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Wissenschaft
Ab 2026 gelten neue EU-Regeln für Importe in die EU. Hintergrund ist der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) – ein Instrument, mit dem für CO₂ Emissionen von importierten Waren Abgaben erhoben werden. Ende 2025 wurden dafür von der EU weitere Detail-Regelungen veröffentlicht, die für alle Importeure direkt gelten. Das ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft hat seinen Faktencheck zum CBAM aufgrund der neuen EU Vorgaben überarbeitet. Er ist hier verfügbar:
https://www.arbeitswissenschaft.net/angebote-produkte/zahlendatenfakten/cbam
Was ändert sich ab 1. Januar 2026?
• Die bisherige Berichtspflicht für bestimmte Importe wird ersetzt durch eine Melde- und Ausgleichspflicht.
• Unternehmen müssen künftig für die CO₂ Emissionen, die bei der Herstellung bestimmter Waren im Ausland entstehen, Abgaben zahlen – vergleichbar zu Zöllen.
• Das führt zu zusätzlichen Kosten und damit zu höheren Preisen für Produkte in der EU.
Aktualisierter Faktencheck
Das ifaa hat seinen Faktencheck zum CBAM aufgrund der neuen EU Vorgaben überarbeitet. Er ist hier verfügbar:
https://www.arbeitswissenschaft.net/angebote-produkte/zahlendatenfakten/cbam
Umfangreiche Vorschriften und neuer Schwellenwert
• Zur Umsetzung von CBAM wurden von der EU bisher 14 Verordnungen mit einem Umfang von 2.820 Seiten erlassen.
• Ob CBAM gilt, hängt von Warenart, Herkunftsland und einem Schwellenwert ab.
• Ursprünglich lag der Schwellenwert bei 150 Euro Warenwert – das wurde geändert.
• Neu gilt ein massenbasierter Schwellenwert von 50 Tonnen.
• Dadurch werden viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) entlastet.
Folgen und Perspektiven
• Der Aufwand für betroffene Unternehmen steigt: mehr Bürokratie und zusätzliche Kosten.
• Die EU plant, die Kosten schrittweise zu erhöhen und den Kreis der betroffenen Waren auszubauen.
• Ziel ist es, Wettbewerbsnachteile für die europäische Industrie auszugleichen.
• Für Verbraucher bedeutet das höhere Preise.
• Ob die gewünschten Umwelt- und Wettbewerbsziele erreicht werden, ist noch offen.
• CBAM kann als Protektionismus empfunden werden und Handelskonflikte befeuern.
Gerne vermitteln wir Interviews mit unseren Experten. Für weitere Informationen wenden Sie sich an Christine Molketin.
Olaf Eisele
o.eisele@ifaa-mail.de
Criteria of this press release:
Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars
Economics / business administration
transregional, national
Scientific Publications, Transfer of Science or Research
German

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