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Wie verlaufen Karrierewege nach einem dualen Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Karlsruhe? Die Reihe „Alumni berichten“ gibt Einblicke in berufliche Stationen und persönliche Entwicklungen ehemaliger Studierender.
Im Fokus steht diesmal Kay Bäumges: in Pforzheim geboren, absolvierte er sein Abitur am Technischen Gymnasium in Bretten und studierte von 2011 bis 2014 Elektrotechnik an der DHBW Karlsruhe. Heute ist er Geschäftsführer der KDB Medienagentur GmbH mit Sitz in Tiefenbronn.
Im Interview berichtet er über seinen Weg vom Hardwareentwickler zum Unternehmer und die Herausforderungen beim Aufbau und der Weiterentwicklung einer eigenen Firma. Darüber hinaus gibt er Einblicke in prägende Erfahrungen aus seiner Studienzeit und formuliert zentrale Empfehlungen für heutige Studierende.
Was sind Ihre Aufgaben als Geschäftsführer der KDB Medienagentur GmbH?
Als Geschäftsführer ist es meine Hauptaufgabe dafür zu sorgen, dass mein Unternehmen nachhaltig und zukunftsträchtig läuft und gesund wachsen kann. Da geht es viel um Mitarbeiterführung, Motivation und darum eine Vision zu definieren und schlussendlich an der Erreichung dieser Vision zu arbeiten.
An welchen Projekten arbeiten Sie gerade?
In Bezug zu unseren Kunden und Partnern sind wir dabei Prozesse zu digitalisieren und eine solide Infrastruktur in der IT zu bauen.
Welchen Herausforderungen stehen Sie gegenüber?
Aktuell ist der Sprung von der Selbstständigkeit, bei der man selbst noch ein sehr wesentlicher Teil im operativen Geschäft ist, zum Unternehmer eine Herausforderung. Das sind dann eben genau die Punkte zur Mitarbeiterführung, Schaffung von Prozessen und all das Administrative.
Worauf sind Sie besonders stolz?
Ein über fünf Jahre erfolgreich bestehendes Unternehmen mit mehr als 400 Kunden aufgebaut zu haben, erfüllt mich ebenso mit Stolz wie die Möglichkeit, dabei kontinuierlich an gesellschaftlichen Herausforderungen zu arbeiten.
Warum haben Sie sich vor fünf Jahren selbständig gemacht?
Meine Selbstständigkeit, wenn auch nur nebenher, begann ja ziemlich genau ein Jahr nach der Zeit an der DHBW. Also vor über zehn Jahren. Ich habe mir insbesondere durch mein Engagement in der Studierendenvertretung (StuV) der DHBW Karlsruhe, im Studierendenparlament (StuPa) der DHBW und diversen Ausschüssen während des Studiums viele Kompetenzen angeeignet, die ich als klassischer Hardwareentwickler nicht benötige. Aus diesem Grund habe ich eine Möglichkeit gesucht diese Fähigkeiten nebenher aufrechtzuhalten und schlussendlich damit auch Geld zu verdienen.
Warum haben Sie damals die DHBW Karlsruhe gewählt?
Die Wahl ergab sich vor allem durch meinen Dualen Partner und die räumliche Nähe. E.G.O. stand in Kooperation mit dem Technischen Gymnasium in Bretten, das ich besuchte. Als Schülersprecher hatte ich bereits viel Kontakt mit diesem Unternehmen. Rückblickend hätte ich es jedoch nicht besser treffen können.
Besonders überzeugt hat mich außerdem, dass an der DHBW Karlsruhe vieles zentral an einem Ort gebündelt ist und dadurch kurze Wege entstehen. Zudem war das Verhältnis zwischen der Studierendenvertretung und den verschiedenen Organen der Hochschule sehr gut.
Was blieb Ihnen aus Ihrer Studienzeit am deutlichsten in Erinnerung?
Besonders in Erinnerung geblieben sind die Momente aus dem Bereich, den ich eigentlich nicht studiert habe, sondern aus meiner Tätigkeit in der StuV, im StuPa und allem, was damit verbunden war. Mit den Kommiliton*innen aus dieser Zeit besteht bis heute ein enger und guter Kontakt.
Darüber hinaus hatte ich im Rahmen meines Elektrotechnik-Studiums die Möglichkeit, durch meinen Dualen Partner, während einer dreimonatigen Praxisphase im Auslandswerk in Taicang, China, zu arbeiten. Taicang liegt etwa 50 Kilometer nördlich von Shanghai. In dieser Zeit lernte ich in Shanghai auch meine heutige Frau kennen. Seit 2014sind wir verheiratet und haben inzwischen zwei Kinder.
Hätten Sie rückblickend manche Dinge gerne anders gemacht?
Wenn ich mich frage, ob ich Dinge rückblickend anders gemacht hätte, lautet meine Antwort klar: nein. Auch wenn ich wahrscheinlich Fehler gemacht habe, so brachten sie mir wichtige Erkenntnisse und trugen zur persönlichen Weiterentwicklung bei. Daher bin ich froh, wie alles gelaufen ist. Fehler sind Chancen und Möglichkeiten für Wachstum. Andernfalls müsste ich auch sagen, dass ich rückblickend mit dem Wissen um die richtigen Lottozahlen selbstverständlich gespielt und gewonnen hätte.
Was würden Sie heutigen DHBW-Studierenden als Tipp mit auf den Weg geben?
Die Entscheidung für ein Studium sollte nicht primär vom Namen oder der Größe eines Dualen Partners abhängen, auch wenn diese selbstverständlich attraktiv wirken können. Viel wichtiger ist es, sich an den eigenen Interessen und Fähigkeiten zu orientieren. Wer ein Studienfach wählt, das wirklich zu den eigenen Stärken und Neigungen passt, legt die Grundlage für Motivation, Erfolg und langfristige Zufriedenheit im Berufsleben.
Kay Bäumges – Werdegang
Geboren am 23.03.1992 in Pforzheim
2011 - 2014 Studium Elektrotechnik an der DHBW Karlsruhe, Dualer Partner E.G.O.
2014 - 2019 Hardwareentwickler E.G.O. Gruppe
2019 - 2022 Projektentwickler E.G.O. Gruppe
ab 2015 Aufbau des Unternehmens KDB Medienagentur GmbH
Seit 2022 KDB Medienagentur GmbH, Geschäftsführer (Geschäftsführender Gesellschafter)
Susanne Diringer
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschulkommunikation und Marketing
Tel.: 0721 / 9735 718
susanne.diringer@dhbw-karlsruhe.de
Kay Bäumges, Alumnus DHBW Karlsruhe
Source: Susanne Diringer
Copyright: DHBW KA//DI
Criteria of this press release:
Journalists, all interested persons
Economics / business administration, Electrical engineering, Information technology
regional
Miscellaneous scientific news/publications
German

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