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Wissenschaft
Gemeinsam mit der Firma SWCode aus Soest entwickelt die Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) in einem Forschungsprojekt namens "ARiadne" eine innovative Augmented-Reality-Navigationsanwendung für Fußgänger*innen. Am Mittwoch, 15.04.2026 besuchte die nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur bei ihrer "NRW Innovation Tour 2026" die Firma SWCode, um sich eingehender über das Projekt zu informieren. Mona Neubaur zeigte sich begeistert von den ersten Einblicken in die App. Das Team setzt an vielen Stellen spielerisch auf tierische Unterstützung durch eine digitale Version des Hundes Napoleon von Sales & Marketing Direktor Alex Stühl.
Was macht ein Hund in einer Navigations-App? Er dient als Testobjekt, wie die Anwendung für Nutzende optimal gestaltet ist. Das Forscher*innen-Team der Hochschule Hamm-Lippstadt, geleitet durch Prof. Dr.-Ing. Jan-Niklas Voigt-Antons, präsentierte die wissenschaftlichen Untersuchungen, die in die Entwicklung der App einfließen. Die Anwendung soll sich beispielsweise dadurch von anderen Navigations-Apps abheben, dass sie die Navigationshinweise durch AR direkt in die reelle Umgebung des/der Nutzers/Nutzerin einblendet. "Das bietet einen großen Mehrwert, weil wir sehen, dass Nutzende oft Probleme haben, die 2D-Karte in einer Navigation auf die echte Welt zu übertragen. Mit Augmented Reality können wir die Anweisungen direkt in die echte Welt projizieren", erklärte Johannes Vollmer, Entwickler bei SWCode und HSHL-Alumni im Studiengang "Computervisualistik und Design". Hierzu testete das HSHL-Team, welche Art von Einblendung, etwa Pfeile, Neonlinien, oder eben ein vorauslaufender Hund die bessere Option darstellt. Zudem soll die App bei der Nutzung wertvolle Hinweise zu Attraktionen am Rand geben, die z. B. durch einen Lichtstrahl umgesetzt werden könnten. Oder Warnhinweise, durch ein deutliches Handzeichen oder auch hier einen bellenden Hund. „Das Projekt zeigt sehr schön, wie wir wissenschaftliche Methodik aus unserer Forschung mit der praktischen Nutzbarmachung durch die Firma SWCode verknüpfen“, so Prof. Voigt-Antons.
Mona Neubaur, Stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin: "Nordrhein-Westfalen ist kein Museum seiner industriellen Vergangenheit – es ist eine Werkstatt für die Zukunft. Die Menschen hier erfinden nicht nur Neues, sie krempeln die Ärmel hoch und setzen es um. Diese Energie – pragmatisch, bodenständig, mit echtem Anspruch auf Lösungen – ist unser größtes Kapital. Als Landesregierung ist es unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass diese Innovationskraft auch ankommt: in den Betrieben, bei den Beschäftigten, in den Regionen."
Förderung schafft wichtige Rahmenbedingungen für Projekt
Dass ein solches Projekt überhaupt möglich sei, liege vor allem an der erhaltenen Förderung im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE). "Die Förderung ist wichtig, weil sie Ressourcen schafft, die wir sonst so nicht hätten", so Prof. Voigt-Antons. Ohne Förderung wäre die intensive Arbeit an solchen Themen weder von Seiten der Firma, noch in Verbindung mit dem Alltag an einer Hochschule möglich, bekräftigten alle Beteiligten. Geplant ist nun, dass die App im Juli als Open-Source-Lösung für die Weiterentwicklung zur Verfügung steht.
Prof. Dr. Jan-Niklas Voigt-Antons, Lehrgebiet Angewandte Informatik mit dem Schwerpunkt Immersive Medien, Tel. +49 (0)2381 8789-914, jan-niklas.voigt-antons@hshl.de
Gruppenfoto, genaue Namen unter www.hshl.de/presse
Source: Johanna Bömken
Copyright: HSHL
Criteria of this press release:
Journalists, all interested persons
Information technology
transregional, national
Cooperation agreements, Research projects
German

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