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EU fördert Projekt METAGROLAND zur Optimierung umweltfreundlicher Landwirtschaft
Die Agrarwissenschaftlerin Dr. Elena Velado-Alonso von der Universität Göttingen erhält von der Europäischen Union ein Stipendium für Nachwuchsforschende im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen. Sie wird damit das Projekt „METAGROLAND: Understanding metacommunity dynamics through plant-pollinator interactions in agroecosystems to improve the efficiency of agri-environmental schemes” starten. Dieses hat mit einer Laufzeit von zwei Jahren zum Ziel, staatlich finanzierte Agrarumweltprogramme wirksamer zu machen.
Agrarumweltprogramme unterstützen Landwirtinnen und Landwirte dabei, ihre Äcker umweltfreundlich zu bewirtschaften. Das Projektteam wird untersuchen, wie verbreitete Maßnahmen die Gemeinschaften von Bestäubern wie Bienen und Schmetterlingen erhalten und wie sie die vielfältigen Wechselwirkungen fördern, die der Vermehrung der Pflanzen und damit den Ernteerträgen zugrunde liegen. Gefördert durch das EU-Programm „Horizont Europa” soll METAGROLAND zur Gestaltung effektiverer, groß angelegter Agrarumweltprogramme und damit zu widerstandsfähigeren Agrar-Ökosystemen beitragen.
Der Verlust der biologischen Vielfalt in Europas Agrarlandschaften ist ein drängendes Problem. Nicht nur die Artenvielfalt nimmt ab, sondern auch die Wechselwirkungen zwischen den Lebewesen. Diese sind für wichtige Funktionen im Ökosystem entscheidend, etwa für die Bestäubung der Pflanzen und die natürliche Bekämpfung von Schädlingen. Es gibt wissenschaftliche Hinweise darauf, dass diese Funktionen sogar eher verlorengehen als die Arten selbst.
Im Projekt METAGROLAND untersuchen die Forschenden die Wechselwirkungen zwischen Pflanzen und Bestäubern. Außerdem prüfen sie, ob gängige Maßnahmen wie zwischen Ackerflächen angelegte Blühflächen tatsächlich Bestäuber-Arten anziehen und somit Insekten-Populationen im Agrarland fördern. Das Team nimmt neben der ökologischen auch eine soziale Perspektive ein. So wird auch erforscht, welchen Einfluss soziale Netzwerke zwischen Landwirtinnen und Landwirten, in denen sie Wissen austauschen und Entscheidungen treffen, auf ökologischer Ebene ausüben.
METAGROLAND wird Leitlinien für Agrarumweltprogramme erstellen, die Ökologie und Bewirtschaftung in Einklang bringen. „Die Menschen in Landwirtschaft und politischen Entscheidungsgremien brauchen Naturschutzmaßnahmen, die über einzelne Felder hinauswirken“, sagt Velado-Alonso. „Indem wir das ganze Netz der Wechselwirkungen betrachten und wie es sich über Landschaften hinweg ausbreitet und dort fortbesteht, können wir landwirtschaftliche Konzepte neugestalten, um sowohl die Natur als auch eine nachhaltige Lebensmittelproduktion zu unterstützen.“
Dr. Elena Velado-Alonso
Georg-August-Universität Göttingen
Arbeitsgruppe Agrarökologie &
Funktionelle Agrobiodiversität
Grisebachstraße 6, 37077 Göttingen
Telefon: (0551) 39-23734
E-Mail: elena.veladoalonso@uni-goettingen.de
Internet: http://www.uni-goettingen.de/de/683286.html
https://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?id=8076 mehr Fotos
Ziehen Maßnahmen wie diese mehrjährige Blühfläche zwischen Ackerflächen Bestäuber an und erhalten ih ...
Source: Arne Wenzel
Copyright: Arne Wenzel/Universität Göttingen
Criteria of this press release:
Journalists
Environment / ecology, Zoology / agricultural and forest sciences
transregional, national
Research projects
German

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