idw - Informationsdienst
Wissenschaft
Die Technische Universität Clausthal baut ihre Forschungsinfrastruktur im Bereich der Künstlichen Intelligenz weiter aus. Mit dem neuen GenAI-Lab entsteht eine leistungsfähige Plattform für Forschung, Lehre und Transfer im Zukunftsfeld der Generativen Künstlichen Intelligenz (GenAI). Ziel ist es, innovative KI-Methoden insbesondere in den Engineering-Disziplinen zu entwickeln, praxisnah zu erproben und in Kooperation mit Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen.
Leistungsstarke Infrastruktur für moderne KI-Modelle
„Mit dem GenAI-Lab schärft die TU Clausthal ihre strategische Ausrichtung auf digitale Zukunftstechnologien und fördert zugleich die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Bereich moderner KI-Modelle“, so Universitätspräsidentin Dr.-Ing. Sylvia Schattauer. Das GenAI-Lab stellt eine skalierbare Hochleistungsinfrastruktur für Künstliche Intelligenz bereit, die speziell auf die Anforderungen daten- und rechenintensiver KI-Anwendungen ausgelegt ist. Kernstück ist ein moderner GPU-Cluster im Rechenzentrum der TU Clausthal, ergänzt durch leistungsfähige Speicher- und Netzwerkressourcen.
Die Infrastruktur ermöglicht das Training, Fine-Tuning und die Inferenz aktueller generativer Modelle und schafft damit optimale Voraussetzungen für anspruchsvolle Forschungsprojekte sowie innovative Anwendungen in Lehre und Industriekooperationen. Beispielsweise beschäftigen sich Forschende der TU Clausthal derzeit im Projekt MediCar4.0 mit KI-Modellen zur Steuerung autonomer Servicefahrzeuge und humanoider Roboter in der Krankenhauslogistik in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Freiburg. Damit soll es künftig möglich sein, Laborproben, Medikamente, Wäsche oder Speisen in Krankenhäusern automatisch zu transportieren und Dokumentationsaufgaben zu übernehmen. Das Pflegepersonal wird dadurch entlastet und erhält mehr Zeit, sich auf die soziale, persönliche Pflege der Patienten zu konzentrieren.
Interdisziplinär, offen und praxisnah
Initiiert wurde das GenAI-Lab vom Institute for Software- und Systems Engineering (ISSE) der TU Clausthal. Der verantwortliche Projektleiter Prof. Dr. Christian Bartelt freut sich über den erfolgreichen Start des Projektes: „Mit dem Aufbau des neuen GPU-Clusters, etablieren wir eine zukunftsweisende IT-Infrastruktur für die Künstliche-Intelligenz-Forschung, die vielfältige Anwendungen für die technischen Disziplinen der TU Clausthal ermöglicht.“ Das GenAI-Lab versteht sich als offene Plattform für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende, Start-ups und Industriepartner. Neben der technischen Infrastruktur bietet es regelmäßige Workshops, Schulungen und Austauschformate an. Ziel ist es, Kompetenzen im Umgang mit generativer KI zu stärken, neue Projektideen zu fördern und den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis zu beschleunigen.
Impulse für Forschung, Lehre und Region
Generative KI eröffnet neue Möglichkeiten – etwa für ressourceneffizientes Design, kreislauforientierte Produktion, kognitive Robotik oder nachhaltige Mobilität. Durch das zentrale Bereitstellen leistungsfähiger KI-Ressourcen wird nicht nur die universitäre Forschung intensiviert, sondern auch die regionale Innovationskraft gefördert. Kooperationen mit Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen sollen dazu beitragen, neue Lösungen schneller in reale Anwendungen zu überführen.
Gefördert durch EU und Land Niedersachsen
Das GenAI-Lab wird durch Mittel der Europäischen Union sowie des Landes Niedersachsen gefördert. Die Unterstützung im hohen sechsstelligen Bereich unterstreicht die große Bedeutung, die dem Ausbau moderner KI-Infrastrukturen für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft beigemessen wird. Mit dem GenAI-Lab positioniert sich die Technische Universität Clausthal als leistungsstarker Standort für Generative KI.
Prof. Dr. Christian Bartelt
Institute for Software- und Systems Engineering (ISSE)
Technische Universität Clausthal
bartelt@isse.tu-clausthal.de
https://bartelt-lab.github.io/gen-ai-lab/
https://www.isse.tu-clausthal.de/forschung/forschungsgruppen/core-machine-learni...
Martin Diedrich (links) aus dem Rechenzentrum der TU Clausthal sowie Projektleiter Prof. Dr. Christi ...
Criteria of this press release:
Journalists, Scientists and scholars, Students
Environment / ecology, Information technology, Nutrition / healthcare / nursing, Traffic / transport
transregional, national
Cooperation agreements, Research projects
German

You can combine search terms with and, or and/or not, e.g. Philo not logy.
You can use brackets to separate combinations from each other, e.g. (Philo not logy) or (Psycho and logy).
Coherent groups of words will be located as complete phrases if you put them into quotation marks, e.g. “Federal Republic of Germany”.
You can also use the advanced search without entering search terms. It will then follow the criteria you have selected (e.g. country or subject area).
If you have not selected any criteria in a given category, the entire category will be searched (e.g. all subject areas or all countries).