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03/18/2026 12:00

Karin Glaser leitet Nationales Monitoringzentrum zur Biodiversität

Ruth Birkhölzer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesamt für Naturschutz

    Die Zentrale des Nationalen Monitoringzentrums zur Biodiversität (NMZB) steht seit dem 1. März 2026 unter der Leitung von Dr. Karin Glaser. In ihrer Funktion verantwortet sie die strategische Weiterentwicklung und Koordination des bundesweiten Biodiversitätsmonitorings. Ziel des NMZB ist es, bestehende Monitoringaktivitäten aus Forschung und Praxis besser zu vernetzen, Lücken zu identifizieren und ein umfassendes Gesamtbild zum Zustand und zu den Veränderungen der biologischen Vielfalt zu schaffen.

    Vor ihrem Wechsel an das Nationale Monitoringzentrum für Biodiversität in Leipzig war Dr. Karin Glaser Juniorprofessorin für Biologie und Ökologie an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. In der Biodiversitätsforschung ist Glaser seit ihrer Promotion tätig. Schwerpunktmäßig befasste sie sich dabei mit molekularen und morphologischen Methoden zur Erfassung von Bodenbiodiversität. Als Leiterin mehrerer Forschungsprojekte und eines Lehrstuhls arbeitete sie in den letzten Jahren bereits eng mit Partnerinnen und Partnern aus Wissenschaft und Naturschutzpraxis zusammen.

    Den anstehenden Leitungsaufgaben im NMZB blickt Glaser mit Vorfreude entgegen: „Ich verfolge die Arbeit des Monitoringzentrums bereits seit mehreren Jahren aus fachlicher Perspektive. Dabei ist mir stets die gelungene Beteiligung von Wissenschaft, Verwaltung und Monitoringpraxis aufgefallen, die bei der Erarbeitung von Zielen und Maßnahmen für das bundesweite Biodiversitätsmonitoring konsequent umgesetzt wird. Diese strategische Zusammenarbeit ist für mich ein starkes Fundament, auf dem ich aufbauen möchte. Ich freue mich darauf, neue Perspektiven einzubringen und gemeinsam tragfähige Lösungen für ein zukunftsorientiertes Biodiversitätsmonitoring in Deutschland zu gestalten.“ Sie ergänzt: „Ich möchte, dass das NMZB zukünftig als zentrale, verlässliche Anlaufstelle zum Biodiversitätsmonitoring in Deutschland fungiert. Ein besonderes Anliegen ist mir daher, dass auf dem Online-Portal des Monitoringzentrums künftig Daten und Informationen für die breite Fachcommunity ebenso wie für eine interessierte Öffentlichkeit leicht auffindbar und verständlich angeboten werden. Zugleich sollen dort Einblicke in die Monitoringpraxis geboten und das Verständnis für die Bedeutung von Monitoringdaten gefördert werden.“

    Die Zentrale des NMZB ist beim Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Leipzig angesiedelt. Sabine Riewenherm, Präsidentin des BfN: „Mit Dr. Karin Glaser gewinnt das Nationale Monitoringzentrum zur Biodiversität eine ausgewiesene Wissenschaftlerin mit großer Erfahrung in der Biodiversitätsforschung und in der Zusammenarbeit mit Praxis und Forschung. Das Zentrum spielt eine zentrale Rolle dabei, die Monitoringaktivitäten in Deutschland besser zu vernetzen und weiterzuentwickeln. Nur auf Grundlage verlässlicher und zusammengeführter Daten können wir Veränderungen der biologischen Vielfalt fundiert bewerten und wirksame Maßnahmen zu ihrem Schutz ableiten. Ich freue mich sehr, dass Dr. Glaser ihre wissenschaftliche Expertise und ihre Erfahrung in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren künftig in diese wichtige Aufgabe einbringen wird.“

    Glaser übernimmt das NMZB zu einem Zeitpunkt, an dem wichtige Schritte anstehen: Aktuell erarbeitet das Monitoringzentrum die Basisversion des webbasierten Informationsportals zum Biodiversitätsmonitoring in Deutschland. Zudem werden Ergebnisse aus mehrjährigen Dialogprozessen mit der Fachcommunity in einem Ge-samtkonzept für das bundesweite Biodiversitätsmonitoring zusammengefasst.

    Hintergrund
    Nationales Monitoringzentrum zur Biodiversität (NMZB)
    Das Nationale Monitoringzentrum zur Biodiversität wurde im März 2021 eröffnet. Übergeordnetes Ziel ist es, das bundesweite Biodiversitätsmonitoring auszubauen und langfristig zu sichern. Zu den Aufgaben gehört, Monitoringaktive aus Praxis und Forschung zu vernetzen und mit ihnen gemeinsam das bundesweite Biodiversitätsmonitoring weiterzuentwickeln. Als zentrale Informationsstelle bietet das Monitoringzentrum umfassende Informationen zum Biodiversitätsmonitoring und seinen Akteurinnen und Akteuren in Deutschland. Mit Fördermitteln unterstützt es zudem Programme der Länder zum Ökosystem- und Insektenmonitoring und fördert Projekte, die innovative Ansätze für das Biodiversitätsmonitoring erproben.

    Das Nationale Monitoringzentrum zur Biodiversität besteht aus der Zentrale am Bundesamt für Naturschutz und mehreren Gremien mit unterschiedlichen Aufgaben. Den übergreifend politisch-strategischen Rahmen für die Aktivitäten des Monitoringzentrums setzt das Steuerungsgremium. Es setzt sich aktuell aus Beauftragten von sieben beteiligten Bundesministerien und einer Ländervertretung zusammen, den Vorsitz hat das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).


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    transregional, national
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