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Wissenschaft
Themen reichen von Sprachmodellen über unkonventionellen Magnetismus bis zu Nachhaltigkeit von Lebensmittellieferketten / Rund 55 Millionen Euro für die erste Förderperiode
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet acht neue Schwerpunktprogramme (SPP) ein, die im Jahr 2026 starten sollen. Das beschloss der Senat der DFG jetzt in Bonn. Die acht neuen Verbünde, die aus 53 eingereichten Initiativen ausgewählt wurden, erhalten für zunächst drei Jahre insgesamt rund 55 Millionen Euro. Hinzu kommt eine Programmpauschale in Höhe von 22 Prozent für indirekte Projektausgaben.
In Schwerpunktprogrammen sollen Themen bearbeitet werden, von denen eine prägende Wirkung auf ein wissenschaftliches Feld zu erwarten ist. Das kann zum einen durch die Entdeckung neuer Forschungsgebiete erfolgen, zum anderen dadurch, dass bekannte Gebiete aus einer anderen Perspektive oder über einen neuen Zugang bearbeitet werden. Darüber hinaus zeichnen sich Schwerpunktprogramme durch eine interdisziplinäre und ortsübergreifende Zusammenarbeit von Wissenschaftler*innen aus.
Die jetzt bewilligten Verbünde decken eine fachliche Breite von den Ingenieurwissenschaften über die Lebenswissenschaften und Naturwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften ab. In den Vorhaben geht es zum Beispiel darum, neue recyclinggerechte Verbundwerkstoffe zu entwickeln, geschlechtsabhängige Mechanismen von Zellfunktionen im Nervensystem zu erforschen oder Desinformationen aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.
In den kommenden Monaten werden die Schwerpunktprogramme einzeln von der DFG ausgeschrieben, um interessierte Wissenschaftler*innen aufzufordern, in den Verbünden mitzuarbeiten. Die eingehenden Förderanträge prüft die DFG auf ihre wissenschaftliche Qualität und ihren Beitrag zum jeweiligen Hauptthema. Insgesamt werden Schwerpunktprogramme sechs Jahre lang gefördert.
Die neuen Schwerpunktprogramme im Einzelnen
(in alphabetischer Reihenfolge der Hochschulen der Koordinator*innen):
Schwerpunktprogramm „Rethinking Disinformation (Re:DIS)“ (Sprecherin: Dr. Romy Jaster, HU Berlin)
Schwerpunktprogramm „Ganzheitlicher Entwurf von molekularen Kommunikationssystemen“ (Koordinator: Professor Dr.-Ing. Robert Schober, Universität Erlangen-Nürnberg)
Schwerpunktprogramm „Neue recyclinggerechte Verbundwerkstoffe“ (Sprecher: Professor Dr.-Ing. Bodo Fiedler, TU Hamburg)
Schwerpunktprogramm „Nachhaltigkeit und Resilienz von Agrar- und Lebensmittellieferketten in Zeiten multipler Krisen? Auf dem Weg zu einem gemeinsamen und kritischen Verständnis“ (Sprecher: Professor Dr. Peter Dannenberg, Universität Köln)
Schwerpunktprogramm „Künstliche Intelligenz für das Design funktioneller Proteine“ (Sprecher: Professor Dr. Jens Meiler, Universität Leipzig)
Schwerpunktprogramm „Unkonventioneller Magnetismus: Jenseits des Paradigmas des S-Wellen-Magnetismus“ (Sprecher: Professor Dr. Jairo Sinova, Universität Mainz)
Schwerpunktprogramm „SEXandGLIA: Geschlechtsabhängige Mechanismen neuroglialer Zellfunktionen im Kontext von Gesundheit und Erkrankungen“ (Sprecherin: Professorin Dr. Julia M. Schulze-Hentrich, Universität des Saarlandes, Saarbrücken)
Schwerpunktprogramm „Robuste Beurteilung und sichere Anwendung von Sprachmodellen: Grundlagen für ein neues Feld zwischen Sprachwissenschaft & -technologie (LaSTing)“ (Sprecher: Professor Dr. Michael Franke, Universität Tübingen)
Weiterführende Informationen
Medienkontakt:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG, Tel. +49 228 885-2109, presse@dfg.de
Informationen erteilen auch die Koordinator*innen der neuen Schwerpunktprogramme.
Weitere Informationen zu DFG-Schwerpunktprogrammen unter:
www.dfg.de/spp
Criteria of this press release:
Journalists
interdisciplinary
transregional, national
Research projects, Science policy
German
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