idw - Informationsdienst
Wissenschaft
„Das crazy“ ist das Jugendwort 2025, aber gibt es eigentlich auch Sprachmuster, die typisch für ältere Generationen sind?
Um diese und weitere spannenden Fragen zu diskutieren, treffen sich in der letzten Februarwoche rund 500 Sprachwissenschaftler:innen aus über 20 Ländern an der Universität Trier zur 48. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft (DGfS2026), der größten regelmäßig stattfindenden sprachwissenschaftlichen Tagung in Deutschland.
In insgesamt 15 parallel stattfindenden Arbeitsgruppen und vier Plenarvorträgen prominenter Expert:innen geht es um die Musterhaftigkeit von Sprache und um neue, innovative Methoden, diese zu erforschen (‚Tracing Patterns‘ ist das Rahmenthema). Prof. Annette Gerstenberg (Universität Potsdam) forscht beispielsweise zur Frage, ob und wie sich sprachliche Strukturen im Laufe des Lebens verändern – und wie einerseits formelhaft und andererseits individuell und einzigartig sprachliche Muster sein können. Was sagen ältere Menschen, wenn sie ‚das crazy‘ meinen? Gibt es da auch typische Muster? Weitere Aspekte sprachlicher Musterhaftigkeit stehen im Zentrum der drei anderen Plenarvorträge: Musterhaft ist nicht nur, welche Wörter wir verwenden, sondern auch vor allem, *wie* wir sie verwenden. Prof. Jennifer Cole (Northwestern University, USA) beschäftigt sich dazu mit Mustern in der Intonation (Stimmführung), Prof. Peter Uhrig (Universität Erlangen-Nürnberg) mit dem Zusammenspiel von Stimme und Gestik. Wie wir Bewertungen sprachlich verpacken, ist Gegenstand des Vortrags von Prof. Meier-Vieracker (TU Dresden).
Sprache ist auf allen linguistischen Ebenen variabel und vielseitig: in der Aussprache, im Wortschatz, im Satzbau. Zugleich ist sie Ausdruck sozialer Identität – und immer auch Trägerin von Wertungen. Wir bewerten durch Sprache und werden durch Sprache bewertet.
Die Tagung macht damit deutlich: Sprache ist nicht nur ein Mittel der Verständigung, sondern ein hochkomplexes, strukturiertes und gesellschaftlich wirksames System, das sich mit innovativen Methoden erforschen lässt.
https://www.uni-trier.de/universitaet/fachbereiche-faecher/fachbereich-ii/forsch...
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars
Language / literature, Media and communication sciences
transregional, national
Scientific conferences
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).