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    Die VolkswagenStiftung ist eine eigenständige, gemeinnützige Stiftung privaten Rechts mit Sitz in Hannover. Mit einem Fördervolumen von insgesamt etwa 150 Mio. Euro pro Jahr ist sie die größte private deutsche wissenschaftsfördernde Stiftung und eine der größten Stiftungen hierzulande überhaupt. Ihre Mittel vergibt sie ausschließlich an wissenschaftliche Einrichtungen. In den mehr als 50 Jahren ihres Bestehens hat die VolkswagenStiftung rund 33.000 Projekte mit insgesamt mehr als 5,1 Mrd. Euro gefördert. Auch gemessen daran zählt sie zu den größten gemeinnützigen Stiftungen privaten Rechts in Deutschland. Weitere Informationen über die VolkswagenStiftung finden Sie unter https://www.volkswagenstiftung.de/stiftung/wir-ueber-uns.

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    https://www.volkswagenstiftung.de/kuenstliche-intelligenz Weitere Informationen zu der Initiative "Künstliche Intelligenz ‒ Ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft von morgen" der VolkswagenStiftung


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    Criteria of this press release:
    Journalists, Scientists and scholars
    Economics / business administration, Information technology, Medicine, Psychology, Social studies
    transregional, national
    Research projects, Science policy
    German


     

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