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Wissenschaft
Die Qualität von Lehre entscheidet maßgeblich über den Studienerfolg. Doch gute Lehre entsteht nicht allein durch fachliche Expertise – sie braucht auch fundierte didaktische Kompetenzen. Hier setzt das landesweite Verbundprojekt „QLeVer – Lehre vernetzt: Qualifizierung für Lehrende und Tutor*innen“ an. Unter Leitung der Universität Greifswald entwickeln die Universität Rostock, die Hochschulen Neubrandenburg, Wismar und Stralsund sowie die Hochschule für Musik und Theater Rostock eine gemeinsame Infrastruktur zur Förderung der Lehrqualität in Mecklenburg-Vorpommern. Am 16.03.2026 fand in Greifswald mit Wissenschaftsministerin Bettina Martin die offizielle Auftaktveranstaltung statt.
Das Konzept des von der Stiftung für Innovation in der Hochschullehre geförderten Projektes QLeVer setzt auf hochschulübergreifende Zusammenarbeit, landesweite Standards und Angebote in der Lehrqualifizierung. Lehrende können Qualifizierungsangebote an allen Hochschulen des Landes belegen und für ein landesweites hochschuldidaktisches Zertifikat anrechnen lassen. Die Themen reichen von der Gestaltung digitaler Lehr- und Lernarrangements bis zu Methoden der Studierendenaktivierung. Parallel entsteht ein Netzwerk engagierter Lehrender. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein Didaktik-Hub: Die Plattform wird Materialien bündeln, Austausch ermöglichen und die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen des Landes erleichtern.
Auch die Ausbildung von studentischen Tutor*innen verändert sich. Für sie entsteht ein didaktisches Qualifizierungsangebot, das mit einem hochschulübergreifenden Zertifikat abgeschlossen wird.
Bettina Martin, Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, sagte bei der Auftaktveranstaltung: „Ein erfolgreiches Studium hängt ganz maßgeblich von guter Lehre ab. Angesichts der rasanten gesellschaftlichen Entwicklungen, vor allem auch im digitalen Bereich, gibt es völlig neue Möglichkeiten, aber auch viele Risiken für gute Hochschullehre. Unsere Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern sind bundesweit für ihren Schwerpunkt auf qualitativ hochwertige Lehre bekannt. Dass sie sich mit diesem Projekt QLeVer noch stärker vernetzen und einen Fokus auf die hochschuldidaktische Qualifizierung legen, ist absolut zu begrüßen. Das Projekt QLeVer führt Theorie und Praxis konsequent zusammen. Es ist damit ein wichtiger Baustein, die Hochschulausbildung insgesamt zu stärken. Die Hochschulen in MV waren sehr erfolgreich bei der Einwerbung von Fördermitteln. Insgesamt fließen bis 2031 5,4 Mio. Euro an die sechs Hochschulen im Land. Das ist eine gute Nachricht für die Entwicklung von Studium und Lehre. Die Förderung durch die Stiftung für Innovation Inder Hochschullehre ist dabei nicht nur eine bedeutende Anerkennung, sondern Ausdruck für das Vertrauen in die Qualität und das Potenzial dieses Vorhabens.“
Das langfristige Vorhaben des Projektes erläutert Projektleiterin Prof. Dr. Anette Sosna, Prorektorin für Lehre und Lehrkräftebildung an der Universität Greifswald: „Mit QLeVer verfolgen wir einen strukturellen Ansatz: Ziel ist es, gute Lehre nicht nur punktuell zu fördern, sondern dauerhaft zu stärken und landesweit zu verankern.“ Weitere Maßnahmen, die das unterstützen, sind ein landesweiter Tag der Lehre, auf dem Lehrinnovationen des Bundeslandes vorgestellt werden und Lehrende in den Austausch kommen. Ein landesweiter Lehrpreis wird gute Lehre sichtbar machen und würdigen.
Weitere Informationen
Das Projekt wird von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre gefördert. Die Förderlinie „Lehrarchitektur“ ist die größte der Stiftung mit einem Fokus auf der Erprobung und dauerhafte Verankerung innovativer Lehr- und Lernstrukturen.
Beteiligte Hochschulen: Universität Greifswald (Verbundleitung), hmt Rostock, Universität Rostock, Hochschule Stralsund, Hochschule Wismar, Hochschule Neubrandenburg
Die Gesamtprojektleitung hat Prof. Dr. Anette Sosna, Prorektorin für Lehre und Lehrkräftebildung der Universität Greifswald. Projektkoordinationsleiterin ist Dr. Jana Kiesendahl.
Projektwebseite
Ansprechpartner*innen an der Universität Greifswald
Prof. Dr.-Ing. Tina Haase
Verbundkoordination QLeVer
Zentrum für akademische und digitale Kompetenzen
Anklamer Straße 20, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1320
tina.haase@uni-greifswald.de
https://www.uni-greifswald.de/qlever
https://www.linkedin.com/in/prof-dr-tina-haase-79a7155/
Johannes H. Rechenberger
Standortkoordination Greifswald QLeVer
Zentrum für akademische und digitale Kompetenzen
Anklamer Straße 20, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3832
johannes.rechenberger@uni-greifswald.de
https://www.uni-greifswald.de/qlever
https://www.linkedin.com/in/johannes-h-rechenberger-246528231
Gruppenfoto beim QLeVer-Auftakt
Source: Žan Vidmar Zorc/UG
Wissenschaftsministerin Bettina Martin beim QLeVer-Auftakt
Source: Žan Vidmar Zorc/UG
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars, Students, all interested persons
Teaching / education
transregional, national
Cooperation agreements, Studies and teaching
German

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