idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instance:
Share on: 
03/22/2026 10:54

GUARDIAN: Auftakttreffen markiert Startschuss für die interdisziplinäre Zusammenarbeit gegen Antibiotikaresistenzen

Stephanie Aue Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

    Am DZIF-Standort Gießen fiel im Rahmen eines feierlichen Auftakttreffens der Startschuss für das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit 3,5 Millionen Euro geförderte Forschungsprojekt GUARDIAN. Drei Jahre lang arbeiten unter der Leitung von Prof. Dr. Keywan Sohrabi Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Humanmedizin, Veterinärmedizin, Medizinischer Informatik, Mikrobiologie, Bioinformatik, Epidemiologie, Umweltwissenschaften und Gesundheitswesen gemeinsam daran, die Ausbreitung antibiotikaresistenter Bakterien besser zu verstehen und präventiv einzudämmen.

    Am DZIF-Standort Gießen fiel im Rahmen eines feierlichen Auftakttreffens der Startschuss für das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit 3,5 Millionen Euro geförderte Forschungsprojekt GUARDIAN. Drei Jahre lang arbeiten unter der Leitung von Prof. Dr. Keywan Sohrabi Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Humanmedizin, Veterinärmedizin, Medizinischer Informatik, Mikrobiologie, Bioinformatik, Epidemiologie, Umweltwissenschaften und Gesundheitswesen gemeinsam daran, die Ausbreitung antibiotikaresistenter Bakterien besser zu verstehen und präventiv einzudämmen.

    Europaweit und auch in Deutschland gewinnen multiresistente Bakterien, insbesondere aus der Familie der Enterobakterien, immer mehr an Bedeutung. Sie stellen eine zunehmende Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar, da sie Krankheitsausbrüche verursachen und aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber gängigen Antibiotika schwer behandelbar sind. Ziel des Projekts GUARDIAN „Genom-basierte Identifizierung, Analyse und Prädiktion antimikrobieller Resistenzen in One-Health-Netzwerken unter Verwendung von künstlicher Intelligenz“ ist es, mithilfe modernster Methoden der Künstlichen Intelligenz Ausbrüche dieser Keime zukünftig frühzeitig zu erkennen, nachzuvollziehen und Präventionsstrategien zu entwickeln.

    Im Rahmen des Kick-Off-Meetings kamen die beteiligten Partner zu einem intensiven Austausch zusammen. Mit dabei waren unter anderem Forschende aus dem DZIF-Forschungsbereich „Gesundheitssystem-assoziierte Infektionen“ des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der Justus-Liebig-Universität (JLU) (PD Dr. Torsten Hain und PD Dr. Can Imirzalioglu) und des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der Philipps-Universität Marburg (Prof. Dr. Isabelle Bekeredjian-Ding). Zudem sind am Verbundprojekt das Institut für medizinische Informatik, die Bioinformatik und Systembiologie und das Institut für Hygiene und Infektionskrankheiten der Tiere der JLU beteiligt sowie der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor, das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege, die Universitätsmedizin Greifswald und die Technische Hochschule Mittelhessen. Gemeinsam legten die Teilnehmenden die Grundsteine für die weitere Zusammenarbeit, vereinbarten Arbeitspläne und definierten die nächsten Meilensteine.

    Im Rahmen des Projekts werden in den kommenden Jahren erstmals umfangreiche Daten aus Humanmedizin, Tiermedizin, Lebensmittelsicherheit und Umwelt systematisch zusammengeführt und ausgewertet. Im Mittelpunkt stehen dabei multiresistente Bakterienarten wie Citrobacter, Escherichia coli, Klebsiella und Enterobacter. Künstliche Intelligenz soll helfen, die potenziellen Verbreitungswege dieser Erreger vorherzusagen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Austausch von Resistenzgenen über sogenannte Plasmide – kleine, ringförmige DNA-Strukturen, die für die schnelle Weitergabe an andere Bakterien sorgen.

    Mit seinem vernetzten One-Health-Ansatz schlägt GUARDIAN eine Brücke zwischen unterschiedlichen Disziplinen und trägt so dazu bei, wirksame Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle antibiotikaresistenter Keime im Gesundheitswesen und darüber hinaus zu entwickeln. Prof. Dr. Keywan Sohrabi betont: „Antibiotikaresistenzen sind eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Nur durch die Bündelung von Wissen und Kompetenzen unterschiedlicher Fachbereiche können wir nachhaltige Lösungen finden.“

    Weitere Informationen:
    https://www.gesundheitsforschung-bmftr.de/de/guardian-genom-basierte-identifizie...

    https://www.uni-giessen.de/de/ueber-uns/pressestelle/pm/pm06-26mitkigegenresiste...


    Contact for scientific information:

    PD Dr. Torsten Hain
    Justus-Liebig-Universität Gießen
    torsten.hain@mikrobio.med.uni-giessen.de

    PD Dr. Can Imirzalioglu
    Justus-Liebig-Universität Gießen
    can.Imirzalioglu@mikrobio.med.uni-giessen.de


    More information:

    https://www.dzif.de/de/auftakttreffen-zum-forschungsprojekt-guardian-in-giessen DZIF-Pressemeldung mit Bild


    Images

    Criteria of this press release:
    Journalists, Scientists and scholars
    Biology, Information technology, Medicine
    transregional, national
    Research projects
    German


     

    Help

    Search / advanced search of the idw archives
    Combination of search terms

    You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.

    Brackets

    You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).

    Phrases

    Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.

    Selection criteria

    You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).

    If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).