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01/01/2026 08:00

Neues Präsidium der Deutsch-Französischen Hochschule

Eva Günther Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsch-Französische Hochschule DFH

    Zum Jahreswechsel tritt bei der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) ein neues Präsidium sein Amt an. Philippe Gréciano rückt nach zweijähriger Vizepräsidentschaft an die Spitze der Institution, wo er Eva Martha Eckkrammer ablöst. Andrea von Hülsen-Esch bekleidet ab dem 1. Januar das Amt der Vizepräsidentin.

    Gréciano ist der erste Universitätsprofessor in der Geschichte der DFH, der durch die Versammlung der Mitgliedshochschulen zweimal in das Präsidium gewählt wurde. Damit bekleidet er seit nunmehr sechs Jahren eine Führungsposition in der internationalen Einrichtung.

    „Es ist mir eine große Ehre, mich weiter für die Deutsch-Französische Freundschaft einsetzen zu können“, erklärt Gréciano anlässlich seines Amtsantritts und führt aus: „In meiner zweiten Amtszeit möchte ich die DFH auf europäischer und internationaler Ebene noch bekannter machen. Angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen bedeutet dies, Demokratie, akademische Freiheiten und technologische Innovationen zu unterstützen. Wie müssen mit vereinten Kräften die globalen Herausforderungen in den Bereichen Klima, KI, Gesundheit, Frieden und Sicherheit angehen.“

    Auch die neue Vizepräsidentin Andrea von Hülsen-Esch betont: „Die DFH ist ein zentraler Motor der deutsch-französischen Wissenschafts- und Hochschulkooperation. Um das Franco-Allemand als Kern der europäischen Wissenskultur zu stärken, möchte ich während meiner Amtszeit einen Schwerpunkt auf Dialog legen: Dialog mit Institutionen, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur, insbesondere im Weimarer Dreieck. Aber auch Dialog auf zwischenmenschlicher Ebene, wie er im Kleinen beispielsweise für die DFH-Gremienarbeit, im Großen aber auch für ein demokratisches Miteinander als solches unerlässlich ist.“

    Philippe Gréciano ist Professor an der französischen Universität Grenoble Alpes (UGA) und Inhaber des Jean Monnet-Lehrstuhls für Deutsch-Französische Beziehungen, Europäische Integration und Globalisierung. Er hat Vorträge in Europa, den Vereinigten Staaten und China gehalten und mehrere hochrangige Kooperationen mit Japan konkretisiert.

    Während seiner ersten Amtszeit 2020-23 konnte Gréciano trotz Pandemie, geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Herausforderungen wichtige neue Impulse setzen. So gewann er beispielsweise neue Partner auf europäischer und internationaler Ebene und rief fünf Dissertationspreise sowie den internationalen Wissenschaftspreis „One Health“ ins Leben. Richtungsweisend war weiterhin, dass er zwei neue Strukturen initiierte: Dank ihm fördert die DFH seit 2024 hin 10 deutsch-französische Professuren sowie 30 Fachsprachen-Tutorate. Der DFH gelang es unter seiner Führung, die monatliche Mobilitätsbeihilfe für Studierende und Doktorand*innen zu erhöhen.

    Ein Herzensanliegen sind dem DFH-Präsidenten Expertentreffen in Europa und im internationalen Kontext. In den vergangenen Jahren konnte die DFH auf diese Weise wichtige Kontakte mit dem Europarat, der UNO und der WHO knüpfen und sich als Akteurin in den Kernbereichen Künstliche Intelligenz, Gesundheit und Sicherheit und etablieren. 2024 wurde die Arbeit Grécianos mit dem „Prix de l’Excellence Française“ und dem „Prix de l’Honneur en action“ geehrt. Im Jahr 2025, im Rahmen des Internationalen Jahres der Ozeane und Gletscher, wurde der von ihm auf dem Deutsch-Französischen Forum organisierte Redewettbewerb vom französischen Umweltministerium mit dem Label „La Mer en commun“ ausgezeichnet.

    Andrea von Hülsen-Esch ist Kunsthistorikerin und als Professorin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) tätig. Die ehemalige Prorektorin für Internationales und die DFH haben bereits eine lange gemeinsame Geschichte: von Hülsen-Esch war Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat sowie im Hochschulrat der deutsch-französischen Institution. Aktuell ist die Wissenschaftlerin zudem Co-Programmbeauftragte des Deutsch-Französischen Doktorandenkollegs „Kulturkonflikte – Konfliktkulturen“. Nun beginnt für sie ein neues DFH-Kapitel: „Ich freue mich darauf, die DFH mit dem Präsidenten und der gesamten ‚Équipe‘ aktiv zu gestalten.“

    Auch Gréciano blickt mit Vorfreude auf die weitere Zusammenarbeit und dankt dem gesamten Team für seine hervorragende Arbeit, sein Vertrauen und seine Unterstützung.

    Das Weimarer Abkommen, Gründungsvertrag der DFH, legt fest, dass die Versammlung der Mitgliedshochschulen alle zwei Jahre einen neuen Vizepräsidenten bzw. eine neue Vizepräsidentin wählt. An die zweijährige Amtszeit schließt automatisch die zweijährige Präsidentschaft an.

    Die DFH bedankt sich bei Eva Martha Eckkrammer, die in den vergangenen vier Jahren an der Spitze der DFH zahlreiche neue Programme entscheidend geprägt und vorangebracht hat, und wünscht dem neuen Präsidiums-Tandem viel Erfolg.


    Images

    Der wiedergewählte Präsident Philippe Gréciano und die neue Vizepräsidentin Andrea von Hülsen-Esch
    Der wiedergewählte Präsident Philippe Gréciano und die neue Vizepräsidentin Andrea von Hülsen-Esch
    Source: Oliver Dietze
    Copyright: © DFH-UFA / Oliver Dietze


    Attachment
    attachment icon 26-01-01_DFH_Pressemitteilung_Praesidiumswechsel

    Criteria of this press release:
    Journalists
    interdisciplinary
    transregional, national
    Personnel announcements
    German


     

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