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Wissenschaft
Am 1. Februar 2026 begann am Institut für Zeitgeschichte (IfZ) in München die Förderung des deutschen Ablegers der European Holocaust Research Infrastructure (EHRI-ERIC) durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).
In den kommenden vier Jahren wird EHRI-DE am Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin in enger Kooperation mit mehreren Partnerinstitutionen (unter anderem dem Bundesarchiv und den Arolsen Archives - International Center on Nazi Persecution) aufgebaut.
EHRI-DE wird als aktive, offene sowie innovative Plattform für Holocaust-Forscherinnen und -Forscher sowie Expertinnen und Experten im Bereich der Erinnerungs-, Vermittlungs- und Dokumentationsarbeit etabliert. Um die forschungsbezogenen Tätigkeiten und Ziele von EHRI-ERIC in Deutschland umzusetzen und die transnationale Perspektive auf die Geschichte des Holocaust zu fördern, wird EHRI-DE die Vernetzung verstreuter archivarischer Quellen fortsetzen und (digital gestützte) Forschungskooperationen ermöglichen.
EHRI-DE spiegelt damit die besondere historische Verantwortung der Bundesrepublik Deutschland gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus und ihren Nachkommen wider. Der Aufbau eines EHRI-Konsortiums in Deutschland und seine feste Verankerung an die Infrastruktur des EHRI-ERIC ist zentraler Gegenstand des Vorhabens.
EHRI-DE wird bestehende Metadaten von Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung in Deutschland unterschiedlicher Provenienz im geplanten „Zentrale Forschungs- und Informationsportal über die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung in Deutschland“ (ZeFo-DE) aufbereiten, miteinander vernetzen und zugänglich machen. Durch diesen zentralen Zugang zu standardisierten Personendaten bietet EHRI-DE eine gemeinsame Plattform und Datenbasis für Forschung sowie Erinnerungs- und Vermittlungseinrichtungen sowie eine interessierte Öffentlichkeit. Dazu gehören:
• Standardisierte biografische Informationen,
• Verknüpfung mit Digitalisaten und Archivmetadaten
• Such- und Analysefunktionen
Darüber hinaus wird sich EHRI-DE aktiv an der inhaltlichen Weiterentwicklung des EHRI-Portals beteiligen, das weltweit verstreute, Holocaust-bezogene Bestandsbeschreibungen verknüpft. beteiligen. Dazu zählen:
• Archivmetadaten
• EHRI-Vokabulare
• EHRI-Country Reports
EHRI-DE beteiligt sich weiterhin am transnationalen EHRI‑Conny‑Kristel Fellowship‑Programm. Das Programm bietet Wissenschaftler:innen, die zum Holocaust forschen, Zugang zu einschlägigen Archivbeständen und Expertisen. EHRI-DE setzt sich zum Ziel, das Netzwerk der teilnehmenden Institutionen in Deutschland weiter auszubauen.
Das Fellowship-Programm bietet:
• Stipendien für Kurzaufenthalte an mehreren Partnerinstitutionen (in Deutschland aktuell fünf Institutionen)
• Netzwerkveranstaltungen zur Vernetzung von Forschenden
• Mentoring durch Expertinnen und Experten
Durch Workshops und Seminare wird die Vermittlung der Geschichte des Holocaust in Deutschland nachhaltig gestärkt. Ein auf verschiedenen Veranstaltungsformaten basierendes Bildungsprogramm richtet sich an:
• Lehrkräfte (Sekundarstufe, Hochschulen)
• Studierende
• EHRI-Nutzergruppen aus Forschung, Dokumentation und Erinnerung
Zudem soll das Netzwerk teilnehmender Institutionen generisch erweitert werden, um einen möglichst breiten Zugang zu Quellen und Fachwissen zu gewährleisten. Der Aufbau einer vernetzten Infrastruktur für Daten, Wissen sowie Expertinnen und Experten gilt als Meilenstein für die Forschung und Erinnerungspolitik in Deutschland.
In den kommenden vier Jahren wird EHRI-DE die Integration der nationalen und europäischen Forschungslandschaft vertiefen, neue Datenquellen erschließen und das Wissensangebot kontinuierlich erweitern. Durch die enge Zusammenarbeit mit internationalen Partnern soll sich EHRI-DE zu einer Schlüsselressource für Holocaust‑Forschung und Erinnerungspolitik in Deutschland und darüber hinaus entwickeln.
https://www.geistes-und-sozialwissenschaften-bmftr.de/de/Forschungsdaten-zugangl...
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars
Economics / business administration, Information technology, Media and communication sciences, Politics, Social studies
transregional, national
Research projects, Transfer of Science or Research
German

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