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Oberfranken zählt zu den industriestärksten Regionen Deutschlands und steht zugleich unter hohem Transformationsdruck. Ein neues Whitepaper zeigt: Gerade die integrierte Verbindung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit (Twin Transformation) bietet dem produzierenden Mittelstand enorme Chancen, Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Innovationskraft nachhaltig zu stärken.
Die Auswertung von Interviews mit über 30 Unternehmen, einer Roadshow mit 56 Teilnehmenden sowie zahlreichen Projektbeispielen macht deutlich: Während viele Betriebe bereits in Digitalisierung investieren und erste Nachhaltigkeitsmaßnahmen umsetzen, fehlt häufig eine ganzheitliche Strategie, die beide Transformationen systematisch zusammenführt. Dateninseln, knappe Ressourcen, komplexe Regulatorik und fehlendes Know-how bremsen den Fortschritt, besonders bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen.
>>Potenziale der Twin Transformation
Dabei liegen die Potenziale klar auf der Hand: Digitale Technologien schaffen Transparenz über Energie- und Ressourcenflüsse, ermöglichen automatisiertes Reporting und unterstützen datenbasierte Geschäftsmodelle. Gleichzeitig gibt Nachhaltigkeit die strategische Richtung vor und fokussiert Investitionen auf wirkungsstarke Anwendungsfälle. Diese reichen von intelligentem Energiemanagement über CO₂-Bilanzierung bis hin zu digitalen Produktpässen.
Das Whitepaper identifiziert zentrale Handlungsfelder wie Prozessautomatisierung, KI-gestützte Assistenzsysteme, Kreislaufwirtschaft, digitale Lieferketten und übergreifende Themen wie Skill-Aufbau oder Technologie- und Changemanagement. Besonders deutlich wird: Weniger als zehn Prozent der befragten Unternehmen befinden sich bereits in einer integrierten Twin-Transformation-Umsetzung. Das es trotzdem geht, zeigen 15 Projekte oberfränkischer Unternehmen, die im Whitepaper vorgestellt werden und demonstrieren, wie digitale Transformation und Nachhaltigkeitstransformation schon heute positiv in Unternehmen wirken.
Das erklärte Ziel des Fraunhofer-Forschungscampus Twin Transformation ist es, an dieses Potenzial anzuknüpfen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der Region durch Wissenstransfer und enge Kooperation nachhaltig zu stärken. Hierfür werden das Fraunhofer FIT und das Fraunhofer IPA von der Oberfrankenstiftung gefördert und bieten in kostenfreien Angeboten sowie maßgeschneiderten Industrieprojekten ein umfangreiches Angebot für Wissenstransfer in die Region Oberfranken. So wird neben dem Aufbau einer lebendigen Community aus Unternehmen auch anwendungsnahe Forschung und die Zusammenarbeit von Unternehmen und Universitäten gefördert.
>>Handlungsempfehlungen als Stütze für die Transformation
Das Whitepaper gibt konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen auf ihrem Weg in der Twin Transformation. Entlang von vier Phasen wird dabei erläutert, wie mittelständische Unternehmen Kompetenzen und Projekte in der Vereinigungsmenge aus digitaler Transformation und Nachhaltigkeitstransformation aufbauen können, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. So sollen Unternehmen ermutigt werden, die Twin Transformation weniger als Einzelprojekt und mehr als strategische Unternehmung zu betrachten.
Weitere Informationen zum Fraunhofer-Forschungscampus finden Sie hier: https://www.twin-transformation.fraunhofer.de
Lesen Sie hier das vollständige Whitepaper: https://s.fhg.de/Twin-Transformation-in-Oberfranken
>>Kontakt
Prof. Dr. Maximilian Röglinger
Fraunhofer FIT, Institutsteil Wirtschaftsinformatik
maximilian.roeglinger@fit.fraunhofer.de
Prof. Dr.-Ing. Frank Döpper
Fraunhofer IPA, Projektgruppe Prozessinnovation
frank.doepper@ipa.fraunhofer.de
Criteria of this press release:
Business and commerce, Journalists
Economics / business administration, Environment / ecology, Information technology
transregional, national
Research results, Transfer of Science or Research
German

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