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03/03/2026 17:03

Starkregen und seine Folgen für die Smart City Dresden: Digitaler Zwilling simuliert Unwetterereig­nisse

Benjamin Griebe Pressestelle
Technische Universität Dresden

    Überflutete Keller, überlastete Kanalisation, Überschwemmungen: Starkregen kann enorme Schäden verursachen und Menschenleben gefährden. Bundesweit entstanden im Jahr 2024 durch Starkregen und Überschwemmungen 2,6 Milliarden Euro Schaden. Das Modellprojekt Smart City der Technischen Universität Dresden (TUD) und der Landeshauptstadt Dresden veröffentlicht erstmals den Prototyp einer digitalen 3D-Anwendung, mit deren Hilfe Unwetter und ihre Auswirkungen besser eingeschätzt werden können.

    Der digitale Zwilling Dresdens bildet ein reales Modell der Stadt ab. Er simuliert die Folgen bei Starkregen von rund 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter und Stunde und zeigt mögliche Schäden an Wohngebäuden im Stadtgebiet auf. Zusätzlich sind Messdaten zum Niederschlag, zu Wasserständen an Gewässern und der Lufttemperatur abrufbar. Die damit errechneten Szenarien verdeutlichen Zusammenhänge und liefern wertvolle Impulse für die Stadtplanung.

    Entwickelt wird der digitale Starkregenzwilling am Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik der TUD: „Komplexe Stadtdaten in einer Plattform zu bündeln und für die Starkregenvorsorge nutzbar zu machen, ist eine spannende Herausforderung“, erklärt Entwickler Lars Backhaus. „So integrieren wir vormals abstrakte Informationen in ein leistungsfähiges Werkzeug, das Verwaltung und Bürgern eine klare Orientierung bietet.“ Ein derart anspruchsvolles System erfordere weitere Fachexpertisen: „Wir sind sehr glücklich, dass in diesem Projekt mehrere Dresdner Partnerinstitutionen aus Verwaltung und Wissenschaft engagiert zusammenarbeiten“, so Projektleiterin Dr. Katja Maerker vom Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden.

    Ein Team der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) erarbeitet Werkzeuge zur 3D-Visualisierung und Schadensberechnung von Wohngebäuden. Daten liefern u. a. das Amt für Geodaten und Kataster sowie die Stadtentwässerung Dresden. Das Modell soll zukünftig um ein Frühwarnsystem und Sensorik zum Ermitteln von Überflutungen in Bahnunterführungen erweitert werden.

    Ab sofort ist die Online-Anwendung unter digitaler-zwilling.dresden.de öffentlich zugänglich. Nutzerinnen und Nutzer sind eingeladen, ihre Eindrücke und Erfahrungen beim Ausprobieren des Starkregenzwillings mit dem Projektteam zu teilen. Dafür wurde eine Online-Umfrage unter digitaler-zwilling.dresden.de/umfrage eingerichtet.

    Über das Modellprojekt Smart City Dresden

    Das Modellprojekt Smart City Dresden ist ein kooperatives Förderprojekt der Landeshauptstadt Dresden und der TUD, das darauf abzielt, die strategische Digitalisierung und nachhaltige, integrierte Stadtentwicklung voranzutreiben. Ziel ist es, innovative digitale Lösungen, Bürgerbeteiligungsformate und Technologieansätze zu erproben und damit die Lebensqualität, Beteiligung und Nachhaltigkeit in der Stadt zu verbessern. Das Projekt ist Teil des bundesweiten Förderprogramms Modellprojekte Smart Cities der deutschen Bundesregierung und wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziert.

    Kontakt:

    Markus Jüngling
    Kommunikationsmanager
    Fakultät Architektur der TU Dresden
    WISSENSARCHITEKTUR - Laboratory of Knowledge Architecture
    01062 Dresden
    E-Mail: markus.juengling@tu-dresden.de


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    Criteria of this press release:
    Journalists
    Construction / architecture, Environment / ecology, Geosciences, Information technology, Oceanology / climate
    transregional, national
    Miscellaneous scientific news/publications, Research projects
    German


     

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