idw - Informationsdienst
Wissenschaft
THWS und GeSI Software GmbH arbeiten an der Verbesserung der Datenqualität für Gefahrenstoffmanagement in Unternehmen
Sicherheitsdatenblätter sind das Rückgrat des betrieblichen Gefahrstoffmanagements: Sie enthalten kritische Informationen über Gefahrstoffe und müssen von Unternehmen sorgfältig ausgewertet werden. Bisher geschieht das meist aufwendig per Hand oder mit relativ fehleranfälligen regelbasierten Systemen. Im Rahmen des Technologietransferprojekts DIG:IT-KMU arbeitet die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) gemeinsam mit der GeSi Software GmbH daran, diesen Prozess mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) grundlegend zu verbessern.
Vom Regelwerk zur intelligenten Extraktion
Die GeSi Software GmbH bietet Software für das Gefahrenstoffmanagement in Unternehmen verschiedenster Branchen an. Ihre Kunden erhalten Sicherheitsdatenblätter von Lieferanten, Dokumente mit kritischen Informationen zu Gefahrenstoffen, die für das betriebliche Gefahrenstoffmanagement ausgewertet werden müssen. „Die automatische Verarbeitung dieser Dokumente war bislang fehleranfällig und zog einen erheblichen manuellen Nachbesserungsaufwand nach sich“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Bastian Engelmann von DIG:IT-KMU. Das Ziel des gemeinsamen Anwendungsfalls bei DIG:IT-KMU ist klar: Eine KI-gestützte Lösung soll die Datenextraktion präziser, flexibler und zuverlässiger machen, insbesondere bei stark variierenden Dokumentenlayouts, wo regelbasierte Ansätze an ihre Grenzen stoßen. Im Projektverlauf sei ein funktionsfähiger Prototyp entwickelt und erfolgreich in einer praxisnahen Umgebung erprobt worden, so Prof. Dr.-Ing. Engelmann. Damit sei das sogenannte „Technology Readiness Level 5 (TLR 5)“ erreicht worden. Dies bedeutet, dass die Lösung nicht nur im Labor funktioniert, sondern sich bereits unter realistischen Bedingungen bewährt habe. Ein zentrales Merkmal dieser Lösung ist ihr datenschutzkonformes Design: Sensible Unternehmensdaten werden dabei sicher und regelkonform verarbeitet – ein wesentlicher Aspekt für Betriebe im Umgang mit Gefahrenstoffen. „Die Kombination aus KI-Extraktion, Plausibilitätsprüfung und datenschutzkonformer Verarbeitung ist für unsre Kundinnen und Kunden ein echter Gamechanger. DIG:IT-KMU hilft uns, diesen Schritt vom Konzept in die Praxis zu gehen“, so Dr. Dieter Feitsch, Leiter der Softwareentwicklung der GeSI Software GmbH.
Praxisnaher Technologietransfer für den Mittelstand
Das Projekt stehe beispielhaft für den Ansatz von DIG:IT-KMU: Modernste KI-Methoden würden nicht als theoretisches Konzept vermittelt, sondern gemeinsam mit Unternehmen direkt in deren Prozesse überführt. Durch den Einsatz eines umfangreichen, praxiserprobten Datenfundus konnte die korrekte Extraktion relevanter Schlüsselfelder gezielt geprüft werden, ein entscheidender Schritt für die Qualitätssicherung. „Der Anwendungsfall zeigt, wie KI in hochregulierten Bereichen wie dem Arbeitsschutz echten Mehrwert schaffen kann, ohne Abstriche bei Sicherheit und Compliance“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Bastian Engelmann, der das Projekt DIG:IT-KMU an der THWS leitet.
Über DIG:IT-KMU
Das Projekt DIG:IT-KMU am Institut für Digital Engineering (IDEE) der THWS unterstützt Unternehmen bei der Bewältigung der digitalen Transformation. Durch gezielten Technologietransfer werden kleine und mittelständische Unternehmen befähigt, innovative Technologien sicher und effizient in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren. Das Projekt wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Bayern 2021 - 2027 gefördert, kofinanziert von der Europäischen Union. Weitere interessierte Unternehmen aus der Region können sich dem Projekt jederzeit anschließen und eigene Anwendungsfälle einbringen.
Mehr Informationen zu DIG:IT-KMU
Über die THWS
Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht seit ihrer Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte Forschung. Mit rund 9.100 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot von mehr als 60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die THWS ein weites Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Die THWS ist nicht nur regional in Franken und Bayern verwurzelt, sondern auch stark international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und Austauschprogrammen weltweit und nicht zuletzt in einem vielseitigen englischsprachigen Studienangebot widerspiegelt.
Kontakt:
Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt
Institut für Digital Engineering (IDEE)
Prof. Dr.-Ing. Bastian Engelmann
Prof. Dr.-Ing. Andreas Schiffler
Ignaz-Schön-Straße 11
97421 Schweinfurt
digit.kmu@thws.de
Pressekontakt:
Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt
Angela Kreipl
Münzstr. 12
97070 Würzburg
angela.kreipl@thws.de
0931 3511-8354
Dieses Schaubild verdeutlicht die intelligente Datenextraktion für Sicherheitsdatenblätter, die das ...
Source: Silvio Lang
Copyright: Grafik von THWS KI-generiert
Criteria of this press release:
Business and commerce, Journalists
Economics / business administration, Information technology
transregional, national
Research projects
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).