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01/22/2026 14:34

Hochschule Stralsund arbeitet an der Akzeptanz für erneuerbare Energien

Nicole Pätzold-Glaß Hochschulkommunikation
Hochschule Stralsund

    Das Verbundprojekt ReEnAct bringt an der Hochschule Stralsund Projektpartner und Bürger*innen zusammen, um auf Basis realer Daten Akzeptanz, Beteiligung und Verständnis für Erneuerbare Energien zu fördern.

    Akzeptanz und Verständnis für erneuerbare Energien und ihre gesellschaftliche Notwendigkeit herzustellen, ist eine facettenreiche Herausforderung. Dieser widmet sich die Hochschule Stralsund, genauer das Institut für Regenerative EnergieSysteme, im Verbundprojekt ReEnAct mit drei weiteren Forschungseinrichtungen (Reiner Lemoine Institut, DUENE, ROSIS) und dem Verein Stadtgespräche sowie dem Wind Energy Network und bringt dabei ihre fachliche Expertise im Bereich der Erneuerbaren Energien gezielt ein. Seit Januar 2025 arbeiten sie daran, eine gute Entscheidungsgrundlage für die Gestaltung der Energietransformation im Amtsbereich Peenetal/Loitz zu entwickeln.

    Am Montag, 26. Januar, von 9.30 bis 16.30 Uhr, findet dazu ein ganztägiges Projekttreffen an der Hochschule Stralsund (Haus 4, Hörsaal 214) statt. Projektpartner aus Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft kommen zusammen, um bisherige Ergebnisse vorzustellen, gemeinsam zu diskutieren und nächste Schritte abzustimmen.

    Bereits jetzt zeigt sich: ReEnAct ist erfolgreich – vor allem, weil der Austausch mit den Bürger*innen vor Ort gelingt. Im gewählten Beteiligungsformat eines Energierates wurde offen, transparent und konstruktiv diskutiert. Positiver wie auch kritischer Input wurde gleichermaßen aufgenommen und produktiv genutzt. Besonders hilfreich erwies sich dabei ein im Projekt eingesetztes Planungstool, der Energieplaner, der komplexe Zusammenhänge eines Energieystems im ländlichen Raum anschaulich darstellt.

    Nach umfangreichen Schulungen wurden Bürger*innen und weitere Beteiligte thematisch auf einen gemeinsamen Wissensstand gebracht. So konnten sie sich fundiert anhand des Tools zu erneuerbaren Energien, regionalen Bedarfen und unterschiedlichen Entwicklungspfaden und Szenarien austauschen und Lösungsvorschläge entwickeln. Mitarbeiter Mohammad Amin lieferte dafür Potenzialanalysen für das vom Reiner Lemoine Institut programmierte Tool, die auf realen regionalen Energiedaten basieren. Die Teilnehmenden konnten selbst an verschiedenen Stellschrauben drehen – etwa bei der Energieerzeugung aus Wind und Sonne oder der Biomassenutzung – und unmittelbar nachvollziehen, warum bestimmte Maßnahmen wirkungsvoller sind als andere und welche Konsequenzen sie etwa für den Flächenverbrauch, den Strompreis und das Erreichen der Klimaziele haben.

    „Wir haben festgestellt, dass der Energieplaner die Diskussion versachlicht und auf Augenhöhe ermöglicht, weil alle Beteiligten mit denselben Daten und Annahmen arbeiten konnten und die Auswirkungen ihrer Entscheidungen direkt sichtbar und gemeinsam reflektierbar wurden“, erklärt HOST-Mitarbeiterin Romy Sommer aus dem Projektteam.

    Das Projekttreffen

    … dient der Vorstellung und Diskussion der bisherigen Teil-Ergebnisse der Projektpartner

    - HOST: GIS-Karten & Datenerhebung: Welchen Nutzen haben reale und detaillierte Daten für den Diskussionsprozess in der Region?

    - DUENE: Möglichkeiten der Wiedervernässung des Ibitzgrabens & Interesse, Resonanz für das Thema vor Ort

    - Reiner Lemoine Institut: Vorstellung des Energieplaners und dessen Einsatz im Beteiligungsprozess

    - Stadtgespräche: Organisation des Beteiligungsprozesses, Methodik des Energierates Loitz und Ergebnisse

    - ROSIS: bisherige Ergebnisse der Begleitforschung hinsichtlich der Akzeptanz der Bürger*innen für Energiewendethemen

    - Wind Energy Network: Möglichkeiten der Bürger*innen-Beteiligung zur Gestaltung der Energiewende vor Ort, kritische Erfolgsfaktoren

    Am Nachmittag werden weitere Forschungsergebnisse aus dem Projekt GITpRO der Universität Greifswald zu gesellschaftlicher Innovationsfähigkeit und Transformationsprozessen in peripheren Regionen Ostdeutschlands vorgestellt.

    Weitere Informationen zum Projekt und insbesondere zum Beteiligungsprozess gibt es hier: https://www.energieregion-peenetal.de.

    Kontakt an der Hochschule Stralsund
    Romy Sommer
    Projektmitarbeiterin, stellv. Vorsitzende WPR

    Tel: +49 3831 45 6702
    romy.sommer@hochschule-stralsund.de


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    Criteria of this press release:
    Journalists, all interested persons
    Energy, Environment / ecology
    transregional, national
    Research projects, Transfer of Science or Research
    German


     

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