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04/29/2026 11:42

HTWK Leipzig startet neuen Studiengang „3D-Druck & Funktionale Oberflächen“

Franka Platz Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

    Smart Materials, Bio Printing und gedruckte Elektronik: Bachelorstudiengang zur additiven Fertigung macht fit für die Zukunft der industriellen Produktenwicklung

    Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) reagiert auf die tiefgreifende Transformation in der industriellen Fertigung und etabliert zum Wintersemester 2026/27 einen neuen Studiengang: „3D-Druck & Funktionale Oberflächen“. Das innovative Studienkonzept mit diesem ganzheitlichen Technologieansatz ist deutschlandweit einzigartig. Es vermittelt umfassende Kompetenzen in zwei- und dreidimensionalen, additiven Fertigungsverfahren. Der Studiengang zielt darauf ab, alle Potenziale der modernen Fertigungstechnologien zu nutzen, die die traditionelle Produktentwicklung revolutionieren.
    „Mit diesem Studiengang schöpfen wir das wahre Potenzial von Drucktechnik aus. Ob mit analogen oder digitalen Verfahren, ob in 2D oder ganz oft hintereinander in 3D – gedruckte Schichten sind heute eine Schlüsselkomponente vieler Produkte in der industriellen Fertigung. Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs verstehen Materialien, können neue Anwendungen entwickeln, die technische Umsetzung im Produktionsprozess realisieren und so die Zukunft der Industrie maßgeblich mitgestalten”, so Prof. Dr. Ingo Reinhold, Studiendekan und Professor für Beschichtungsprozesse.
    Im Studium wird der gesamte Prozess von der Konstruktion bis zum finalen 3D-Objekt betrachtet. Die Studierenden lernen, welche Materialien sich kombinieren lassen und wie 3D-Drucker funktionieren, um völlig neue Funktionssysteme und intelligente Anwendungen für 3D-Druck entwickeln zu können.

    3D-Druck ist eine Zukunftstechnologie, die dreidimensionale Objekte nicht aus einem Block herausschneidet oder sie in Form gießt, sondern sie Schicht für Schicht aufbaut – daher die Bezeichnung „additive Fertigung“.
    Damit kann nahezu alles erschaffen werden – von komplexen Mikrostrukturen bis zu Filmkulissen und Raketentriebwerken. Das ermöglicht nicht nur Produkte, die bisher schwierig oder gar nicht hergestellt werden konnten, es erlaubt auch Individualisierung ohne Mehrkosten und die Funktionalisierung gedruckter Objekte durch die Kombination verschiedener Materialien. Weiterer Vorteil: Da nur dort Material verwendet wird, wo es nötig ist, reduziert sich der Abfall verglichen mit klassischen Fertigungsverfahren, Ressourcen werden also effizient genutzt.

    Der 2D-Druck konzentriert sich hingegen auf die oberste Schicht. Dennoch: Das gleiche beschichtungstechnische Know-how, das beim 3D-Druck zum Einsatz kommt, wird auch für zweidimensionale Anwendungen genutzt, um Oberflächen gezielt zu „funktionalisieren“. Das Grundprinzip ist das präzise Auftragen hauchdünner Schichten, die einem Objekt oder Material völlig neue, entscheidende Eigenschaften verleihen. Diese Veredelungen spielen eine Schlüsselrolle in unzähligen Bereichen unseres Lebens – sie sind oft unsichtbar, jedoch immer unverzichtbar, beispielsweise bei Verpackungen mit brillanten Druckbildern, in gedruckter Elektronik in Smartphones oder bei Medizinprodukten, die bioaktive Substanzen tragen.

    Die Synergie: Warum 3D-Druck und funktionale Oberflächen zusammengehören
    Die technologische Brücke zwischen diesen beiden Feldern ist das tiefgreifende beschichtungstechnische Know-how. Die additive Fertigung und die Funktionalisierung von Oberflächen revolutionieren die industrielle Produktion und helfen, zentrale gesellschaftliche Herausforderungen wie die Digitalisierung und den Ruf nach mehr Nachhaltigkeit zu bewältigen. Neben der Lehre richtet sich die HTWK Leipzig auch in der Forschung weiter in Richtung 3D-Druck aus und eröffnet im Juni 2026 das Additive Multimaterial Manufacturing Lab (AM³) – eine hochmoderne Forschungsumgebung für den 3D-Druck.

    Exzellente Berufsaussichten
    Die Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich als Bachelor of Engineering (B.Eng.) und sind aufgrund der enormen Einsatzbreite von 2D- und 3D-Druckverfahren in der Industrie sehr gefragt.
    Mögliche Berufsfelder und Einsatzmöglichkeiten umfassen ein breites Spektrum, darunter:

    • Produktionstechnik & Elektronik (z. B. Serienfertigung, Elektronikbauteile)
    • Life Science & Medizin (z. B. individualisierte, medizinische Produkte, Bio Printing)
    • Smart Materials (z. B. Modifikation von Materialeigenschaften, funktionale Transistoren)
    • Verpackung & Logistik (z. B. Smart Labels, Smart Packaging)
    • Energie & Umwelt (z. B. Solarmodule, Brennstoffzellen)
    • sowie in den Bereichen Forschung & Entwicklung und Anwendungstechnik (Additive Fertigung)

    Auf einen Blick
    Abschluss: Bachelor of Engineering (B.Eng.)
    Regelstudienzeit: 7 Semester (inkl. 1 Praxissemester)
    Zulassung: Örtlicher Numerus clausus (NC)
    Bewerbung (online): 1. Mai-15. Juli 2026 (Ausschlussfrist) unter htwk-leipzig.de/bewerbung
    Studiengebühren: keine


    More information:

    https://www.htwk-leipzig.de/studieren/studiengaenge/bachelorstudiengaenge/3d-dru... Zum Studiengang 3D-Druck und Funktionale Oberflächen


    Images

    Post-Processing eines 3D-gedruckten Teils
    Post-Processing eines 3D-gedruckten Teils
    Source: Saskia Pramor
    Copyright: Saskia Pramor/HTWK Leipzig

    Prof. Ingo Reinhold mit einem Beispiel aus der 3D-Druck-Praxis.
    Prof. Ingo Reinhold mit einem Beispiel aus der 3D-Druck-Praxis.
    Source: Anne Schwerin/HTWK Leipzig
    Copyright: Anne Schwerin/HTWK Leipzig


    Criteria of this press release:
    Business and commerce, Journalists, Teachers and pupils, all interested persons
    Economics / business administration, Environment / ecology, Materials sciences, Mechanical engineering
    transregional, national
    Studies and teaching
    German


     

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