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Die zusätzliche Förderung im Erasmus-Programm – sogenannte Top-Ups – stärkt die akademische Mobilität von Erstakademikerinnen und Erstakademikern, Studierenden mit Kindern, erwerbstätigen Studierenden sowie Studierenden mit chronischer Erkrankung oder Behinderung. In einer heute veröffentlichten Umfrage geben mehr als 60 Prozent der Befragten an, dass sie ohne die zusätzlichen 250 Euro pro Monat auf einen Auslandsaufenthalt verzichtet hätten. Die Nationale Agentur für Erasmus+ Hochschulzusammenarbeit im DAAD (NA DAAD) hatte dazu rund 7.000 Studierende befragt. Die zusätzlichen Mittel für die Top-Ups stellt der Europäische Sozialfonds+ (ESF+) bereit.
„Akademische Mobilität darf nicht vom Elternhaus oder der Lebenssituation abhängen. Es braucht gezielte sozialpolitische Maßnahmen, damit möglichst alle Studierenden die Chance für einen Auslandsaufenthalt während des Studiums oder der Promotion erhalten“, sagte DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee. „Die Auswertung der Umfrage zeigt, dass die zusätzliche Förderung im Erasmus-Programm ein wirksames Instrument zur Verbesserung der Chancen auf einen Auslandaufenthalt und damit für mehr soziale Teilhabe ist.“
„Die Top-Ups wirken als Hebel“, ergänzte Dr. Stephan Geifes, Direktor der NA DAAD. „Sie mindern finanzielle Risiken und eröffnen Studierenden mit geringeren Chancen echte Mobilitätsoptionen. Erasmus+ stärkt damit nicht nur individuelle Bildungswege, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit Europas. Internationale Erfahrungen fördern interkulturelle Kompetenzen, Sprachkenntnisse und berufliche Flexibilität – Qualifikationen, die für den europäischen Arbeitsmarkt und für das Führen vielfältiger Teams in Deutschland immer wichtiger werden.“
Mehr Geld seit 2021 dank Kooperation mit dem ESF+
Seit 2021 haben Studierende mit geringeren Chancen – konkret Erstakademikerinnen und Erstakademiker, Studierende mit Kindern, erwerbstätige Studierende sowie Studierende mit chronischer Erkrankung oder Behinderung – im Erasmus-Programm die Möglichkeit, für einen Aufenthalt im Ausland 250 Euro pro Monat zusätzlich zu ihrem regulären Erasmus-Teilstipendium zu erhalten. Der zusätzliche Beitrag soll diesen Gruppen den Schritt zu einem Auslandsaufenthalt während des Studiums oder der Promotion erleichtern. Studierende mit Kindern oder mit chronischer Erkrankung oder Behinderung können zudem weitere Kosten erstattet bekommen. Die Mittel in Höhe von 57 Millionen Euro für die Jahre 2022 bis 2027 konnte die NA DAAD beim Europäischen Sozialfonds+ (ESF+) einwerben.
Top-Ups fördern soziale Teilhabe
Die zusätzliche Förderung zeigt laut Umfrage deutliche Wirkung: Mehr als 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich den Auslandsaufenthalt ohne den Aufstockungsbetrag finanziell nicht hätten leisten können. Knapp 70 Prozent berichteten zudem, dass sie mit der Erasmus-Förderung einschließlich des Aufstockungsbetrags den Großteil ihrer Kosten im Ausland decken konnten.
Die Wirkung geht dabei über die reine Finanzierung hinaus: Viele Befragte gaben an, dass der Aufstockungsbetrag dazu beigetragen habe, sich stärker auf Studium oder Praktikum im Ausland konzentrieren zu können. Auch der persönliche und berufliche Mehrwert des Aufenthalts wurde sehr positiv bewertet.
Die Umfrage
Für die Befragung kontaktierte die NA DAAD rund 27.000 Erasmus-Geförderte mit geringeren Chancen aus den Antragsrunden 2023 bis 2025. Knapp 7.000 Studierende beteiligten sich an der Umfrage.
Agnes Schulze-von Laszewski
Referatsleiterin Erasmus+ Leitaktion 1: Mobilität von Einzelpersonen – EU02
DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst
+49 228 882-645
laszewski@daad.de
https://eu.daad.de/medien/eu.daad.de.2016/dokumente/service/auswertung-und-stati...
Mit Kind während des Studiums ins Ausland - im Erasmus+ Programm gibt es dafür zusätzliche Förderun ...
Criteria of this press release:
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German

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