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05/05/2026 10:48

Mathestudium neu aufgestellt: Hochschule Darmstadt startet ab Wintersemester 2026/27 drei neue Bachelor-Studiengänge

Simon Colin Hochschulkommunikation
Hochschule Darmstadt

    Ohne Mathematik würde unsere digitalisierte Gesellschaft nicht funktionieren. Kein PC, kein intelligentes Gerät und keine KI und schon gar kein Smartphone. Doch Mathe hat immer noch keinen leichten Stand. Gerade bei jungen Menschen, die sich in der Schule schwertaten und sich immer seltener für ein solches Studium entscheiden. Bundesweit. Die Hochschule Darmstadt (h_da) hat jetzt ihre Mathematikstudium neu aufgestellt. Drei neue Bachelorstudiengänge starten ab dem Wintersemester 2026/27. Sie lassen sich flexibel studieren und adressieren drei Bereiche, in denen Mathematik unerlässlich ist und in denen Fachkräfte händeringend gesucht werden: Technik, Datenanalyse, Finanzmärkte.

    Mathe wird oft missverstanden. Und zwar nicht, was Formeln oder Gleichungen angeht, sondern mögliche Karrierewege. So streben Studierende an klassischen Unis gerne noch eine ehrbare Schullaufbahn an. Doch Absolventinnen und Absolventen eines Mathestudiums haben heute viele weitere Optionen. In der Pharmaindustrie etwa braucht es Mathematik-Fachleute für Wirkungsstudien von Medikamenten. In der Logistikbranche geht Routenplanung nicht ohne Mathe. Auch die Artemis-Mondmission wäre ohne entsprechendes Know-how nicht abgehoben. Und Wettervorhersagen wären unbrauchbar. Vorteil für Mathematik-Studierende an der Hochschule Darmstadt und somit einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften: Die Professorinnen und Professoren des Fachbereichs Mathematik und Naturwissenschaften haben allesamt Industrieerfahrung und wissen, welche Perspektiven es gibt.

    Die drei neuen Bachelor-Studiengänge adressieren Bereiche, in denen Absolventinnen und Absolventen künftig in interdisziplinären Teams ihre spezielle Expertise einbringen können. Die wissenschaftliche Ausbildung im Studiengang "Data Science und Künstliche Intelligenz" qualifiziert für die statistische und KI-basierte Analyse großer Datensätze unter anderem in den Branchen Gesundheit, Pharma und Finanzwirtschaft und allgemein in der Industrie. An der h_da können die Studierenden nach dem Bachelor dann gleich noch den passenden Masterstudiengang Data Science anschließen. Wie auch der neue Bachelorstudiengang wird er in Kooperation mit dem Fachbereich Informatik betrieben.

    Der Studiengang "Computational Mathematics" kombiniert moderne Mathematik mit Ingenieurswissenschaften und Informatik. Perspektiven gibt es in Schnittstellenjobs in der Industrie rund um die mathematische Modellierung komplexer Systeme. Im Studiengang "Analytics in Business and Financial Markets" geht es um finanzmathematische und betriebswirtschaftliche Fragestellungen. Die Studierenden haben Perspektiven im Bereich Finanzmärkte und Wirtschaft, zum Beispiel in Versicherungen, Banken oder in der Marktforschung.

    Das Besondere an den drei neuen Bachelor-Studiengängen ist, dass sie flexibel studiert werden können. Die beiden ersten Semester dienen in allen Studiengängen dazu, mathematische und wissenschaftliche Grundlagen zu vermitteln - die eigene Sprache der Mathematik. Studierende können auch noch danach in einen der anderen Mathematik-Studiengänge wechseln, sollten sie merken, dass ein anderer Schwerpunkt besser passt. Kooperationen mit Fachbereichen wie Informatik und Wirtschaft sensibilisieren früh für interdisziplinäres Denken und Arbeiten. Zusätzlich steht ein spezielles Mathe-Lernzentrum bereit, das Studierende bei Bedarf unterstützt.

    "Wir sind überzeugt, moderne und anwendungsorientierte Studienformate der Mathematik anzubieten, die unseren Studierenden gute Perspektiven bieten", sagt Prof. Dr. Horst Zisgen, neuer Dekan am Fachbereich Mathematik und Naturwissenschaften. Der Mathematiker mit Leib und Seele bekommt durch seine Kinder mit, dass auch an Schulen viele motivierte Mathelehrer sind - Potenzial, um junge Leute für ein Mathestudium und die damit verbundenen Berufsperspektiven zu interessieren. Sein Wunsch: "An vielen Schulen gibt es spezielle Schwerpunktklassen. Ich würde mir noch viel mehr Matheklassen wünschen. So könnte auch ein Mathematikstudium wieder stärker in den Fokus rücken. In Industrie und Wirtschaft werden Mathematikerinnen und Mathematiker jedenfalls händeringend gesucht."

    Mehr Informationen zu den drei neuen Mathematik-Bachelorstudiengängen finden sich hier: https://fbmn.h-da.de/

    Die neuen Studiengänge stellen sich auch auf der nächsten hobit contact vor, am Dienstag, 19.05., zwischen 9 und 13 Uhr auf dem Campus der Hochschule Darmstadt: https://hobit.de

    Hochschule Darmstadt (h_da)
    Die Hochschule Darmstadt (h_da) ist eine der größten deutschen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAWs). Sie bietet ihren aktuell 14.000 Studierenden ein praxisnahes und anwendungsorientiertes Studium in den Bereichen MINT, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Architektur, Medien und Design. Viele Projekte und Inhalte in Studium, Forschung und gesellschaftlichem Transfer beschäftigen sich mit den Zukunftsthemen Nachhaltige Entwicklung, Mobilität und Digitalisierung. Die h_da betreibt ein eigenes Promotionszentrum Nachhaltigkeitswissenschaften und vergibt als erste und einzige deutsche Hochschule den akademischen Grad eines Doktors der Nachhaltigkeitswissenschaften. Visionär ist die europäische Hochschulallianz „European University of Technology (EUT+)“, der die h_da angehört: Gemeinsam mit acht weiteren Hochschulpartnern und gefördert von der EU-Kommission möchte die h_da zu einem neuen Hochschultyp zusammenwachsen – zur „Europäischen Universität“.

    Website h_da: https://h-da.de
    Website EUT+: https://www.univ-tech.eu


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    Criteria of this press release:
    Business and commerce, Journalists, Scientists and scholars, Students, Teachers and pupils, all interested persons
    Economics / business administration, Information technology, Mathematics
    transregional, national
    Studies and teaching
    German


     

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