idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Alle zwei Jahre organisiert das internationale Forschungsnetzwerk Baltic Earth eine Konferenz in einem Ostsee-Anrainerstaat und bringt Teilnehmende mit verschiedenen Ostsee-Forschungsthemen zusammen. Dieses Jahr findet die Konferenz in Deutschland vom 13. bis 17. April 2026 in Heringsdorf auf Usedom statt. Sie wird vom Internationalen Baltic Earth Sekretariat am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) und dem Institute of Oceanology, Polish Academy of Sciences (IOPAN) organisiert und wurde kürzlich als Aktivität der UN-Ozeandekade anerkannt. Das unterstreicht die Bedeutung der Konferenz für die Meeresforschung und für die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für die Meeresumwelt.
Das Baltic Earth Forschungsnetzwerk und seine Rolle für die Ostsee
Das Baltic Earth Forschungsnetzwerk (www.baltic.earth) hat zum Ziel, das Erdsystem-Verständnis der Ostseeregion zu verbessern. Es stellt somit die wissenschaftliche Grundlage für Management-Entscheidungen im Bezug auf Klimawandel, Umweltbelastungen, menschliche Einflüsse und daraus resultierende Herausforderungen in der Region bereit. Der Kern von Baltic Earth liegt in der Förderung von internationaler Zusammenarbeit und wissenschaftlichem Austausch zwischen verschiedenen Forschungsfeldern. Außerdem konzentriert sich die Baltic Earth-Konferenz auf die Unterstützung von Forschenden früher Karrierephasen, die in diesem Jahr ungefähr ein Drittel der rund 130 Konferenzteilnehmenden stellen. Eine Veranstaltung zur Vernetzung dieser Forschenden wird im Rahmen der Konferenz organisiert und ihre besten mündlichen und Poster-Vorträge werden prämiert. Seit Anfang des Jahres 2025 befindet sich das Internationale Baltic Earth Sekretariat am IOW und am IOPAN.
Die Konferenzthemen spiegeln die aktuelle Ostseeforschung wider
Die 10 Konferenzthemen umfassen eine Vielfalt von Ostseethemen, von Klimavariabilität zu Biogeochemie, Politikgestaltung und Philosophie. Zusätzlich ist dieses Jahr ein Thema der Konferenz den optischen Eigenschaften der Ostsee und damit zusammenhängenden Methoden wie Fernerkundung und numerische Modellierung gewidmet. Laut Markus Meier, physikalischer Ozeanograph am IOW und Vorsitzender der Baltic Earth Steuerungsgruppe, bietet die Konferenz hervorragende Möglichkeiten, um mehr über die neusten Entwicklungen in der Ostseeforschung zu lernen und sich mit internationalen Forschenden auszutauschen. Insgesamt werden 64 wissenschaftliche Vorträge gehalten, 56 Poster präsentiert und fünf eingeladene Vortragende werden einen Einblick in ihre Arbeit und Forschung geben, unter ihnen auch Rüdiger Strempel, Exekutivsekretär der Helsinki-Kommission HELCOM. Zusammen mit HELCOM veröffentlicht Baltic Earth die Faktenübersicht zu Klimawandel in der Ostsee-Region.
Die lokale Kultur kennenlernen
Ein wichtiger Aspekt von Baltic Earth Konferenzen ist das Kennenlernen der Kultur des Gastlandes. Dieses Jahr wird das kulturelle Programm einen Auftritt des Shanty Chors Usedom und eine Führung durch Heringsdorf beinhalten. Am Ende der Konferenz wird der Veranstaltungsort für die nächste Baltic Earth Konferenz im Jahr 2028 bekannt gegeben.
IOW Presse-Kontakt
Dr. Sonja Ehlers | Tel.: +49 381 5197 109 | presse@iow.de
IOPAN Presse-Kontakt
Dr. Agnieszka Jędruch | Tel. +48 58 73 11 931 | ajedruch@iopan.pl
About the organizing institutions
Das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) erforscht den natürlichen und anthropogenen Wandel von Küsten- und Randmeeren in einem systemübergreifenden und interdisziplinären Ansatz, von der Grundlagenforschung bis hin zur anwendungsorientierten Forschung. Die Ostsee fungiert dabei als ideales Fallbeispiel vor der Haustür. Ein wichtiges Anliegen des IOW ist es, den wissensbasierten Dialog mit Politik, Praxis und Gesellschaft zu führen und so einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Küstenmeere zu leisten. http://www.iow.de
Das Institute of Oceanology of the Polish Academy of Sciences (IOPAN, http://www.iopan.pl), in Sopot, Polen, erforscht marine Ökosysteme mit speziellem Fokus auf die Ostsee und die europäischen Arktisregionen. In einem interdisziplinären Ansatz untersucht das Institut Ozeanprozesse und deren Reaktion auf natürlichen und anthropogenen Wandel. Seine Forschung deckt Themen wie die Rolle des Meeres in Klimasystemen, die Variabilität der Ostsee-Umwelt, die Veränderungen in Küsten- und Schelf-Ökosystemen und die Funktionsweise und Anpassung mariner Organismen ab.
Prof. Dr. Markus Meier | Tel.: +49 381 5197 150 | Email: markus.meier@iow.de
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars, Students
Environment / ecology, Geosciences, Oceanology / climate
transregional, national
Scientific conferences
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).