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Wissenschaft
Im internationalen Wettbewerb um die weltweit führende Konferenz für Künstliche Intelligenz hat sich Bremen gegen deutlich größere Standorte durchgesetzt. Ausschlaggebend war ein Gesamtpaket, das in dieser Form selten ist: exzellente Forschung, konkrete Transferstrukturen und eine früh entwickelte KI-Strategie, die konsequent umgesetzt wird. Vom 15. bis 21. August 2026 wird die International Joint Conference on Artificial Intelligence - European Conference on Artificial Intelligence (IJCAI-ECAI) mehrere tausend KI-Expert:innen aus aller Welt in die Hansestadt holen.
Was Bremen auszeichnet, ist die enge Verzahnung seiner Akteure. In der U Bremen Research Alliance arbeiten Universität und 13 außeruniversitäre Institute übergreifend zusammen. Diese Kooperation zeigt sich auch in konkreten Forschungsfeldern: etwa in der KI-basierten Robotik, die Anwendungen von der Unterwasserforschung über die Raumfahrt bis hin zur Logistik und Pflege ermöglicht. Gleichzeitig werden KI-Methoden in der digitalen Medizin, der Industrieproduktion und der Klimaforschung eingesetzt.
Ein zentraler Baustein des Erfolgs ist die konsequente Ausrichtung auf Transfer. Mit dem Aufbau des Bremer KI-Transfer-Zentrums, Digital Hub Industry, schafft das Land gezielt Strukturen, um Forschung schneller in Anwendung zu bringen. Dafür entstehen reale Anlaufstellen mit Showrooms, Experimentierflächen und Veranstaltungsformaten sowohl in Bremen als auch in Bremerhaven.
Auch wirtschaftlich bietet Bremen ideale Bedingungen für KI-Innovationen. Etablierte Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrt, maritimen Wirtschaft, Logistik und Windenergie treffen auf eine lebendige IT- und Start-up-Szene. Start-ups im Bereich autonomer Robotik oder digitaler Diagnostik zeigen, wie aus Forschung marktfähige Anwendungen entstehen.
Dass Bremen auch international als KI-Standort wahrgenommen wird, zeigte zuletzt eine Veranstaltung am 16. März 2026 in der Vertretung des Landes Bremen bei der Europäischen Union in Brüssel. Dort präsentierten Vertreter:innen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft das Bremer KI-Ökosystem und seine Einbindung in europäische Initiativen.
„KI ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen – dank jahrzehntelanger Forschung und Pionierarbeit. Bremen entfaltet mit einer starken Wissenschaft und als KI-Standort internationale Wirkung. Forschung, Transfer und gesellschaftliche Verantwortung verbinden sich am Wissenschaftsstandort Bremen. Wir freuen uns auf die IJCAI-ECAI mit europäischen und internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Sommer“, sagt Karolina Kumar, Staatsrätin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft.
„Bremen steht für kurze Wege und enge Zusammenarbeit: Von der Grundlagenforschung über die Entwicklung menschzentrierter KI-Systeme und Robotik bis hin zum KI-Transferzentrum, das den Wissens- und Technologietransfer vorantreibt, greifen die Strukturen nahtlos ineinander. Diese Stärken überzeugten auch die Gutachtenden unserer Bewerbung zur Ausrichtung der IJCAI 2026 und bieten ideale Voraussetzungen für ein vielfältiges Programm des Summer of AI, der von Juli bis August rund um die IJCAI in Bremen 2026 stattfinden wird“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Tanja Schultz, Professorin für Kognitive Systeme an der Universität Bremen und Chair des Local Arrangements Committee.
Die Bremer KI-Strategie setzt dabei bewusst auf einen ganzheitlichen Ansatz: Neben Forschung und Wirtschaft werden auch gesellschaftliche Fragen adressiert, etwa durch Formate zur öffentlichen Diskussion, ethische Leitlinien und Anwendungen für Klima- und Ressourcenschutz. Gleichzeitig investiert das Land gezielt in Qualifizierung, neue Studiengänge und die Gewinnung internationaler Talente.
„Bremen steht für eine KI, die aus der Forschung heraus in konkrete Anwendungen überführt wird – ob in der Robotik, der Industrie oder der Medizin. Eine verantwortungsvolle Verbindung von wissenschaftlicher Tiefe und praktischer Umsetzung trägt direkt den europäischen Zielen von Human-Centered und vertrauenswürdiger KI bei“, sagt Prof. Dr. Antonio Krüger, CEO des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz DFKI.
Mit der IJCAI-ECAI 2026 wird Bremen diese Stärken auf die internationale Bühne bringen. Ergänzend zur Konferenz ist ein „Summer of AI“ geplant, der Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft miteinander ins Gespräch bringt und KI erlebbar macht.
Bremen zeigt: Entscheidend ist nicht die Größe eines Standorts, sondern die Qualität der Zusammenarbeit und die Fähigkeit, aus Forschung konkrete Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln.
Über die U Bremen Research Alliance
Die U Bremen Research Alliance vereint die Universität Bremen mit dreizehn außeruniversitären Forschungseinrichtungen aus allen vier großen deutschen Wissenschaftsorganisationen – der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft – sowie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Gemeinsam gestalten die Partnerinstitutionen einen abgestimmten Raum für Forschung, Infrastruktur und Innovation – „von der Tiefsee bis ins Weltall“.
Kontakt
Local Press Office der IJCAI-ECAI 2026
Das Local Press Office der IJCAI-ECAI 2026 bündelt die Pressearbeit rund um die Konferenz in Bremen. Es wird getragen von der U Bremen Research Alliance, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) sowie den Publicity Chairs Prof. Dr. Ralf Möller (Universität Hamburg, Gesellschaft für Informatik) und Prof. Dr. Rolf Drechsler (Universität Bremen, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz).
Als zentrale Anlaufstelle für Medien begleitet das Press Office die IJCAI-ECAI 2026 kommunikativ und steht Medienvertreter:innen aus Bremen und ganz Deutschland ab sofort und während der Konferenz für Anfragen zur Verfügung.
E-Mail für Anfragen: press@2026.ijcai.org
https://www.ijcai.org Offizielle Website der International Joint Conference on Artificial Intelligence (IJCAI)
Criteria of this press release:
Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars, Students, all interested persons
interdisciplinary
transregional, national
Miscellaneous scientific news/publications, Scientific conferences
German

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