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04/09/2026 13:45

HERES – Neues Kompetenzzentrum für das Recycling mo-derner Technologiematerialien an der BTU in Senftenberg

Anne Nachtigall Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (Brandenburg)

    Die Lausitz wird zum Hotspot für die Batteriewirtschaft von morgen: Mit dem Start des Verbundprojekts „HERES – BTU-Kompetenzzentrum Hochtechnologie- und Energiematerialien und deren Recycling Senftenberg"

    Die Lausitz wird zum Hotspot für die Batteriewirtschaft von morgen: Mit dem Start des Verbundprojekts „HERES – BTU-Kompetenzzentrum Hochtechnologie- und Energiematerialien und deren Recycling Senftenberg“ gründet die BTU Cottbus-Senftenberg eine im ostdeutschen Raum einzigartige Forschungs-plattform für das nachhaltige Recycling technologisch essenzieller Materialien.

    Bis Februar 2030 entsteht an der Brandenburgischen Technischen Uni-versität Cottbus-Senftenberg (BTU) ein leistungsstarkes Kompetenzzent-rum, das Forschung, Industrie und Strukturwandel strategisch verbindet – und Brandenburg als eine Schlüsselregion der europäischen Kreislauf-wirtschaft positioniert. Das Verbundprojekt HERES wird mit einer Sum-me von rund 13,6 Mio. Euro vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.

    Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle: „Nachhaltige Kreislauf-wirtschaft statt linearer Ressourcenverbrauch – das ist das Gebot der Stunde, egal ob es um Energie, Wasser, Nährstoffe – oder Batterien geht. Mit dem Kompetenzzentrum HERES an der BTU Cottbus-Senftenberg entsteht eine Forschungsplattform, die die Lausitz als Schlüsselregion der europäischen Kreislaufwirtschaft positioniert. Wir als Land unterstützen die Lausitz im Rahmen der Strukturstärkung intensiv auf ihrem Weg zu einer europäischen Innovationsregion und setzen dabei ganz gezielt auf Wissenschaft und Forschung. So sieht erfolgreicher Strukturwandel ‚Made by future‘ aus.“

    Strukturwandel trifft Zukunftstechnologie
    Lithium-Ionen-Batterien sind in unserer modernen Welt zu allgegenwärti-gen und mittlerweile unverzichtbaren Bestandteilen unseres Lebens ge-worden, angefangen bei Smartphones, Laptops, Elektrowerkzeugen, E-Bikes bis hin zu E-Autos und stationären Energiespeichern. Gleichzeitig stehen wir in der Verantwortung, die in den Lithium-Ionen-Batterien ent-haltenen kritischen und wertvollen Rohstoffe nicht nur ressourcenscho-nend einzusetzen, sondern auch zurückzugewinnen und einer erneuten Nutzung zugänglich zu machen. Innovative Recyclingstrategien sind der Schlüssel für die Zukunft, um hohe Recyclingquoten zu erzielen und zu-gleich die Rohstoffsouveränität langfristig zu sichern.
    Hier setzt HERES an: Das Kompetenzzentrum entwickelt in der ersten Förderperiode neue Technologien entlang der gesamten Wertschöp-fungskette des Recyclings von Lithium-Ionen-Batterien – von der Rück-gewinnung der Materialien, über deren Prozessierung und Weiterverar-beitung bis zu den verschiedenen Möglichkeiten der Wiederverwendung. Ziel ist es, geschlossene Stoffkreisläufe zu etablieren und kritische Roh-stoffabhängigkeiten deutlich zu reduzieren.

    Projektleiter Jörg Acker, Professor für Physikalische Chemie an der BTU, betont: „Wir schaffen in Senftenberg eine innovative und ganzheitli-che Forschungsinfrastruktur für die Rückgewinnung, die Aufarbeitung und den Wiedereinsatz von unterschiedlichsten Batteriematerialien und werden insbesondere die neuesten Entwicklungen der Batterietechnolo-gien fortlaufend einbeziehen. Unser Anspruch ist es, wissenschaftliche Exzellenz mit industrieller Anwendbarkeit zu verbinden – und damit Wert-schöpfung, know-how und den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Region zu halten.“

    BTU-Präsidentin Prof. Gesine Grande: „Mit dem Kompetenzzentrum HERES schaffen wir Voraussetzungen, um innovative Lösungen für das Recycling technologisch essenzieller Materialien zu entwickeln und zu-gleich neue Wertschöpfungsperspektiven für unsere Region zu eröffnen. HERES steht beispielhaft für den Weg der BTU: Wir bringen wissen-schaftliche Expertise, technologische Innovation und regionale Transfor-mation zusammen. So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur europäi-schen Rohstoffsouveränität, zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen und zur Zukunftsfähigkeit der Lausitz.“

    Starkes Konsortium – starke Region
    Das Projekt vereint Expertise aus Chemie, Verfahrenstechnik und Analy-tik:
    • Prof. Dr. Jörg Acker, BTU Cottbus-Senftenberg, Fachgebiet Phy-sikalische Chemie
    • Prof. Dr. Jens Riedel, BTU Cottbus-Senftenberg, Fachgebiet Spektrochemische Analytik, sowie Bundesanstalt für Materialfor-schung und -prüfung (BAM), Berlin
    • Prof. Dr. Harvey Arellano-Garcia, BTU Cottbus-Senftenberg, Fachgebiet Prozess- und Anlagentechnik
    Als assoziierter Partner bringt das Netzwerk „ReLioS – Netzwerk zur Re-gionalisierung der Kreislaufwirtschaft für Lithium-Ionen Batteriesysteme und zukünftige Technologien“ Industrie und Forschung in direkten Aus-tausch. Damit wird das Zentrum zu einem zentralen Baustein im Innova-tionskorridor Berlin-Lausitz.

    Fünf Innovationsfelder mit Signalwirkung
    HERES verfolgt ambitionierte wissenschaftliche und technologische Zie-le:
    • Hochwertige Batteriematerialien zurückgewinnen: Demontage der Zellen, Zerkleinerung, thermische Behandlung und Trennung, Nachprozessierung zur Verbesserung von Reinheit und Material-qualität.
    • Neue Recyclingtechnologien entwickeln: Weiterentwicklung me-chanischer und hydrometallurgischer Prozesse, alternative Ver-fahrensansätze, optimierte Trennverfahren, auch unter Einbezug von Nebenstoffströmen.
    • Analytik der nächsten Generation etablieren: Entwicklung schnel-ler, präziser und automatisierbarer Analyseverfahren – auch für analytisch schwierige und verfahrenskritische Elemente.
    • Digitalisierung & Self-Driving Lab: Einführung datengetriebener Prozessüberwachung und KI-gestützter Optimierung hydrometal-lurgischer Verfahren.
    • Regionale Innovationsplattform schaffen: Dauerhafte wissen-schaftliche Infrastruktur für Unternehmen der Region
    Beitrag zu EU-Zielen und Rohstoffsouveränität
    Mit HERES reagiert die BTU auf die steigenden Anforderungen der eu-ropäischen Batterieverordnung und der EU-Kreislaufwirtschaftsstrategie. Höhere Recyclingquoten, Rückgewinnung strategischer Metalle und nachhaltige Produktionsketten sind zentrale Zukunftsaufgaben. Das Kompetenzzentrum soll dazu beitragen, Europa unabhängiger von kriti-schen Rohstoffimporten zu machen – und gleichzeitig neue industrielle Perspektiven für die Lausitz eröffnen.

    Die Lausitz – ein Zukunftsstandort für Hochtechnologiematerialien
    Mit HERES entsteht in Senftenberg eine wissenschaftliche Einrichtung mit Strahlkraft weit über Brandenburg hinaus. Das Zentrum verbindet Grundlagenforschung, industrienahe Entwicklung, Ausbildung und Netz-werkbildung – und stärkt die Region als Zukunftsstandort für Hochtech-nologiematerialien.

    Kontakt
    Prof. Dr. rer. nat. habil. Jörg Acker
    Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg
    Fachgebiet Physikalische Chemie
    Universitätsplatz 1, 01968 Senftenberg
    Tel.: +49 (0) 3573 85 839
    E joerg.acker@b-tu.de


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    Criteria of this press release:
    Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars
    Energy, Environment / ecology
    transregional, national
    Research projects, Transfer of Science or Research
    German


     

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