idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
03/04/2026 12:26

Rat für Informationsinfrastrukturen bezieht Stellung zum Referentenentwurf für ein Forschungsdatengesetz

Dr. Steffen Nitsche Geschäftsstelle
Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII)

    Der Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) begrüßt den Referentenentwurf des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) für ein Forschungsdatengesetz als wichtigen Schritt, um der Forschung einen rechtssicheren und umfassenden Zugang zu Daten der öffentlichen Hand zu ermöglichen. Darüber hinaus sieht der RfII bei einigen konkreten Aspekten noch Verbesserungspotenzial.

    Um in der praktischen Anwendung eines Forschungsdatengesetzes (FDG) für Forscherinnen und Forscher möglichst klare Auslegungen zu ermöglichen, empfiehlt der RfII, bislang unbestimmte Rechtsbegriffe weiter zu konkretisieren. Darüber hinaus würden aus Sicht des RfII in einer nachfolgenden Verordnung zu regelnde, verlässliche zeitliche Rahmenbedingungen für die Leistungserbringung des avisierten Deutschen Zentrums für Mikrodaten zur Erreichung des Gestaltungsziels beitragen. Die vorgeschlagenen Verfahren zur Prüfung einer Re-Identifizierbarkeit personenbezogener Daten nach bereits erfolgter Pseudonymisierung könnten im Lichte der jüngsten Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs nochmals reflektiert werden. Der Rat regt an, sich baldmöglichst nach Inkrafttreten des Gesetzes Gedanken über Kriterien zu einer in der zeitlichen Dimension angemessenen Evaluierung der mit dem FDG zu erreichenden Ziele zu machen.

    Die neue Vorsitzende des RfII, Barbara Helwing, sieht in dem Entwurf einen „guten Startpunkt, der mit wenigen Anpassungen insbesondere den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften erhebliche Verbesserungen bringen und damit den Forschungsstandort Deutschland nachhaltig stärken kann“. Der RfII hat seine Stellungnahme im Rahmen der Verbändebeteiligung an das BMFTR überreicht.

    Die Stellungnahme wurde auf der Ratssitzung am 27. Februar 2026 zur Veröffentlichung verabschiedet. Dort hat der RfII außerdem eine Stellungnahme zum Vorhaben einer rechtlichen Ausgestaltung des Europäischen Forschungsraums beschlossen und einen neuen Vorsitz gewählt. Der Vorsitz wird nun von Barbara Helwing (Erste Vorsitzende) sowie Petra Gehring und Katrin Stump (stellvertretende Vorsitzende) wahrgenommen.

    Der Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII)
    Der RfII wurde von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) eingerichtet, um Bund, Länder und Wissenschaftseinrichtungen bei der Weiterentwicklung wissenschaftlicher Informations-infrastrukturen und zu verwandten Themen des digitalen Wandels in der Wissenschaft zu beraten. Seine 24 ehrenamtlichen Mitglieder werden ad personam aus den Bereichen der Informations-infrastruktureinrichtungen, der forschenden Nutzerinnen und Nutzer, des Öffentlichen Lebens sowie der Wissenschaftsministerien von Bund und Ländern berufen.

    Kontakt
    Rat für Informationsinfrastrukturen – Geschäftsstelle
    Dr. Stefan Lange, Tel. 0551-39-26073
    E-Mail: stefan.lange@rfii.de


    Original publication:

    RfII – Rat für Informationsinfrastrukturen: Stellungnahme des RfII zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur verbesserten Nutzung von Daten für die Forschung, Göttingen 2026, 5 S.
    https://rfii.de/?p=12644


    More information:

    https://rfii.de/


    Images

    Criteria of this press release:
    Journalists, Scientists and scholars, all interested persons
    interdisciplinary
    transregional, national
    Science policy, Scientific Publications
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).