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Wissenschaft
Viele der aktuellen weltweiten Herausforderungen, seien sie sozialer, politischer oder ökologischer Natur, konzentrieren sich in der Ostseeregion. Mit dem Exzellenzantrag „Connecting Horizons – the Baltic Perspective for a Global Impact“ hat die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) sich deshalb vorgenommen, den Ostseeraum zusammen mit Partnerinstitutionen als Reallabor zu nutzen.
So können Erkenntnisse gemeinsam mit Bezug auf die Region gewonnen werden und dabei global relevant sein. Vor rund 450 Gästen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport, Verwaltung und Gesellschaft stellten CAU-Vizepräsidentin Professorin Catherine Cleophas und CAU-Vizepräsident Professor Eckhard Quandt auf dem Jahresempfang der Kieler Universität am Montag (23. März) die Vorhaben aus dem Antrag vor. Wissenschaftsministerin Dr. Dorit Stenke und Renate Treutel, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Kiel, gingen in ihren Impulsen auf die Bedeutung der CAU als Forschungs- und Bildungseinrichtung für Schleswig-Holstein und die Landeshauptstadt Kiel ein.
Starke Partnerschaften im Ostseeraum
Dem Leitmotiv der Keynote „Connecting Horizons – the Baltic Perspective for a Global Impact“ folgend, hob Vizepräsidentin Cleophas insbesondere die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit und der internationalen Vernetzung für die strategische Entwicklung der CAU hervor. „Unsere Kontakte in den Ostseeraum bestehen teils seit Jahrzehnten. In den kommenden Jahren möchten wir diese Verbindungen intensivieren, um gemeinsam zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gelangen“, sagte die Vizepräsidentin. Die Vision für die CAU als Exzellenzuniversität sei darüber hinaus, verstärkt wissenschaftliche Talente zu fördern, Studierende bei der Weiterentwicklung der Curricula einzubeziehen, der strukturell unterstützte Wissenstransfer in die Gesellschaft mithilfe eines Schlossgarten-Campus und auch die nicht-wissenschaftlichen Mitarbeitenden in Austauschprogramme einzubeziehen und weiterzubilden.
Die Bedeutung der bestehenden Forschungsschwerpunkte an der Universität Kiel und der zwei etablierten Exzellenzcluster Precision Medicine in Chronic Inflammation und ROOTS – Social, Environmental, and Cultural Connectivity in Past Societies hob Vizepräsident Professor Eckhard Quandt hervor: „Statt zusätzliche Strukturen zu schaffen, konzentrieren wir uns darauf, das große Innovationspotenzial an den Schnittstellen der bestehenden Schwerpunkte zu entfalten.“ Inhaltlich soll sich die Exzellenzforschung vor allem in den Bereichen Energiewendeforschung, Agrarsensorik, Frieden und Sicherheit, Küstensensorik, Evolutionsbiologie und Medizintechnik bewegen.
Impulse für den Norden
Dass die Exzellenzinitiative auch für Schleswig-Holstein eine große Rolle spielt, betonte Wissenschaftsministerin Dr. Dorit Stenke: „Die CAU bündelt in ihrem Exzellenzantrag ‚Connecting Horizons‘ die Stärken des Wissenschaftsstandortes Schleswig-Holstein auf hohem Niveau. Internationale Vernetzung, interdisziplinäre Forschung und regionale Expertise – auch mit Blick auf den Transfer in die Gesellschaft – bilden eine sehr gute Grundlage für den wissenschaftsgeleiteten Wettbewerb der Exzellenzinitiative. Gerade in Zeiten großer Herausforderungen sind diese Stärke und Innovationskraft besonders gefragt. Das Land steht an der Seite der CAU und unterstützt sie auf diesem anspruchsvollen Weg.“
Mit der EU-Initiative „Science Comes to Town“ hat die Landeshauptstadt ein EU-Projekt nach Kiel geholt. Wissenstransfer in die Gesellschaft und zurück spielt hierbei eine große Rolle. Bei ihrem letzten offiziellen Auftritt in ihrer Funktion als Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Kiel sprach Renate Treutel vor den geladenen Gästen im Audimax: „Kiel ist ein erstklassiger Wissenschaftsstandort und die enge Zusammenarbeit zwischen der Landeshauptstadt und der CAU stärkt unsere ‚Science City‘ auf vielfältige Weise. Mit Science Comes to Town machen wir diese Partnerschaft in diesem Jahr für die Menschen konkret erlebbar und holen Wissenschaft mitten in den Alltag unserer Stadt. Mir ist wichtig, dass wir gemeinsam Räume schaffen, in denen Austausch, Beteiligung und neue Ideen wachsen können. So verbinden wir Stadtentwicklung, Wissenschaft und europäische Zusammenarbeit auf eine Weise, die Kiel nachhaltig stärkt.“
Über die Exzellenzbewerbung der CAU
Mit dem Exzellenzantrag „Connecting Horizons – the Baltic Perspective for a Global Impact“ bewirbt sich die CAU um den Titel „Exzellenzuniversität“. Durch die Weiterförderung der zwei Exzellenzcluster „Precision Medicine in Chronic Imflammation“ (PMI) und „ROOTS - Social, Environmental, and Cultural Connectivity in Past Societies“ hatte die Kieler Universität sich für diese Förderung im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder qualifiziert. Zwischen dem 5. und 7. Mai 2026 sind Gutachtende des Wissenschaftsrates in Kiel zu Gast, um sich die Gegebenheiten vor Ort anzuschauen und die Beteiligten an der CAU zu befragen. Eine Entscheidung über die Förderung fällt am 2. Oktober 2026.
Mehr zu den Inhalten aus dem Antrag: https://www.uni-kiel.de/de/forschung/exzellenz
Fotos stehen zum Download bereit:
http://www.uni-kiel.de/de/pressemitteilungen/2026/047-praesidium-audimax.jpg
Das Präsidium der CAU begrüßte Gäste aus Wirtschaft, Poltik, Gesellschaft und Wissenschaft im Audimax (von links): Vizepräsident Prof. Markus Hundt, Vizepräsidentin Prof. Catherine Cleophas, Vizepräsident Prof. Ralph Schneider, Kanzlerin Claudia Ricarda Meyer und Vizepräsident Prof. Eckhard Quandt.
© Lorenz Oberdoerster, Uni Kiel
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CAU-Vizepräsident Prof. Eckhard Quandt (auf der Bühne links) und CAU-Vizepräsidentin Prof. Catherine Cleophas gaben in ihrem Vortrag einen Einblick in die Exzellenzbewerbung der Universität Kiel.
© Lorenz Oberdoerster, Uni Kiel
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Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Dr. Dorit Stenke ging in ihrem Impuls unter anderem auf die Bedeutung der CAU als Impulsgeber für den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein ein.
© Lorenz Oberdoerster, Uni Kiel
http://www.uni-kiel.de/de/pressemitteilungen/2026/047-renate-treutel.jpg
Bürgermeisterin Renate Treutel stellte als Vertreterin der Landeshauptstadt Kiel unter anderem die Initiative "Science Comes to Town" vor.
© Lorenz Oberdoerster, Uni Kiel
http://www.uni-kiel.de/de/pressemitteilungen/2026/047-austausch-foyer.jpg
Der Jahresempfang der CAU bot den geladenen Gästen nach dem offiziellen Teil Gelegenheit zum informellen Austausch.
© Lorenz Oberdoerster, Uni Kiel
http://www.uni-kiel.de/de/detailansicht/news/047-jahresempfang
Criteria of this press release:
Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars
interdisciplinary
transregional, national
Science policy
German

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