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05/05/2026 10:50

Online-Plattform veranschaulicht Geschichte des Filmexils zwischen 1930 und 1950

Jonas Siehoff Kommunikation und Medien
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Gestern ist die Online-Plattform filmexil.de für die Öffentlichkeit freigeschaltet worden. Sie entstand aus dem am Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz angesiedelten Forschungsprojekt „Mapping German Film Exile“, das Forschung, Datenanalyse und digitale Visualisierungen zum historischen Filmexil verknüpft hat.

    Ergebnis des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschungsprojekts „Mapping German Film Exile“

    Gestern ist die Online-Plattform filmexil.de für die Öffentlichkeit freigeschaltet worden. Sie entstand aus dem am Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft (FTMK) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) angesiedelten Forschungsprojekt „Mapping German Film Exile“, das Forschung, Datenanalyse und digitale Visualisierungen zum historischen Filmexil verknüpft hat. In dem Projekt hat das FTMK mit dem Deutschen Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek und dem dort bewahrten „Archiv Günter Peter Straschek“ sowie dem DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum mit den filmografischen Daten von Filmportal kooperiert. Das Projekt ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) durch eine sogenannte Sachbeihilfe gefördert worden.

    „Mapping German Film Exile macht die Geschichte des Filmexils zwischen 1930 und 1950 digital zugänglich. Über Personenseiten, Netzwerke und Produktionszusammenhänge exilierter Filmschaffender leistet es einen Beitrag zu einer dezentrierten, transnationalen Filmgeschichtsschreibung des historischen Filmexils“, sagt Prof. Dr. Alexandra Schneider vom FTMK, die das Projekt mit ihrer Mitarbeiterin Dr. Imme Klages geleitet hat.

    Das Projekt zeigt, wie das Filmexil nicht nur von Verlust, dem Zurücklassen einer Heimat, und dem Wissen um die Ermordung ganzer Familienzweige geprägt war, sondern auch von Neuanfängen und Vernetzung unter den Exilant*innen. 3.500 Personenakten aus dem Straschek-Nachlass wurden vom Deutschen Exilarchiv erschlossen. Auf dieser Basis wurde eine Datenbank geschaffen, welche die GND-, IMDb-, Filmportal- und Wikidata-Verweise zusammenführt, anreichert und zugänglich macht. Diese Grundlage ermöglicht es erstmals, biografische, filmografische und geografische Informationen zu verknüpfen und damit Netzwerke des Filmexils in ihrer räumlichen Dynamik zu untersuchen.

    Interaktive Karten und Netzwerkgrafiken

    Interaktive Karten und Netzwerkgrafiken veranschaulichen, wie sich nach 1933 – mit dem Ausschluss jüdischer und politisch nicht konformer Beschäftigter aus der deutschen Filmindustrie – neue Produktionsnetzwerke in den Exilländern herausbildeten und fortsetzten.

    Neben bekannten Regisseur*innen und Schauspieler*innen rückt die Plattform auch bislang weniger sichtbares Personal in den Blick – etwa Kameraoperateure, Techniker*innen, Dekorateur*innen, Kinobesitzer*innen und schreibende Frauen, deren Arbeit sich im Exil teilweise fortsetzte, sich in eine andere Tätigkeit änderte, oder ganz aufgegeben werden musste.


    Contact for scientific information:

    Prof. Dr. Alexandra Schneider & Dr. Imme Klages
    Mapping German Film Exile
    Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    55099 Mainz
    E-Mail: filmexil@uni-mainz.de


    More information:

    http://filmexil.de/ – filmexil.de


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    Criteria of this press release:
    Journalists, Scientists and scholars, Students, Teachers and pupils
    Cultural sciences, History / archaeology, Media and communication sciences
    transregional, national
    Research projects, Research results
    German


     

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