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Die Finanzwelt verändert sich rasant. Und damit auch die Anforderungen an die Fach- und Führungskräfte von morgen. Die Ausbildung müsse sich daher radikal verändern, betonte die bekannte Bankmanagerin und Expertin für Transformation und Zukunftsstrategien in Finanzinstituten Sabine Schmittroth am Freitag an der Hamburger Kühne Logistics University (KLU). Hochschulen seien Teil der Lösung. Hintergrund ist auch, dass immer mehr Stellen bei Banken, Versicherungen und Beratungsfirmen unbesetzt bleiben.
Finance-Kompetenz braucht Technologieverständnis und strategisches Denken
Sabine Schmittroth skizzierte in ihrer Keynote beim ersten KLU Finance Summit am 27. Februar 2026 die zentralen Trends der nächsten fünf Jahre. „Die Bankenbranche wächst – mit Rückenwind im Zinsgeschäft – und steht gleichzeitig wieder einmal vor einer strukturellen Transformation. Digitalisierung, Regulierung und veränderte Kundenerwartungen stellen Geschäftsmodelle grundlegend infrage. Wettbewerbsfähig bleiben Institute, die Innovation nicht nur mit Profitabilität, sondern auch mit Resilienz und Vertrauen verbinden. Dafür brauchen wir Talente, die Finance-Kompetenz mit Technologieverständnis und strategischem Denken vereinen. Banken werden auch künftig unverzichtbare Partner der Wirtschaft sein – wenn sie den Wandel aktiv gestalten.“
Darin seien sie geübt. Die Bankenbranche verfüge über jahrzehntelange Erfahrung im Wandel. Angesichts der aktuellen geopolitischen Herausforderungen und neuen Möglichkeiten mit KI empfiehlt Schmittroth Banken fünf strategische Säulen: ein „AI-First“-Operating Model, Investitionen in eine resiliente und sichere Infrastruktur – Stichwort „Cyber Security“, Plattform-Strategien statt Inhouse-Lösungen, einen Fokus auf Compliance sowie das Einführen agiler Organisationsstrukturen und das Fördern von Talenten.
Rund 100 Studierende diskutierten die Trends gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Banken, Venture Capital, Consulting und FinTech. Im Mittelpunkt stand eine zentrale Erkenntnis: Finance-Karrieren erfordern heute weit mehr als klassisches Finanzwissen. Gefragt sind Fachkräfte, die komplexe Zusammenhänge erkennen, Risiken bewerten und fundierte Entscheidungen in dynamischen, technologiegetriebenen Märkten treffen können.
KLU Finance Summit als Beispiel für innovative Hochschullehre
Philipp Stodtmeister, Vorstand der Stuttgarter Privatbank Ellwanger & Geiger: „Wir suchen neue Wege, um Talente zu gewinnen und müssen als Unternehmen selbst in die Ausbildung einsteigen. Unsere Branche braucht da dringend noch ein paar gute Ideen! Der Finance Summit ist ein Musterbeispiel für neue Lehrkonzepte, bei dem Praxispartner aktiv mit Studierenden an Fallstudien aus der Finanzwelt arbeiten. Die KLU ist hier ein guter Partner und Vorreiter.“
Ebenfalls beim Finance Summit waren die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, das Early-Stage Venture Capital Unternehmen Antler und das europäische FinTec-Unternehmen Raisin.
„Hochschulen bilden für die Wirtschaft aus und haben die Aufgabe, Studierende exzellent darauf vorbereiten“, sagt Prof. Dr. Alexander Himme, Studiendekan und Professor für Accounting an der KLU. „Dafür muss man auch mal das Curriculum anschauen. Zentral sind heute analytisches Denken, digitale Kompetenz und Resilienz, um Entscheidungen ganzheitlich zu treffen und rasante Veränderungen frühzeitig zu antizipieren und mitzugestalten. Gerade im Finanzsektor wird ein solches integriertes Denken zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Die gute Nachricht ist: Das kann man lernen. Wir nennen es hier an der KLU das Operations Mindset. Und natürlich braucht es den richtigen Mix aus Theorie und Praxis.“
Für die Studierenden standen der direkte Dialog und das Mitmachen im Mittelpunkt. „Ich war in einem Venture-Capital-Workshop und es war ein Experte aus der Praxis mit dabei. Wir haben zuerst theoretischen Input bekommen und konnten diesen dann direkt in einer kleinen Fallstudie zu echten Unternehmen anwenden“, sagt Illia Kazakov, Bachelor-Student Business Administration an der KLU. „An Formaten wie dem Finance Summit finde ich gut, dass sie uns konkret auf den Beruf vorbereiten. Außerdem konnte ich Kontakte in die Wirtschaft knüpfen.“
Über die KLU
Die Kühne Logistics University (KLU) ist eine führende private, staatlich anerkannte, internationale Hochschule mit Sitz in Hamburg sowie einem zweiten Campus in Saigon, Vietnam. Weitere Standorte in Afrika und Lateinamerika sind geplant. Als eine der weltweit besten fünf Prozent der Business Schools (AACSB-akkreditiert) bietet die KLU hochwertige Studienprogramme in englischer Sprache an – darunter Bachelor-, Master-, MBA-, PhD- und Executive-Education-Programme in den Bereichen Business und Management, Data Science und Analytics sowie insbesondere Logistik und Supply Chain Management.
Gefördert von der Kühne-Stiftung befähigt die KLU zukünftige Führungskräfte, mit einem Operations Mindset zu denken und zu handeln – analytisch, datenbasiert und lösungsorientiert. Kleine Lerngruppen, forschungsstarke Professorinnen und Professoren sowie enge Verbindungen zur globalen Wirtschaft verbinden akademische Exzellenz mit praxisnahem Lernen, Entrepreneurship und Nachhaltigkeit und bereiten Studierende auf wirkungsvolle internationale Karrieren vor.
https://www.klu.org/klu-finance-summit Future-Summit-Programm
https://theklu.sharepoint.com/:f:/s/MediaStorage/IgDHYWIQ6Kz7T7UQbWMF49YqAS2NxnB... Fotos zum Download (Link gültig bis 30.3.2026)
KLU Campus in der Hamburger HafenCity
Copyright: KLU/Christin Schwarzer
Sabine Schmittroth, Bankmanagerin und Expertin für Transformation und Zukunftsstrategien in Finanzin ...
Source: M. Joppen
Criteria of this press release:
Business and commerce, Journalists, all interested persons
Economics / business administration
transregional, national
Studies and teaching, Transfer of Science or Research
German

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